Fahrbericht: BMW i5 eDrive40 Touring – E-Kombi aus Bayern

Fahrbericht: BMW i5 eDrive40 Touring – E-Kombi aus Bayern
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Stefan Grundhoff
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  —  Lesedauer 4 min

Als wäre es die normalste Sache der Welt, legt BMW bei seinem 5er die Kombiversion nach, die die Bayern unverändert Touring nennen. Der Hauptrolle im Modellmix aus Benziner, Diesel, Hybrid und Elektromodell soll der rein elektrische i5 eDrive 40 spielen.

Es ist noch gar nicht lange her, da drehte sich beim 5er Touring gerade in Europa beinahe alles um die ebenso leistungsstarken wie sparsamen Dieselversionen. Die Kunden entschieden sich nur allzu gern zwischen der soliden Vertreterbasis des 520d – längst auch mit Allradantrieb zu bekommen – und den deutlich imageträchtigeren Sechszylindern mit viel Dampf, jeder Menge Fahrspaß und einem mehr als akzeptablen Realverbrauch.

Doch die Zeiten haben sich geändert, denn selbst wenn BMW-CEO Oliver Zipse sich betont antriebsoffen präsentiert und dabei Benziner wie Diesel nicht übergehen will, rücken auch die Münchner immer mehr ins Elektrolager. Das gilt einmal mehr für den noch frischen BMW 5er, der optisch weitgehend unverändert als i5 angeboten wird und ab sofort die Kombiversion bekommt. Ob das die letzte ihrer Art bleiben wird, erscheint ungewiss, denn die Bayern betonen, wie erfolgreich die Touring-Modelle sind; sehen jedoch auch, dass eine knappe Handvoll Europamärkte den allgegenwärtigen SUV immer mehr in die Hände spielen.

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Eines der Kernmodelle des neuen BMW i5 Touring soll die Basisversion des eDrive40 sein, der zumindest zum Marktstart allein mit Hinterradantrieb zu bekommen ist. Das sollte sich spätestens 2025 ändern, denn bei 250 kW / 340 PS wird der Ruf nach einem Allradler lauter denn je, der aktuell dem prestigeträchtigen Topmodell des i5 xDrive M60 mit 442 kW / 601 PS und über 800 Nm Drehmoment vorbehalten bleibt. Mit jenen 250 kW an der Hinterachse und speziell den 430 Nm maximalen Drehmoment, mit denen der auf 5,06 Meter Länge gewachsene Kombi auch so bereits überaus flott spurten kann. Damit gelingt es der Antriebseinheit recht souverän, das Übergewicht des Elektroantriebs zu überspielen, denn mit mehr als 2,2 Tonnen ist der Familienkombi ein mächtiger Koloss, den es zu bewegen gilt.

Das 81,2 kWh große Batteriepaket sorgt jedoch nicht nur für Reichweiten von knapp 500 Kilometern bis zum nächsten Ladestopp, sondern auch für ein exzellentes Fahrgefühl. Sportlich und straff, wie man es von einem BMW in dieser Liga kennt, mit jeder Menge Restkomfort und einer präzisen Lenkung macht der elektrische Bayer allemal Laune und lässt keinerlei Wünsche nach mehr Leistung aufkommen.

Was bei dem Kilometerfresser auch gefällt, ist der üppige Reisekomfort gerade auf langen Etappen. Denn nicht nur das Geräuschniveau ist flüsterleise, sondern auch die Sitze sind gerade vorne exzellent.

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Auf der Rückbank gibt es viel Platz für bis zu drei Personen, doch die Sitzfläche ist recht platt und da zumeist maximal zwei Personen im Fond Platz nehmen dürften, würden sich jene über entsprechende Ausformungen freuen. Dafür gibt es USB-C-Anschlüsse, eine getrennte Klimaregelung und eine Sitzheizung – so lässt es sich auch hier aushalten. Hinter den Rücksitzen bietet der Laderaum stattliche 570 Liter Platz. Keine Stufe oder eine nervige Einschränkung durch das Batteriepaket – da geht der Daumen nach oben.

Verzichten muss der geneigte 5er-Kunde zukünftig nicht nur auf das besonders weit strahlende Laserlicht, sondern auch auf die separat zu öffnende Heckscheibe, über die sich einfach einmal etwas in Gepäckabteil legen oder werfen ließ, wenn man nicht die ganze Haube öffnende wollte. Die Begründung: der Mechanismus hätte die Heckscheibe zu klein werden lassen. Natürlich ist die Bedienung der Klappe elektrisch und wer die Rücksitze umlegen will, kann bis zu 1700 Liter nutzen. Trennnetz und Gepäckabdeckung verschwinden im Unterboden spurlos.

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Bei der Ladegeschwindigkeit geht über die 205 Kilowatt nichts hinaus, da der BMW i5 ebenso wie sein großer Bruder i7 nur über ein 400-Volt-Bordnetz verfügt. Bei leerem Akkupaket erstarkt dies an einer entsprechenden Ladesäule um mehr als 140 Kilometer in zehn Minuten. Optional lädt der Bayer an der Wallbox mit bis zu 22 Kilowatt.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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