Eon-Tarife gelten jetzt auch an Ionity-Schnellladepunkten

Eon-Tarife gelten jetzt auch an Ionity-Schnellladepunkten
Copyright:

E.ON / Malte Braun

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Wer mit einem Elektroauto unterwegs ist, kennt das Problem: Je nach Anbieter und Tarif können sich die Preise für das Laden deutlich unterscheiden. Eon und Ionity möchten diese Hürde nun abbauen, wie beide Unternehmen mitteilen. Sie haben ihre Zusammenarbeit ausgebaut und ermöglichen ihren Kund:innen dadurch einen einfacheren Zugang zu schnellen Lademöglichkeiten – zu festen, kalkulierbaren Preisen.

Die über 1200 Schnellladepunkte von Ionity in Deutschland gehören seit Kurzem nicht mehr zum klassischen Roaming-Angebot von Eon. Stattdessen sind sie nun Teil des „Eon & Partner“-Netzwerks. Für Nutzer:innen von Eon Drive bedeutet dies eine einheitliche Preisgestaltung an allen Ladesäulen innerhalb dieses Netzwerks – unabhängig davon, ob es sich um eine Station von Eon oder Ionity handelt.

Zwei Tarifmodelle stehen zur Auswahl. Wer sich für Eon Drive Light entscheidet, zahlt keine monatliche Grundgebühr und kann an den Schnellladestationen von Eon und Ionity für 0,61 Euro pro Kilowattstunde laden. Beim Tarif Eon Drive More liegt der Preis bei 0,55 Euro pro Kilowattstunde, allerdings fällt hier eine monatliche Grundgebühr von 6,99 Euro an. Beide Modelle sollen E-Autofahrer:innen mehr Planungssicherheit geben.

Laut Jens Michael Peters von Eon Deutschland ist dieser Schritt ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende. Nur durch verlässliche Infrastruktur könne nachhaltiges Fahren für breite Bevölkerungsschichten attraktiv werden. Auch Ionity zeigt sich überzeugt von der erweiterten Kooperation. Christoph Strecker, verantwortlich für die DACH-Region, hebt besonders die hohe Ladeleistung an den eigenen Stationen hervor. Bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung sind möglich – das reicht, um in etwa 20 Minuten wieder genügend Energie für die Weiterfahrt zu haben.

Neben dem festen Partnernetz bietet die Eon App auch weiterhin Zugriff auf eine große Zahl von Ladepunkten im In- und Ausland. Allein in Deutschland stehen über das Roaming rund 145.000 Ladepunkte zur Verfügung, europaweit sind es mehr als 650.000. Nutzer:innen können dabei selbst wählen, ob sie die App, eine RFID-Karte oder einen Lade-Chip verwenden möchten, um den Ladevorgang zu starten und zu bezahlen. Kurzum bedeutet dies: Mehr Transparenz bei den Kosten, mehr Auswahl beim Laden und ein einfacheres Nutzungserlebnis – ohne jedes Mal die Preise verschiedener Anbieter vergleichen zu müssen.

Quelle: Eon – Pressemitteilung

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

MAN erprobt bidirektionales Laden mit Elektro-Lkw

MAN erprobt bidirektionales Laden mit Elektro-Lkw

Michael Neißendorfer  —  

MAN zeigt, wie E-Lkw zu einem aktiven Element der Energieinfrastruktur werden – wirtschaftlich, vernetzt und bereit für die nächste Stufe der Elektrifizierung.

Europas Ladenetz wächst langsamer, wird aber leistungsstärker

Europas Ladenetz wächst langsamer, wird aber leistungsstärker

Tobias Stahl  —  

Eine aktuelle Analyse zeigt: Das Wachstum des öffentlichen Ladenetzes in Europa hat sich 2025 verlangsamt – dafür bieten die Ladepunkte jedoch mehr Leistung.

ABB bringt Split-System für gewerbliches Schnellladen

ABB bringt Split-System für gewerbliches Schnellladen

Sebastian Henßler  —  

ABB E-mobility trennt beim M-Series-System Leistungsschränke von Ladepunkten. Die Anlage skaliert von 200 kW auf bis zu 1,2 MW – ganz ohne Standortumbau.

So viel günstiger als Verbrenner fuhren E-Autos zuletzt

So viel günstiger als Verbrenner fuhren E-Autos zuletzt

Daniel Krenzer  —  

Rabot Energy stellt fest, dass E-Auto-Fahren in der Iran-Krise auch bei dynamischen Strompreisen deutlich günstiger ist, als Sprit zu tanken.

Stippvisite in Kopenhagen: Wo das E-Auto längst Alltag ist

Stippvisite in Kopenhagen: Wo das E-Auto längst Alltag ist

Sebastian Henßler  —  

In Kopenhagen sind sieben von zehn neu zugelassenen Autos elektrisch. Ein Vor-Ort-Bericht über das, was im Stadtbild sichtbar wird – und was nicht.

Vor Ort erlebt: Kopenhagens Busse fahren komplett elektrisch

Vor Ort erlebt: Kopenhagens Busse fahren komplett elektrisch

Sebastian Henßler  —  

Kopenhagen macht den Unterschied hörbar: 42 Buslinien sind elektrisch, Dieselbusse sind ausgemustert. Das macht Zehntausende Tonnen CO2 pro Jahr weniger.

BMW und Mini vereinfachen DC-Laden mit Plug & Charge

BMW und Mini vereinfachen DC-Laden mit Plug & Charge

Sebastian Henßler  —  

BMW- und Mini-Fahrer können an DC-Säulen jetzt auch per Plug & Charge laden – ganz ohne Ladevertrag, nur mit hinterlegter Kreditkarte.