Elektro-Performance-SUV Polestar 3 wird in den USA hergestellt

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Polestar

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Die schwedische Premium-Elektroautomarke Polestar wird ihr erstes vollelektrisches SUV in den USA produzieren. Der Polestar 3, ein aerodynamisch gezeichnetes Elektro-SUV, werde zusammen mit neuen Volvo Fahrzeugen im Produktionszentrum von Volvo Cars in Ridgeville, South Carolina, hergestellt, wie das Unternehmen mitteilt. Die Polestar Fahrzeuge aus South Carolina sind für den US-amerikanischen Markt bestimmt.

Mit diesem Schritt will sich Polestar als Marke zusehends globaler aufstellen: Neben dem Hauptsitz in Schweden und den etablierten Verkaufs- und Vertriebsorganisationen in Europa verfügt Polestar mit China und den USA über Produktionskapazitäten in den beiden weltweit größten Einzelmärkten für Elektrofahrzeuge.

„Der Polestar 3 wird in Amerika für unsere amerikanischen Kunden gebaut. Ich erinnere mich an die große Resonanz, als ich hier in den USA zum ersten Mal Polestars Vision teilte, und ich bin stolz darauf, dass unser erstes SUV in South Carolina gefertigt wird. Von nun an sind die USA kein Exportmarkt mehr sondern ein Heimatmarkt.“ – Thomas Ingenlath, CEO Polestar

Die Ankündigung der Produktion in den USA unterstreicht auch das Engagement von Polestar für den amerikanischen Markt, der sich in einer Phase rasanter Expansion befinde. Polestar will in diesem Jahr rund 25 Polestar Spaces im ganzen Land eröffnen. Die Spaces in den USA bieten den Kunden Annehmlichkeiten wie Probefahrten von Zuhause, einen kostenlosen Abhol- und Lieferservice sowie mobile Serviceleistungen für Verbraucher in Regionen, die noch auf die Eröffnung eines Polestar Space warten.

Polestar wurde 2017 von Volvo Cars und der chinesischen Geely Holding gegründet. Das Werk in Ridgeville wurde 2018 von Volvo Cars eröffnet. Dass sich Polestar eine Produktionsstätte mit Volvo Cars teilt, unterstreicht die bedeutenden industriellen und finanziellen Synergien, die sich aus der Eigentümerstruktur ergeben. „Die Produktion in den USA reduziert sowohl die Lieferzeiten als auch die Umweltbelastung, die mit dem Transport von Fahrzeugen rund um die Welt verbunden ist. Sie wird sich sogar positiv auf den Preis des Polestar 3 auswirken“, sagt Dennis Nobelius, COO bei Polestar. All dies mache die Marke auf dem wichtigen amerikanischen Absatzmarkt noch wettbewerbsfähiger.

Der Polestar 3 soll das Debüt einer neuen Generation der Elektroautoarchitektur der Volvo Car Group darstellen, die von Grund auf für eine vollständige Elektrifizierung entwickelt wurde. Das aerodynamische Elektro-Performance-SUV soll über branchenführende Konnektivitätsfunktionen verfügen, die auf Googles nativem Infotainmentsystem Android Automotive OS basieren. Ergänzt werden diese durch sicherheitsorientierte autonome Fahrfunktionen. Die Produktion des Polestar 3 soll weltweit voraussichtlich im Jahr 2022 beginnen. Vollständige Produktdetails will der Hersteller zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Die Nachricht über die Ausweitung der Produktionskapazitäten von Polestar folgt auf die jüngste Ankündigung, dass das Unternehmen im April 550 Millionen US-Dollar (gut 450 Millionen Euro) von einer Gruppe langfristiger externer Investoren erhalten hat. Das Unternehmen hat bestätigt, dass es mögliche weitere Kapitalerhöhungen prüfen wird.

Quelle: Polestar – Pressemitteilung vom 16.06.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Strauss:

Das ist der richtige Weg. Produktion vor Ort. Man sieht , dass da Profis von Volvo zeigen wie das gehen muss.
Stabile Volvo Fahrzeuge war schon früher ein Slogan dank Schwedenstahl.
Passt in den USA Markt hinein, wo man auch elektrisch psmässig etwas höher gehen kann, als für Europa.

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