Deutsche Unternehmen sparen mit Elektroautos 5,6 Milliarden Euro im Jahr

Deutsche Unternehmen sparen mit Elektroautos 5,6 Milliarden Euro im Jahr
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Deutsche Unternehmen können pro Jahr insgesamt rund 5,6 Milliarden Euro einsparen, wenn sie ihre Fahrzeugflotte elektrisch betreiben und die Ladeprozesse intelligent steuern. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Lösungsanbieters Lade. Die Energiekosten einer elektrischen Dienstwagenflotte liegen demnach mehr als 50 Prozent niedriger als bei Flotten, die ausschließlich aus Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bestehen.

„E-Autos sind nicht nur sauberer als Verbrenner, sondern auch sehr viel energieeffizienter und günstiger im Betrieb – insbesondere, wenn selbst erzeugter Solarstrom zum Einsatz kommt“, erklärt Dennis Schulmeyer, CEO von Lade: „Unser Modell zeigt: Unternehmen in Deutschland verfügen über ein milliardenschweres Einsparpotenzial – und können damit gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Ein entscheidender Faktor für das hohe Einsparpotenzial der E-Mobilität ist laut Schulmeyer die intelligente Steuerung. Diese berücksichtigt nicht nur die Verfügbarkeit von günstigem Strom, sondern auch den individuellen Bedarf sowie weiteren Stromverbrauch am Standort. „Dank der Technologien, die uns heute zur Verfügung stehen, können wir Ladevorgänge flexibel und bedarfsgerecht orchestrieren – genau dann, wenn Ökostrom reichlich verfügbar und besonders günstig ist. Wenn möglich, ist es das Beste, Solarstrom direkt vor Ort zu erzeugen. Aber auch Strom aus großen Solar- und Windkraftanlagen gilt es, dynamisch und mit den entsprechenden Preisvorteilen zu berücksichtigen. Das ist, als würde man an der Tankstelle nur tanken, wenn der Sprit halb so viel kostet – und das vollautomatisch“, sagt Schulmeyer.

Die Modellrechnung kombiniert die Nutzung von Strom aus eigenen Photovoltaikanlagen, regulärem Strom aus dem Netz sowie Ladevorgängen an öffentlichen Schnellladesäulen. Die Gestehungskosten von selbst erzeugtem PV-Strom sind erheblich niedriger als Strom aus dem öffentlichen Netz. Dynamische Stromtarife sind in dem Modell nicht berücksichtigt, können aber die Kosten zusätzlich verringern.

Für die Steuerung der Ladevorgänge können laut Schulmeyer selbstlernende KI-Systeme den entscheidenden Beitrag leisten. „Was für Menschen eine kaum zu bewältigende Komplexität darstellt, erledigt die Software in Sekunden“, erläutert der Lade-CEO: „Jeder Ladevorgang wird optimiert – unter Berücksichtigung von Wetterdaten und Verfügbarkeit, Mobilitätsbedarf und dem Verbrauchsprofil des Gebäudes. Das System denkt quasi voraus und passt sich selbstständig an sich ändernde Bedingungen an. Damit können Unternehmen nicht nur sparen, sondern werden zu aktiven Teilnehmern der Energiewende.“

Details der Analyse

Die Analyse von Lade vergleicht die Kosten für das Laden von Elektroautos mit den Kosten für Diesel, die für die gleiche Reichweite erforderlich ist. Für die E-Autos werden Kosten für das Laden im Unternehmen sowie öffentliches Laden unterwegs kombiniert. Beim Laden im Unternehmen wird zwischen drei Lade-Modi unterschieden:

Direktes Laden: Beim heute üblichen direkten Laden wird das Fahrzeug sofort nach dem Anschließen geladen, ohne dass Quelle oder Kosten des Stroms berücksichtigt werden. Es wird ausschließlich Strom aus dem Netz verwendet.

Direktes Laden mit PV: Das E-Auto wird direkt nach dem Anschließen geladen. Verwendet wird Netzstrom sowie Strom aus lokaler Photovoltaik, sofern zu diesem Zeitpunkt damit Strom erzeugt wird.

Intelligentes / PV-optimiertes Laden: Beim intelligenten Laden wird nach dem Anschließen des Elektroautos ein individueller Ladeplan erstellt. Dieser berücksichtigt den jeweiligen Bedarf und maximiert gleichzeitig den Anteil von lokal erzeugtem Solarstrom. Steht nicht genügend PV-Strom zur Verfügung, wird der Restbedarf mit Strom aus dem Netz gedeckt.

Diesel-Elektroauto-Kraftstoff-Einsparungen
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In der Analyse sind ausschließlich die Antriebskosten der Firmenwagenflotten berücksichtigt (Strom bzw. Kraftstoff). Faktoren wie Kauf- und Leasingkosten, Einsparpotenziale bei der Wartung sowie Fördermöglichkeiten werden nicht mit einbezogen.

Quelle: Lade – Pressemitteilung vom 11.04.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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