Daimler Truck erhält Straßenzulassung für Wasserstoff-Lkw

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Michael Neißendorfer
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Daimler Truck verfolgt laut eigener Aussage „konsequent seine Technologiestrategie bei der Elektrifizierung“ der Lkw-Flotte. Und hat nun den nächsten Zwischenschritt vollzogen: Im Oktober erhielt der weiterentwickelte Prototyp des wasserstoffbasierten Brennstoffzellen-Lkw Mercedes-Benz GenH2 Truck erstmals eine Straßenzulassung von den zuständigen deutschen Behörden.

Der Lkw-Hersteller hatte bereits im April damit begonnen, den weiterentwickelten Prototyp seines 2020 vorgestellten Mercedes-Benz GenH2 Truck auf abgesperrten Teststrecken des Unternehmens zu erproben. Dort konnte der wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Lkw, der in der Serienvariante für Reichweiten von bis zu 1000 Kilometer und mehr ohne Tank-Zwischenstopp konzipiert ist, bereits mehrere Tausend Test-Kilometer absolvieren.

Nun wird seine Erprobung auf öffentliche Straßen ausgeweitet. Unter anderem auch auf die B462 bei Rastatt, wo im Rahmen des Projekts eWayBW der Warentransport mit dem Betrieb von Oberleitungs-Lkw testweise elektrifiziert werden soll. Hierbei sollen auch Vergleichstests des rein batterieelektrischen Mercedes-Benz eActros mit den Oberleitungs-Lkw bzw. Wasserstoff-Lkw anderer Fahrzeughersteller stattfinden. Daimler Truck selbst plant jedoch keine Oberleitungs-Lkw, wie das Unternehmen mitteilt.

Lkw-Doppelstrategie mit Batterien und Brennstoffzelle

Mit der Straßenzulassung des GenH2 Truck hat Daimler Truck einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Serienproduktion gemacht – ab 2027 will der Lkw-Hersteller die ersten Serienfahrzeuge an Kunden übergeben und hat überdies die Ambition, bis zum Jahr 2039 in Europa, Japan und Nordamerika nur noch Neufahrzeuge anzubieten, die im Fahrbetrieb („tank-to-wheel“) CO2-neutral sind.

Hierfür setzt der Lkw-Hersteller auf die Elektrifizierung seiner Fahrzeuge und verfolgt mit dem Einsatz batterieelektrischer Antriebe oder auf Basis von Wasserstoff eine Doppelstrategie. Mit dieser Technologiekombination will Daimler Truck seinen Kunden je nach Anwendungsfall die besten Fahrzeug-Optionen anbieten können: Je leichter die Ladung und je kürzer die Distanz, desto eher wird die Batterie zum Einsatz kommen. Je schwerer die Ladung und je länger die Distanz, desto eher wird die Brennstoffzelle das Mittel der Wahl sein.

Quellen: Daimler – Pressemitteilung vom 25.10.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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