Chip-Mangel: Neue Akku-Autos so teuer wie nie

Chip-Mangel: Neue Akku-Autos so teuer wie nie
Copyright:

shutterstock / 1557313787

Wolfgang Plank
Wolfgang Plank
  —  Lesedauer 2 min

Die Preise für Neufahrzeuge in Deutschland liegen zum Ende des Jahres so hoch wie noch nie. Das meldet „ecomento.de“ unter Berufung auf verschiedene Quellen. Eine Trendumkehr sei derzeit nicht in Sicht. Wie es in dem Bericht heißt, ließen sich die Hersteller die wenigen verfügbaren Modelle mit Höchstpreisen bezahlen. Basis ist die regelmäßige Marktstudie des Duisburger Center Automotive Research (CAR). Nach Einschätzung von Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer werden sich die Tendenzen eines knappen Angebots und niedriger Rabatte in den ersten Monaten 2022 fortsetzen. Das liege insbesondere an Nachschub-Problemen bei Computerchips.

Die staatliche Kaufprämie für Elektrofahrzeuge verdecke dabei den Trend zu höheren Preisen etwas, so die Einschätzung. Der Untersuchung zufolge deuteten auch im Dezember nahezu alle Indikatoren auf steigende Verbraucherpreise bei Neuwagen hin. Im Einzelnen wurden demnach die im Internet angebotenen Rabatte für die 30 beliebtesten, frei konfigurierbaren Neuwagen auf den Niedrigstand von durchschnittlich 16,7 Prozent des Listenpreises zurückgefahren. Die höchsten Nachlässe von knapp unter 25 Prozent gab es auf verschiedene Modelle der Marken Ford und Renault sowie auf den Fiat 500.

Ein weiterer Grund sei, dass Hersteller und Händler in dem Zeitraum weniger Fahrzeuge auf eigene Rechnung zugelassen hätten. Diese würden zweitversetzt als Sonderangebote fehlen. Der Anteil der Eigenzulassungen ging laut CAR vom November noch einmal um 1,4 Punkte auf 22,5 Prozent zurück. Offensichtlich setzten die Hersteller verstärkt auf Abo-Modelle. Diese seien im Schnitt etwas billiger geworden. Allerdings mussten die Kunden dieser noch vergleichsweise jungen Angebotsform zwischen 8 Wochen bei E-Autos und fast 16 Wochen bei Plug-in-Hybriden warten.

Bei Elektroautos gebe es trotz der hohen Preise für Neuwagen auch weiter reduzierte Angebote, heißt es bei „ecomento.de“. So würden etwa die schon länger auf dem Markt befindliche Modelle wie BMW i3 (-22,2 Prozent), Renault ZOE (-20,8 Prozent) und Mini Cooper SE (-20 Prozent) mit hohen Nachlässen vertrieben. Mit weitaus weniger Rabatt könnten Kunden hingegen bei aktuellen Baureihen wie VW ID.3 (-13,6 Prozent), Mercedes EQA (-12 Prozent) oder VW ID.4 (-11,6 Prozent) rechnen. Inklusive der staatlichen Kaufprämie weist das CAR für reine E-Autos Nachlässe von 32 Prozent und für Plug-in-Hybride von 28,9 Prozent aus.

Quelle: ecomento.de – Neuwagenpreise zum Jahresende auf Rekordniveau

worthy pixel img
Wolfgang Plank

Wolfgang Plank

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.