CATL will über Zweitnotierung mehr als 3,5 Mrd. Euro einnehmen

CATL will über Zweitnotierung mehr als 3,5 Mrd. Euro einnehmen
Copyright:

Robert Way / Shutterstock / 2263424777 (Symbolbild)

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Weltmarktführer für E-Auto-Batterien CATL (Contemporary Amperex Technology), der bereits an der Börse in Shenzen notiert ist, plant eine Zweitnotierung an der Börse in Hongkong – und will auf diesem Weg an mehr als 3,5 Euro (31,01 Milliarden Hong-Kong-Dollar) an frischem Kapital kommen, wie Reuters auf Basis des heute veröffentlichten Börsenprospekts berichtet. Den offiziellen Antrag für den Börsengang in Hong Kong hatte CATL bereits im Februar eingereicht. Als erster Handelstag ist der 20. Mai anvisiert.

Der Batterieriese aus China will laut den Einreichungen bei der Börse knapp 118 Millionen Aktien zu einem maximalen Angebotspreis von jeweils 263 Hong Kong Dollar anbieten. Der Umfang der Zweitnotierung könnte demnach sogar auf umgerechnet knapp 4,8 Milliarden Euro steigen, wenn eine Option zur Anpassung der Angebotsgröße, eine sogenannte Greenshoe-Option für knapp 18 Millionen weitere Aktien, ausgeübt wird.

Mehr als 20 strategische Investoren, darunter das chinesische Erdöl- und Erdgasunternehmen Sinopec und die Kuwait Investment Authority, hätten sich für den Kauf von CATL-Aktien im Wert von etwa 2,4 Milliarden Euro angemeldet, wie der Prospekt zeige. Für Kleinanleger seien 8,8 Millionen Aktien reserviert.

CATL zufolge sollen 90 Prozent der Einnahmen, etwa 3,2 Milliarden Euro, in den Bau der geplanten Fabrik für Batteriezellen in Ungarn fließen. Diese ist Teil des Plans zur lokalen Herstellung von Batterien für E-Autos in Europa, um Autohersteller wie BMW, Volkswagen und den Stellantis-Konzern zu beliefern. Der Produktionsbeginn dort ist für die erste Bauphase noch für dieses Jahr geplant, das Werk soll nach und nach weiter ausgebaut werden und insgesamt mehr als 7 Milliarden Euro kosten. CATL plant bereits weitere Batteriefabriken in Europa, unter anderem in Spanien.

Quelle: Reuters – China’s CATL to raise at least $4 billion in Hong Kong listing / Finanzen.net – CATL-Aktie in Vorbereitung: CATL steuert auf bislang größten Börsengang in Hongkong in 2025 zu

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Batterieentwicklung

CATL sucht weitere Standorte für Gigafactories in Europa

CATL sucht weitere Standorte für Gigafactories in Europa

Arun Niemann  —  

164 GWh reichen CATL in Europa nicht: Der Batterieriese prüft weitere Gigafactory-Standorte und sieht beim Fachkräfteaufbau große Herausforderungen.

Ionity will bei Netzengpässen Batteriespeicher nutzen

Ionity will bei Netzengpässen Batteriespeicher nutzen

Daniel Krenzer  —  

Der Ladeanbieter Ionity setzt in Wertheim auf Batteriespeicher, um trotz begrenztem Netzanschluss mehr Schnellladepunkte anzubieten. 50 Standorte sollen folgen.

Alte Elektroautobatterien entwickeln sich zu wachsendem Markt

Alte Elektroautobatterien entwickeln sich zu wachsendem Markt

Laura Horst  —  

Batterien aus den Elektroautos der ersten Generation könnten in den kommenden Jahren das Wachstum des Batterie-Aftermarkets beschleunigen.

E-Auto-Akkus nach 55.000 Kilometern noch bei 95,5 Prozent

E-Auto-Akkus nach 55.000 Kilometern noch bei 95,5 Prozent

Daniel Krenzer  —  

Eine Ayvens-Auswertung zeigt: Gebrauchte E-Autos haben nach durchschnittlich 55.000 Kilometern noch 95,5 Prozent Batteriekapazität.

Saft startet Produktion von Feststoffbatterien in Frankreich

Saft startet Produktion von Feststoffbatterien in Frankreich

Daniel Krenzer  —  

Batteriehersteller Saft produziert Feststoffbatterien in Frankreich. Die neue Technologie verspricht bis zu 50 Prozent mehr Energiedichte und mehr Sicherheit.

Trotz holprigem Start: ACC fertigt fünf Millionen Zellen

Trotz holprigem Start: ACC fertigt fünf Millionen Zellen

Arun Niemann  —  

ACC erreicht in Douvrin einen wichtigen Produktionsmeilenstein. Doch Lieferengpässe und gestrichene Werke zeigen, dass der Hochlauf weiter schwierig bleibt.

So selten sind Batterieschäden bei gebrauchten E-Autos

So selten sind Batterieschäden bei gebrauchten E-Autos

Daniel Krenzer  —  

Eine Analyse der Akkus von rund 10.000 gebrauchten E-Autos zeigt: Auffällige Batterie-Zellabweichungen sind äußerst selten.