Carsharer MILES: E-Auto Expansion möglich; Grundvoraussetzungen müssen stimmen

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

MILES, seines Zeichens der größte konzernunabhängige Carsharing-Anbieter, flottet künftig 150 Volkswagen ID.3 Perfomance ins eigene Carsharing-Portfolio ein. Abgerechnet wird nach gefahrenen Kilometer. Jedoch wird man das Angebot nur in ausgewählten Städten an den Start bringen. Grund hierfür seien sowohl logistische, wie politische Hintergründe. Daher sei die Wahl für den Einsatz des Großteils der Flotte auch auf Hamburg und nicht die Hauptstadt Berlin gefallen.

Oliver Mackprang, CEO von MILES, kommentiert die Flottenexpansion: “Um sich als holistisches und nachhaltiges Carsharing-Unternehmen aufzustellen, gehört es für uns dazu, Elektromobilität anzubieten und den Ausbau zu fördern. Wir freuen uns sehr, dass wir die ersten Elektrofahrzeuge in die Flotte aufnehmen und damit in Hamburg und Berlin an den Start gehen.” 150 Mondsteingraue ID.3 gehen in Summe für MILES an den Start. 120 davon alleine in der Hansestadt Hamburg, die restlichen 30 Exemplare in der Hauptstadt Berlin. MILES gibt dabei klar zu verstehen, dass die Wahl auf Hamburg für den Einsatz eines Großteils der Flotte fiel, da E-Mobilität dort stärker gefördert werde. So dürfen in Hamburg Carsharing E-Fahrzeuge im öffentlichen Parkraum kostenfrei parken. In Berlin ist das Parken nur während des Ladevorgangs kostenfrei.

Des Weiteren ist die Ladeinfrastruktur und -dichte in Hamburg fortgeschrittener. Dieser Unterschied macht sich verglichen zur Einwohnerzahl und der Fläche innerhalb der Carsharing verfügbar ist, deutlich bemerkbar Zudem sei es so, dass die Ladeinfrastruktur an sich in Hamburg besser aufgestellt sei, vor allem preislich. Begründet wird dies dadurch, dass die Ladepunkte in Hamburg hauptsächlich von der Stadt betrieben werden und weniger von Privatanbietern, wie beispielsweise in der Hauptstadt. Das schlägt sich in den Preisen für den Ladevorgang nieder. Ähnliche Überlegungen kamen wohl auch bei WeShares 800 starker ID.3 Flotte zum Tragen.

„Wir stehen einer Expansion von Elektrofahrzeugen positiv gegenüber. Die Grundvoraussetzungen müssen jedoch stimmen. Das heißt, dass wir als Unternehmen nicht nur einen ökologisch nachhaltigen Schritt gehen, sondern dabei auch wirtschaftlich nachhaltig handeln müssen. Hier sind wir auf eine kooperative Zusammenarbeit mit den Städten angewiesen“, so Mackprang abschließend.

Zu den Kosten für MILES-Nutzer sei gesagt, dass der ID.3 nach Kilometern abrechnet wird und nicht nach Minuten. Die Elektrofahrzeuge werden in der MILES App mit dem Buchstaben “E” gekennzeichnet. Der Preis pro Kilometer beträgt wie bei allen Pkw 89 Cent pro Kilometer.

Quelle: MILES – Pressemitteilung vom 23. März 2021

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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