Studie: Wohl erst 2028 ist die E-Mobilitäts-Delle überwunden

Studie: Wohl erst 2028 ist die E-Mobilitäts-Delle überwunden
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Das Center Automotive Research (CAR) in Bochum hat eine neue Studie präsentiert und darin ermittelt, dass Deutschland durch seine aktuelle Nachfragedelle bei der Elektromobilität beim Hochlauf fünf Jahre verlieren dürfte. Wie die Welt berichtet, ist dann aber davon auszugehen, dass die Verkaufszahlen sich wieder eingependelt haben werden und der Hochlauf voranschreitet.

Einen Marktanteil von Elektroautos plus Plug-in-Hybride oberhalb von 30 Prozent erwartet Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer demnach erst wieder für das Jahr 2028. Der Marktanteil von reinen Elektroautos dürfte aber bereits 2027 das Niveau des Jahres 2023 überschreiten, heißt es weiter. Dennoch wirft das aktuelle Nachfragetief in Deutschland, das sich nach dem jähen Förderende durch die Bundesregierung Ende des vergangenen Jahres einstellte, um Jahre zurück, während andere Länder in Sachen Elektromobilität rasch voranschreiten.

Dass es mit der Elektromobilität trotz aller Verunsicherung wieder bergauf gehen wird, liegt für die Experten an mehreren Gründen. So heißt es im Artikel: „Triebkräfte sind dabei vor allem ein wachsendes Modellangebot, günstigere Fahrzeuge und drohende CO2-Strafen für Autohersteller, die die Industrie zum intensiveren Bewerben von E-Autos motivieren dürften.“ 

Kritik an politischem Diskurs

Diese verlorenen Jahre bedeuten also nicht, dass sich die Elektromobilität am Ende nicht doch behaupten wird. Allerdings könnte diese Verzögerung Deutschland und seiner Automobilindustrie teuer zu stehen kommen. „Ein Großteil dieses Problem ist durch gegensätzliche Politikentscheidungen und Diskussionen verursacht“, stellt Dudenhöffer fest. Neben dem Förderstopp für Elektroautos kritisiert er dabei auch das Ende des Umweltbonus für Plug-in-Hybride. Die politischen Bemühungen, den Verbrennungsmotor zu retten, würden dabei ebenfalls erheblich auf die Bremse treten. Da könne auch eine erleichterte Abschreibung von dienstlich genutzten Elektroautos, wie im neuen Bundeshaushalt vorgesehen, nichts ändern.

Der Marktanteil von Elektroautos in Deutschland lag zuletzt bei gut 12,5 Prozent und somit deutlich niedriger als noch im vergangenen Jahr. Damit zieht Deutschland den europäischen Schnitt insgesamt nach unten, denn außer in Ausreißern wie Deutschland und Italien steigt der Absatz von Elektroautos in anderen EU-Mitgliedsstaaten stetig. In China waren im Juli bereits knapp mehr als 50 Prozent aller neu zugelassenen Autos entweder vollelektrisch oder zumindest mit einem Plug-in-Hybridsystem ausgestattet.

Quelle: Welt – „Deutschland verliert fünf Jahre – Studie zu Nachfragedelle bei E-Autos“

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Daniel Krenzer

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Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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