Neue C-Klasse auch als Plug-in-Hybrid mit mehr als 100 km Reichweite bestellbar

Neue C-Klasse auch als Plug-in-Hybrid mit mehr als 100 km Reichweite bestellbar
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Mercedes-Benz

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Kurz nach dem Start der neuen C-Klasse Generation von Mercedes-Benz können jetzt mit dem C 300 e und dem Kombi C 300 e T-Modell die ersten Plug-in-Hybride der Baureihe bestellt werden. Die Markteinführung der Limousine findet sofort statt, das T-Modell kommt ab Dezember zu den Händlern. Die Niveauregulierung durch Luftfederung hinten ist bei beiden Modellen serienmäßig. Die Preise starten bei 56.168 Euro für die Limousine bzw. 57.953 Euro für den Kombi. 5625 Euro Umweltbonus in Deutschland machen die beiden Modelle preislich etwas attraktiver.

Angesichts der auf mehr als 100 Kilometer gesteigerten elektrischen Reichweite und der elektrischen Antriebsleistung von 95 kW (129 PS) lassen sich Alltagsstrecken größtenteils rein elektrisch ohne Einsatz des Verbrennungsmotors zurücklegen. Dieser ist zunächst der Vierzylinder-Benziner M 254 in der Zweiliter-Variante. Diesel-Varianten sollen folgen, so Mercedes-Benz in einer aktuellen Mitteilung. Die Systemleistung beträgt 230 kW (313 PS), das Systemdrehmoment 550 Nm. Rein elektrisch beschleunigt die Plug-in-C-Klasse auf bis zu 140 km/h, mit Verbrenner sind bis zu 245 km/h möglich.  Dank Rekuperation wird kinetische Energie beim Verzögern oder bergab zurückgewonnen. Die Rekuperationsleistung beträgt mehr als 100 kW.

Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 0,6 bis 0,8 Liter für Benzin an, der Stromverbrauch liegt laut WLTP-Messung zwischen 20,8 und 23,3 kWh auf 100 Kilometer für die Limousine und 21,6 und 24,1 kWh für den Kombi. Die Reichweiten liegen bei der Limousine zwischen 99 und bis zu 111 Kilometern, beim T-Modell zwischen 95 und bis zu 107 Kilometer.

Die intelligente, streckenbasierte Betriebsstrategie sieht den elektrischen Fahrmodus für die jeweils sinnvollsten Streckenabschnitte vor. Sie berücksichtigt unter anderem Navigationsdaten, Topografie, Geschwindigkeitsvorschriften und die Verkehrsverhältnisse für die gesamte geplante Route. Wer die Rekuperationsleistung selbst beeinflussen möchte, kann diese in allen Fahrprogrammen außer SPORT direkt über Wippen hinter dem Lenkrad in drei Stufen wählen. Im Programm D- erlebt der Fahrer zum Beispiel das „One Pedal Feeling“: Nimmt er den Fuß vom Gaspedal, verzögert das Fahrzeug rein elektrisch so stark, dass er die hydraulische Fußbremse oft gar nicht benötigt. Die Betriebsstrategie kommuniziert mit den Sensoren der Assistenzsysteme und unterstützt den Fahrer so in vielen Fahrsituationen effizient.

Die Anordnung der Batterie im Fahrzeug bringt gemessen am Vorgänger Vorteile im Alltag: Der Gepäckraum besitzt nun keine Stufe mehr und bietet eine Durchlademöglichkeit. Besonders deutlich werde der Fortschritt beim T-Modell: Die Länge des Gepäckraumbodens steigt um 63 mm auf 1043 mm. Hohe Getränkekisten können problemlos unter die Kassetten von Abdeckrollo und Laderaumnetz geladen werden. Das Gepäckraumvolumen stieg gegenüber dem Vorgänger um 45 Liter auf 360 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen passen 1375 Liter (plus 40 Liter) ins T-Modell.

Quelle: Daimler – Pressemitteilung vom 26.10.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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