BMW verdoppelt in China Kapazitäten für die Produktion von Hochvoltbatterien

BMW verdoppelt in China Kapazitäten für die Produktion von Hochvoltbatterien
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BMW AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Die BMW Group treibt den Ausbau der Elektromobilität weiter voran und passt die Produktionsstrukturen der zunehmenden Nachfrage nach voll- und teilelektrifizierten Fahrzeugen an. So habe das Joint Venture von BMW in China –BMW Brilliance Automotive (BBA)am Standort Tiexi ein weiteres Batteriezentrum eröffnet, in dem ab sofort die neuen, leistungsfähigeren Batterien der fünften Generation BMW eDrive Technologie für den vollelektrischen BMW iX3 produziert werden. Mit dem neuen Batteriezentrum wird die bereits 2017 eröffnete Batteriefabrik, das sogenannte „High-Voltage Battery Center“, ergänzt.

China ist der größte Einzelmarkt der BMW Group und weltweiter Taktgeber in der E-Mobilität. Mit fünf elektrifizierten Fahrzeugen bietet die BMW Group in China aktuell das größte Kundenangebot im Premiumsegment an. Aktuell sind bereits 75.000 elektrifizierte BMW Modelle auf China’s Strassen unterwegs. „China ist für die BMW Group von großer Bedeutung, sowohl als Markt als auch als Produktions- und Innovationsstandort. Unsere Investitionen unterstreichen unser starkes Engagement in China und in Shenyang auf lange Sicht. Und die Investitionen gehen weiter“, so Milan Nedeljković, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Produktion, anlässlich der Eröffnungsfeier des neuen Batteriezentrums in China.

„Die Erweiterung unseres Zentrums für Hochvoltbatterien ist ein konkreter Beweis für unser Engagement, weiterhin in Shenyang, Liaoning und im Nordosten Chinas zu investieren. Das neue Batteriezentrum demonstriert unsere Entschlossenheit, eine führende Rolle in der nachhaltigen Mobilität zu übernehmen, indem wir unseren rein elektrischen BMW iX3 auf den Markt bringen.“ – Dr. Johann Wieland, Präsident von BBA

Erst im November 2019 hatte das Unternehmen ein eigenes Kompetenzzentrum Batteriezelle in München eröffnet, in dem es die gesamte Wertschöpfungskette der Batteriezelltechnologie abbildet, von der Forschung und Entwicklung über die Zusammensetzung und das Design der Batteriezelle bis hin zur Produzierbarkeit. Für die Entwicklung einer innovativen und nachhaltigen Batteriezelltechnologie arbeitet die BMW Group im Rahmen eines gemeinsamen Technologiekonsortiums mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt sowie dem belgischen Entwickler von Batteriematerialien Umicore zusammen.

Des Weiteren hat BMW mit seinen Zellherstellern vertraglich vereinbart, dass sie bei der Produktion der fünften Generation von Batteriezellen nur noch Grünstrom verwenden dürfen. Dabei wird der Einsatz dieser Zellen in nicht allzu weiter Ferne erfolgen. Bereits in diesem Jahr soll die fünfte Generation ihren Weg in den BMW iX3 finden, als auch im kommenden Jahr in den BMW iNEXT sowie BMW i4. Im Vergleich zu bislang bei BMW gebräuchlichen Batteriezellen für vollelektrische Fahrzeuge verbessert sich die gravimetrische Energiedichte des Speichers auf Zellenebene beim BMW iX3 um rund 20 Prozent. Die Rohstoffe Kobalt und Lithium beschafft die BMW Group mit dem BMW iX3 erstmals selbst und gibt sie an die Produzenten der Batteriezellen weiter.

Das neue Batteriezentrum in China ist der erste Standort innerhalb des Produktionsnetzwerks der BMW Group, der die fünfte Generation von Hochvoltbatterien produziert. Gleichzeitig laufen im Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion in Dingolfing die Vorbereitungen, um ebenfalls die neuen Hochvoltbatterien der fünften Generation zu produzieren. Indem die Hochvoltbatterien dort produziert werden, wo sie gebraucht werden, kann das Unternehmen die Transportwege minimieren und leistet damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Quelle: BMW AG – Pressemitteilung vom 14. September 2020

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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