BMW unterbietet erneut CO2-Flottengrenzwert für Neufahrzeuge

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Die BMW Group setzt die Verringerung ihrer Emissionen weiter fort und hat seine CO2-Flottenemissionen in der EU im Jahr 2022 gegenüber 2021 nach vorläufigen internen Berechnungen um mehr als 9 Prozent senken können. Mit einem Ausstoß von 105 Gramm pro Kilometer nach WLTP (2021: 115,9 Gramm pro Kilometer) unterschreitet das Unternehmen nach den vorläufigen Berechnungen 2022 seinen Flottenziel-Grenzwert von 127 Gramm pro Kilometer um 22 Gramm, so BMW in einer aktuellen Mitteilung.

Mancher wird sich vielleicht wundern: Liegt der Grenzwert nicht bei 95 Gramm CO2 je Kilometer? Doch, das tut er. Der EU-weite Flottengrenzwert gilt allerdings nicht einheitlich für alle Hersteller. Er wird nach dem jeweiligen durchschnittlichen Fahrzeuggewicht auf die Hersteller aufgeteilt, sodass jeder Hersteller seinen eigenen Flottengrenzwert erhält. Liegt das durchschnittliche Fahrzeuggewicht eines Herstellers über dem EU-Durchschnitt (wie es etwa bei BMW der Fall ist), so fällt der Grenzwert des Herstellers entsprechend höher als der EU-weite Wert aus. Liegt das durchschnittliche Fahrzeuggewicht eines Herstellers unter dem EU- Durchschnitt (Beispiel Fiat), so liegt der Grenzwert des Herstellers entsprechend niedriger als der EU-weite Wert.

Das Ziel ist es, die Lasten der Verordnung gerecht auf die Fahrzeughersteller aufzuteilen. Hersteller größerer und damit schwererer Fahrzeuge müssen größere Anstrengungen unternehmen, um ihre Fahrzeuge auf ein bestimmtes Niveau zu bringen – dieser Nachteil der Hersteller größerer Fahrzeuge soll durch die gewichtsabhängige Verteilung der herstellerspezifischen Grenzwerte teilweise ausgeglichen werden. Weswegen insbesondere deutsche Hersteller, die im Durchschnitt deutlich schwerere Fahrzeuge auf den Markt bringen, von dieser Regelung profitieren.

E-Autos haben großen Anteil

Neben der weiter gestiegenen Effizienz der Fahrzeuge von BMW sei die Senkung der Emissionen auch auf die erfolgreiche Umsetzung der Elektrifizierungsstrategie zurückzuführen, so der Hersteller. Insgesamt konnte die BMW Group im Jahr 2022 weltweit mehr als 215.000 vollelektrische Fahrzeuge absetzen, was eine Steigerung zum Vorjahr von knapp 108 Prozent bedeutet. Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge am Gesamtabsatzvolumen lag im vergangenen Jahr bei fast 9 Prozent. Dieser Anteil soll 2023 auf 15 Prozent gesteigert werden. Spätestens im Jahr 2030 möchte die BMW Group mehr als 50 Prozent ihres Absatzvolumens mit vollelektrischen Fahrzeugen erzielen. Zudem plant die BMW Group bis 2030 über den gesamten Lebenszyklus – Lieferkette, Produktion und Nutzungsphase – eine Reduzierung der CO2-Emissionen um mindestens 40 Prozent pro Fahrzeug im Vergleich zum Jahr 2019.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 26.01.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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