„Klar auf Kurs“: BMW steigert Absatz und Gewinn

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Die BMW Group setzt ihren profitablen Wachstumskurs in volatilem Geschäftsumfeld fort. Erneut hat das Unternehmen seine Position im weltweiten Premiumsegment behauptet und mit 621.699 Fahrzeugen im dritten Quartal sowie 1.836.563 Einheiten per September (Q3 2022: 587.744 Einheiten / +5,8 Prozent; 2022: 1.747.838 Einheiten / +5,1 Prozent) ein solides Absatzplus erzielt, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung.

Für das Gesamtjahr plant das Unternehmen unverändert mit einer EBIT-Marge im Automobilsegment im Korridor von 9 bis 10,5 Prozent und einem soliden Wachstum der Auslieferungen. Zuwächse generieren sollen vorwiegend höherpreisige Modelle und vollelektrische Fahrzeuge. Der für das gesamte Jahr geplante Anteil der batterieelektrischen Fahrzeuge am Gesamtabsatz von 15 Prozent wurde im dritten Quartal mit 15,1 Prozent erreicht (2022: 8,9 Prozent / +69,7 Prozent). Im Neunmonatszeitraum verdoppelte sich der E-Auto-Anteil beinahe, auf 13,4 Prozent (2022: 7,3 Prozent / +83,6 Prozent).

Unser drittes Quartal zeigt einmal mehr: Starke Produkte sorgen für starke Nachfrage – und das bei allen Antriebstechnologien. Damit sind wir klar auf Kurs für unsere im August angehobenen Jahresziele“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Oliver Zipse, bei der Vorstellung der Quartalszahlen. „Parallel zum erfolgreichen Geschäft der Gegenwart stellen wir die Weichen für morgen: Mit dem BMW Vision Neue Klasse haben wir auf der IAA Mobility nicht weniger als die Zukunft des Automobils gezeigt. So bringen wir die Mobilität für das nächste Jahrzehnt schon 2025 auf die Straße.“

Im dritten Quartal hielt der Wachstumstrend für BMW in vielen der weltweiten Automobilmärkte an: Im Vergleich zum Vorjahr entspannte sich die Versorgungssituation, die Nachfrage nach Automobilen konnte wieder besser bedient werden. Die Auslieferungen der BMW Group lagen in den Hauptregionen Amerika und Europa im Plus und erreichten in Asien das Vorjahresniveau. Während in Deutschland und in Europa deutliche Zuwächse zu verzeichnen waren (Europa: 221.735 Einheiten / +12,9 Prozent; Deutschland: 68.569 Einheiten / +12,4 Prozent), erzielte der US-amerikanische Markt mit 92.218 Auslieferungen ein solides Wachstum von 7,7 Prozent (2022: 85.631 Einheiten).

In China erzielte die BMW Group im dritten Quartal Auslieferungen von 210.659 Automobilen (2022: 214.565 Einheiten / -1,8 Prozent). Von Januar bis September legte die Marke BMW auf dem chinesischen Festland um +3,4 Prozent zu und wuchs damit stärker als der Gesamtmarkt (+2,4 Prozent). Die gesamten Auslieferungen der BMW Group stiegen in China per September auf 603.920 Fahrzeuge (594.089 Einheiten / +1,7 Prozent). In dem geringeren Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum machte sich der Modellwechsel bei der Marke Mini bemerkbar.

E-Autos bleiben Wachstumstreiber

Am stärksten erhöhten sich die Auslieferungen der batterieelektrischen Modelle. Von Juli bis September setzte die BMW Group 93.931 vollelektrische Fahrzeuge ab (2022: 52.305 Fahrzeuge / +79,6 Prozent). Im Zeitraum Januar bis September verdoppelten sich die Elektroauto-Auslieferungen mit 246.867 Einheiten nahezu (2022: 128.195 Automobile / +92,6 Prozent). Das Absatzplus bei Letzteren rührt wesentlich von der Marke BMW, deren E-Autos im Neunmonatszeitraum um 119,3 Prozent zulegten.

Das Unternehmen verfolgt konsequent die weitere Elektrifizierung seines Portfolios: Mit dem Start des neuen BMW i5 als Limousine und Kombi sowie dem kommenden Rolls-Royce Spectre kann es nun bei allen drei Premiummarken sowie in den wesentlichen Segmenten mindestens ein vollelektrisches Modell vorweisen. Bereits 2024 soll jedes fünfte Neufahrzeug des Unternehmens ein Elektroauto sein, 2025 jedes vierte.

Leichter Anstieg der Konzernumsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns legten im dritten Quartal leicht auf 38,5 Milliarden Euro (2022: 37,2 Milliarden Euro / + 3,4 Prozent) zu. Nach neun Monaten stiegen sie solide auf 112,5 Milliarden Euro (2022: 103 Milliarden Euro / +9,2 Prozent). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) lag im dritten Quartal mit 4,06 Milliarden Euro (2022: 4,1 Milliarden Euro / -0,9 Prozent) auf Vorjahresniveau.

Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns betrugen nach neun Monaten 5,2 Milliarden Euro (2022: 4,9 Milliarden Euro / +6,7 Prozent) und stiegen solide gegenüber dem Niveau des Vorjahres. Neben dem Entwicklungsaufwand für neue Modelle wie der neuen BMW 5er Reihe und die künftigen Elektro-Modelle der Neuen Klasse flossen F&E-Leistungen vor allem in die weitere Elektrifizierung sowie Digitalisierung der Fahrzeugflotte und in automatisiertes Fahren. So findet in diesem Jahr der Roll-out des innovativen Betriebssystems „BMW Operating System 9“ statt. Die teilautomatisierten („hands-free“) Fahrfunktionen Level 2+ in der neuen 5er Reihe und die hochautomatisierten Level 3-Funktionen sind zudem vorangetrieben worden.

Die Investitionen der BMW Group stiegen nach neun Monaten deutlich auf 5,1 Milliarden Euro (2022: 4,7 Milliarden Euro / +8,5 Prozent). Die höchsten Aufwendungen lösten die Elektrifizierungsbaukästen der fünften und sechsten Generation sowie der Werksaufbau im ungarischen Debrecen aus.

Wir steuern unser Kerngeschäft auf einem langfristigen und profitablen Wachstumskurs. Dafür investieren wir umfassend in unsere Zukunft: Wir digitalisieren und elektrifizieren unsere Produkte und entwickeln das gesamte Unternehmen in eine neue Dimension. Wir stärken unsere Innovationskraft und schaffen Wert für unsere Anteilseigner. Die solide Kundennachfrage zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Finanzvorstand Walter Mertl.

BMW Group bestätigt Jahresprognose

Im Vorjahresvergleich rechnet die BMW Group wie bisher mit einem Wachstum auf den weltweiten Automobilmärkten. In Europa und den USA sei gegenwärtig von robust wachsenden Märkten auszugehen. In China erwartet BMW allenfalls ein leichtes Wachstum des Automobilmarkts. Für den Rest des Jahres erwartet das Unternehmen eine stabile Geschäftsentwicklung und bestätigt seine Prognose für das Geschäftsjahr 2023 für alle Segmente. Dies setzt voraus, dass sich die geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen nicht deutlich verschlechtern.

Das Konzernergebnis vor Steuern werde deutlich zurückgehen. Im Vorjahr war der positive Einmaleffekt von rund 5 Milliarden Euro aus der Vollkonsolidierung von BMW Brilliance enthalten. Ohne Berücksichtigung des Einmaleffekts im Konzernergebnis vor Steuern im Jahr 2022 würde das Konzernergebnis vor Steuern im Jahr 2023 über Vorjahr liegen. Die genannten Ziele werden mit einer leicht steigenden Mitarbeiterzahl von knapp 150.000 Menschen erreicht.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 03.11.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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