BMW und Mercedes starten gemeinsames China-Joint-Venture

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Daniel Krenzer
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Vor wenigen Tagen ist Beijing Ion Qi New Energy Technology offiziell gegründet worden. Das bereits zuvor angekündigte Joint Venture der beiden deutschen Autohersteller BMW und Mercedes hat zum Ziel, auf dem chinesischen Markt ein Hochgeschwindigkeitsladenetzwerk aufzubauen. Bis Ende 2026 plant das Joint Venture den Bau von mehr als 1000 besonders fortschrittliche Schnellladestationen sowie etwa 7000 weitere Schnellladestationen in China. „Die erste Serie von Ladestationen soll 2024 in den wichtigsten Städten für mit neuen Energien angetriebene Fahrzeuge in China in Betrieb genommen werden, die weiteren Stationen sollen in Städten und anderen Regionen des Landes errichtet werden“, heißt es in einem aktuellen Bericht hierzu von CarNewsChina.

Vom Fachmedium wird das gemeinsame Engagement der beiden deutschen Autobauer als eindeutiges Zeichen für ein tieferes Engagement auf dem Elektroautomarkt in China gewertet. Vor allem BMW konnte zuletzt seine Absatzzahlen von Elektroautos in China deutlich steigern. Der chinesische Markt gilt derzeit neben dem der USA als der weltweit für die Hersteller bedeutendste.

Das BMW-Projekt für Schnellladestationen wurde bereits im August 2023 gestartet. Die Hochleistungsladesäulen unterstützen eine maximale Ladeleistung von 600 Kilowatt. Bis Ende Januar 2024 wurden laut CarNewsChina 54 Stationen gebaut, die inzwischen 17 Großstädte in China abdecken und für Elektroautos aller Marken zugänglich sind.

Mercedes setzt weiterhin auch auf Verbrenner

Zudem weist das Fachmedium darauf hin, dass Mercedes-Benz in China seine Produktstrategie des dualen Fokus auf Kraftstoff- und Elektrofahrzeuge fortsetzen werde und mehr als 15 neue Produkte der nächsten Generation einführen will, während gleichzeitig die Elektrifizierung der gesamten Produktpalette vorangetrieben und die kraftstoffbetriebenen Produkte modernisiert werden sollen. Auch BMW stellt sich im Vergleich zu vielen anderen europäischen Herstellern vergleichsweise technologieoffen auf, auch wenn der Fokus klar auf den vollelektrischen Modellen liegt.

Mercedes-Benz hatte jüngst seine Erwartungen in Sachen Elektrifizierung zurückgeschraubt. Statt einen elektrischen Absatzanteil von bis zu 100 Prozent erwartet der Stuttgarter Autobauer jetzt nur noch einen Anteil von bis zu 50 Prozent bis zum Jahr 2030, wie wir bereits berichtet haben. Für das laufende Jahr soll der Elektro-Anteil bei etwa 19 bis 21 Prozent des Neuwagenabsatzes liegen. Im vergangenen Jahr erreichte Mercedes-Benz einen Elektroauto-Anteil von lediglich zwölf Prozent an den insgesamt rund zwei Millionen ausgelieferten Pkw.

Quelle: CarNewsChina – „Mercedes-Benz and BMW joint venture set to expand EV charging network in China“

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Daniel Krenzer

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Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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