BMW startet Bau von Batteriefabrik in Thailand

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Mit einer gemeinsamen Spatenstichzeremonie von Produktionsvorstand Milan Nedeljković, Vertretern der thailändischen Regierung und dem deutschen Botschafter in Thailand, Ernst Reichel hat der Autohersteller BMW den Startschuss für die Bauarbeiten zum Aufbau einer eigenen lokalen Fertigung für Hochvoltbatterien der fünften Generation gegeben. Damit befähigt die BMW Group ihren Produktionsstandort in Rayong für die Fertigung von vollelektrischen Fahrzeugen. Die lokale Elektroauto-Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2025 beginnen.

Die lokale Hochvoltbatterie-Fertigung in Rayong ist ein konsequenter nächster Schritt für die weitere Elektrifizierung unseres Produktionsnetzwerks. Wir setzen auch hier auf unser Prinzip Local-for-Local und unterstützen damit die wirtschaftliche Entwicklung, Beschäftigungsmöglichkeiten und Wissenstransfer in Thailand bzw. der ASEAN-Region“, betonte Milan Nedeljković, Produktionsvorstand der BMW AG, anlässlich des Spatenstichs.

Die künftige Hochvoltbatterie-Montage erstreckt sich über 4000 Quadratmeter und stelle eine wichtige Erweiterung der Geschäftstätigkeit der BMW Group Manufacturing Thailand dar, so BMW in seiner Mitteilung. In der neuen Fertigungsanlage werden demnach importierte Batteriezellen zu Modulen zusammengebaut und im Anschluss in die Hochvoltbatterie integriert. Die BMW Group hat mehr als 1,6 Milliarden Baht (rund 42 Millionen Euro) in dieses Projekt investiert.

Bereits seit 2019 produziert BMW in Thailand mit einem Kooperationspartner Hochvoltbatterien für lokal gefertigte Plugin-Hybrid-Modelle. Das BMW Group Werk Rayong produziert etwa zwei Dutzend Modelle von BMW, Mini und BMW Motorrad und exportiert sie auch in verschiedene ASEAN-Märkte. 2023 wurden im Werk Rayong mehr als 12.000 Automobile und knapp 11.000 Motorräder gefertigt. Zum Vergleich: In seinem Stammwerk in München montiert BMW gut 200.000 Autos pro Jahr – und ab 2027 nur noch Elektroautos.

Für die Mitarbeitenden werden umfangreiche Schulungsprogramme im weltweiten Produktionsnetzwerk durchgeführt, so auch in Thailand. Mit dem Wissenstransfer zielt BMW darauf ab, die technischen Fähigkeiten der Mitarbeiter vor Ort zu verbessern. Neben der Förderung der individuellen Weiterentwicklung ihrer Belegschaft engagiert sich die BMW Group auch für den Fortschritt Thailands und den weltweiten Wandel hin zu ressourcenschonenderen Mobilitätslösungen. In diesem Jahr werden die BMW Group und UNICEF in Thailand zusammenarbeiten, um die Karrierewege junger Menschen durch ein gezieltes MINT-Bildungsprogramm, Qualifizierungstraining und Berufsberatung zu verbessern.

Aktuellen Berichten zufolge plant auch E-Auto-Branchenprimus Tesla den Aufbau einer Produktionsstätte in Thailand.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 04.03.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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