BASF fasst Lausitz für Aufbau einer Batterie-Fabrik ins Auge

BASF fasst Lausitz für Aufbau einer Batterie-Fabrik ins Auge
Copyright:

Symbolbild | BASF SE

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Dass die BASF auf dem Batteriemarkt mitspielen will zeichnet sich als zunehmend realistischer ab. Geht es nach einem Bericht in der Automobilwoche spielt die BASF mit dem Gedanken, in der von der Braunkohle geprägten Lausitz, eine Batterie-Fabrik zu eröffnen. Aktuell werde der Bau einer Produktionsanlage für den Standort Schwarzheide geprüft, dies teilte der Geschäftsführer der BASF Schwarzheide GmbH, Jürgen Fuchs, mit.

Standort Schwarzheide für BASF in Europa von großer Bedeutung

Nach Angaben des Chemie-Konzerns ist der Standort Schwarzheide eine der größten Produktionsstätten der BASF in Europa. Derzeit werden am Lausitzer Standort unter anderem Basislacke und Kunststoffe für die Automobilindustrie, Wirkstoffe für Pflanzenschutzmittel und Schaumstoffe für Sportschuhe und Matratzen hergestellt.

Im vergangenen Jahr hatte BASF nach eigenen Angaben 148 Millionen Euro in die Instandhaltung und Erweiterung von Produktionsanlagen und die Modernisierung der Infrastruktur investiert.

BASF investiert in grüne Energie

An seinem Standort in Südbrandenburg will die BASF zudem langfristig einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. Mit diesem Investment soll unter anderem das das standorteigene Kraftwerk modernisiert werden. Hierdurch wird es nicht nur möglich erneuerbarer Strom in der Produktion einzusetzen, sondern man sei auch in der Lage den Strom ins Netz mit einzuspeisen.

Vor diesem Hintergrund plant das Unternehmen, in größerem Umfang neue Stellen zu schaffen. Eine genaue Zahl nannte das Unternehmen noch nicht.

BASF denkt über nachhaltige Beschaffung von Batterie-Materialien nach

Brudermüller zufolge wird „viel zu wenig beachtet“, wie es um die Verfügbarkeit der Batteriematerialen in Europa steht und der dafür notwendigen Rohstoffe, also Nickel, Kobalt und Mangan. „Diese Materialien stehen heute stark unter der Kontrolle der Chinesen, deshalb sollten wir uns für die Zukunft den Zugang sichern“, sagte Brudermüller. Vor allem in Russland gebe es viel Potenzial, was die Rohstoffe betrifft, weshalb BASF hierbei mit dem russischen Bergbauunternehmen Norilsk Nickel kooperieren will.

Für die BASF ist die Entwicklung der Automobilindustrie in Richtung E-Mobilität eine Gute. Denn dies bedeutet, dass der Wert der Chemieprodukte im Auto steige und damit auch der potenzielle Umsatz der BASF in den Fahrzeugen. Man werde sich hierbei allerdings nicht nur auf die Batterie konzentrieren, denn beispielsweise auch Lacke, die die Strahlung reflektieren, könnten ein Thema sein.

Quelle: Automobilwoche – Batterieproduktion in der Lausitz: BASF prüft Fabrik in Schwarzheide

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Zwei Milliarden Verlust – ZF hält E-Mobilität-Kurs trotzdem

Zwei Milliarden Verlust – ZF hält E-Mobilität-Kurs trotzdem

Sebastian Henßler  —  

ZF Friedrichshafen hält an der Fertigung von E-Motoren fest – trotz Milliardenverlusten und schwacher Nachfrage nach E-Autos. Hunderte Stellen fallen weg.

Solarzellen im Auto: Studie zeigt enormes Einsparpotenzial

Solarzellen im Auto: Studie zeigt enormes Einsparpotenzial

Sebastian Henßler  —  

Forscher:innen haben 1,3 Millionen Fahrkilometer ausgewertet. Ihr Ergebnis: Solarmodule im Fahrzeug senken den externen Strombedarf pro Kilometer deutlich.

T&E: Deutsche Vorschläge zu CO2-Grenzwerten könnten Milliarden kosten

T&E: Deutsche Vorschläge zu CO2-Grenzwerten könnten Milliarden kosten

Tobias Stahl  —  

T&E warnt vor einer weiteren Aufweichung der CO2-Flottengrenzwerte. Die Vorschläge der Bundesregierung würden Milliarden kosten und Arbeitsplätze gefährden.

Prognose bis 2030: Starker Einbruch der Pkw-Produktion in Westeuropa

Prognose bis 2030: Starker Einbruch der Pkw-Produktion in Westeuropa

Daniel Krenzer  —  

Deutschland und Großbritannien sind extrem stark betroffen. Ein Gewinner ist Spanien – das zuletzt Milliarden in die E-Mobilität investiert hat.

Europa braucht mehr Mut, nicht mehr Verbrenner

Europa braucht mehr Mut, nicht mehr Verbrenner

Daniel Krenzer  —  

Wegen vermeintlichen Wählerwillens klammern sich politische Kräfte zunehmend an den Verbrenner. Doch das läutet den Tod der europäischen Automobilindustrie ein.

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

Daniel Krenzer  —  

T&E warnt: Weicht die EU das Verbrenner-Aus weiter auf, könnten 34 Batteriefabriken in Northvolt-Größe verloren gehen – ein Milliardendesaster.

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Wolfgang Gomoll  —  

Allein der Gedanke, chinesische Autos in deutschen Werken zu produzieren, schlägt derzeit hohe Wellen. Allerdings überwiegen die Chancen den Risiken.