Bald 200 Wasserstoff-Taxis in Berlin mit Uber unterwegs

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Toyota

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Die Alltagstauglichkeit von Wasserstoff-Elektrofahrzeugen soll das gemeinsame Pilotprojekt „H2 Moves Berlin“ von Toyota Deutschland, Anglo American sowie der SafeDriver Group mit ENNOO aktuell in Berlin zeigen, berichtet Toyota in einer entsprechenden Pressemitteilung. Mit der „bundesweit größten Wasserstoffflotte in der gewerblichen Personenbeförderung“ will H2 Moves Berlin eine nachhaltige und emissionsfreie Mobilitätsoption bieten und eine breite Akzeptanz für die alternative Antriebstechnik schaffen. Aktuell seien bereits 50 Toyota Mirai auf den Berliner Straßen unterwegs, in den kommenden Monaten werde die Flotte auf bis zu 200 Fahrzeuge ausgebaut.

Große Reichweite, kurze Tankzeiten: In der Personenbeförderung spielen laut Toyota Wasserstoff-Fahrzeuge ihren besonderen Vorteil aus. Der Toyota Mirai komme pro Tankfüllung bis zu 650 Kilometer weit und eigne sich auch für lange Strecken und Dauereinsätze. Betankt würden die Fahrzeuge von H2 Moves Berlin schnell, sicher und einfach an den Wasserstoff-Tankstellen des Berliner Unternehmens H2 MOBILITY Deutschland.

In der Uber-App buchbar

„Unsere Fahrgäste sind bereits jetzt von dem nachhaltigen und komfortablen Mobilitätserlebnis mit Wasserstoff begeistert, sagt Thomas Mohnke, Geschäftsführer der SafeDriver Group – und führt aus: „Die Fahrer:innen schätzen die Kombination aus der Fahrleistung eines Elektroautos mit der Reichweite und Tank-Geschwindigkeit eines Verbrenners.“

„H2 Moves Berlin schlägt ein neues Kapitel für die emissionsfreie Mobilität mit Wasserstoff auf“, ergänzt André Schmidt, Präsident von Toyota Deutschland. Und weiter: „Mit dem Pilotprojekt bauen wir nicht nur das Angebot um wasserstoffbetriebener Brennstoffzellenfahrzeuge in Berlin aus, sondern zeigen auch, wie alltagstauglich und effizient Modelle wie der Toyota Mirai speziell in der gewerblichen Personenbeförderung sind.“

„Brennstoffzellen sind eine Schlüsseltechnologie für emissionsfreie Elektrofahrzeuge, die wir brauchen, um die Dekarbonisierung im Verkehr voranzutreiben“, sagt Benny Oeyen, Executive Head of Market Development, Platinum Group Metals, bei Anglo American. „Als führender Produzent von Platin, unverzichtbarer Bestandteil von Brennstoffzellen, engagieren wir uns für die Einführung von wasserstoffbetriebenen Lösungen in der gesamten Branche. Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zum entstehenden Ökosystem des Wasserstofftransports“, erläutert er.

Projekt läuft zwei Jahre

Die Toyota Mirai seien über die Uber-App buchbar und können speziell mit der Option „Comfort Electric – Hochwertige Wasserstoff- / Elektrofahrzeuge“ bestellt werden.

Mit der Initiative wollen demnach die Partner gemeinsam der nachhaltigen Wasserstoffmobilität in Deutschland zum Durchbruch verhelfen. „Der breite Zugang zu den komfortablen, und reichweitenstarken wasserstoffbetriebenen Elektrofahrzeugen soll das enorme Potenzial dieser emissionsfreien Mobilitätslösung und deren Alltagstauglichkeit demonstrieren„, schreibt Toyota.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 20.04.2023

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Djebasch:

Nö da muss nur die Verbrenner Fraktion sagen mach gute Artikel oder ich streike meine Werbung.
BMW und Toyota haben reichlich Einfluss da Sie auch für viel Werbung bezahlen.

Ma():

Was mich sehr interessieren würde: Es ist noch gar nicht so lange her, das wurde Wasserstoff in Autos als gefährlich beschrieben. Dann gab es plötzlich viele Pro-Wasserstoff-Artikel in der Welt und von gefährlich war nicht mehr die Rede.

Da der Springer-Verlag ja heutzutage sein Geld nicht mehr in der Hauptsache mit Zeitungen verdient, stellte sich für mich die Frage, ob Springer in irgendeine Wasserstofffirma eingestiegen ist und deshalb Wasserstoff propagiert?
Oder hat sich das mit gefährlich erledigt?

Josef:

Prof. Fichtner von Helmholtz Institut Ulm ist Batterieforscher und hat früher an Brennstoffzellen und Wasserstoff geforscht…und dann aufgegeben.
Das schlagende Argument von Ihm ist folgendes…um die Menge an Benzin durch Wasserstoff zu ersetzen für eine Tankstelle müssen ca. 64 LKW mit Hochdruckbehälter täglich liefern.
Der logistische Wahnsinn ist nicht zu leisten…zu Mios von anderen Argumenten die gegen Wasserstoff sprechen.
Alle Dichtungen werden durch den hochoxidativen H2 angegriffen und müssen ständig geprüft werden etc. etc….

Marc:

Gut, den Fahrern ist es sicher egal, wer diese alberne Technik sponsert. Wenn der Versuch zu Ende ist, wird die Anzahl der Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb in diesem Bereich exakt auf Null gehen. Gut, vielleicht auf eins. Irgendeinen Sonderling gibt es ja immer.

rabo:

u.a. weil man ihn (den Wasserstoff) auf diese Weise speichern kann. Er kann dann im Bedarfsfall – z.B. an H2 Tankstellen – sofort zur Verfügung stehen, um damit Elektromotoren zu betreiben, stationär oder in einem FCEV. Außerdem gibt es Wasserstoff unbegrenzt, und er kann überall hergestellt werden
Batterien (12 bis 800 V) für BEVs hingegen werden derzeit leider immer noch oft mit Braunkohlestrom geladen. Außerdem sind sie in der Herstellung problematisch.
Beide Systeme werden ihre idealen Anwendungsbereiche haben.

Djebasch:

Dir ist schon bewusst das wir in Deutschland am TAG 187Millionen Liter Treibstoff verbrauchen!
NUR IN DEUTSCHLAND!
Und wenn du mal deine Tollen Projekte anschaust dann erzähl uns mal wie viele davon Finanziert, Gebaut und bereits Produzieren.
Und selbst wenn deine Tollen Zahlen existieren dann erzähl uns doch mal wieviel Liter Wasserstoff am Tag für EUROPA zur Verfügung stehen und das bitte bis 2035 denn bis dahin brauchen wir eine 100% Abdeckung!

Djebasch:

Dir ist aber klar das Speichern von H2 aufgrund des Diffundieren höchst umstritten ist, selbst bei Hochdichten Tanks ist mit 2% Verlust zu Rechnen.
Dazu kommen riesige Kosten für Wandlung, Aufbewahrung und Transport.
Dazu muss alle 4 Jahre der Stack getauscht werden und alle 10 Jahre die Tanks.
Dazu Jährlich Dichtigkeitsprüfung usw.usw.
Wer gerne Geld loswerden möchte soll sich ein H2 Auto kaufen.
Bei Eautos wird man kaufen und losfahren und alle 2 Jahre zur Kontrolle.
Und sofern die Probleme mit den Bremsschreiben gelöst sind wozu soll man dann noch in die Werkstatt?

Johannes:

Ich hätte auch gerne einen Mirai. Brennstoffzellengerödel raus, eine gescheite Batterie reinbauen und der Rest ist ja ein normales E-Auto. Dabei wird die Karre wahrscheinlich sogar noch ein paar Kilo leichter.

Heiko:

jedes Fahrzeug, welches in Berlin von Uberfahrern benutzt wird, ist nach 2 … 3 Jahren
wertlos, insofern kann man sie für solche Zwecke gut verheizen. Genau so war es vorher mit den Überproduktionen von Fahrzeugen der Sharing Anbieter. Die sind nach kurzer Nutzungsdauer hinüber und können entsorgt werden.

Jakob Sperling:

Grüner Wasserstoff wird sicher nicht einfach „vorhanden sein“. Man muss ihn produzieren. Dafür gibt es auf der Welt ein paar Hundert Projekte, davon ein paar Dutzend riesige, welche mehr als 1 GW (~ 1 AKW) in H2 umwandeln werden.
Die gesamte sogenannte Projektpipeline für grünen Wasserstoff beträgt aktuell mehr als sagenhafte 1’000 Milliarden.

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