Baden-Württemberg gibt Millionen für Wasserstoff-Projekte

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Wolfgang Plank
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Um Baden-Württemberg als Technologie-Standort für Wasserstoff und Brennstoffzelle zu stärken, will sich das Land mit einem dreistelligen Millionenbetrag an der Finanzierung innovativer europäischer Projekte zur Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie und zum Aufbau einer industriellen Produktion beteiligen. Das hat die Landesregierung bekanntgegeben. Damit seien wichtige Voraussetzung geschaffen, um Fördergelder in Milliardenhöhe nach Baden-Württemberg zu holen, heißt es.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bezeichnete den Beschluss als „wegweisendes Signal für die klimafreundliche Zukunft der baden-württembergischen Industrie„. „Grüner Wasserstoff als Energieträger und die Brennstoffzelle als moderne und klimafreundliche Technologie sind von enormer Bedeutung für eine Zukunft„, ergänzte Umweltministerin Thekla Walker (Grüne). Der jüngste Kabinettsbeschluss unterstreiche den herausragenden Stellenwert.

Mit Unterstützung der Landesregierung sollen so genannte „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) umgesetzt werden, die die Bundesministerien für Wirtschaft und Verkehr als förderwürdig eingestuft haben. Der Bund will sich seinerseits mit knapp sechs Milliarden an den Projekten beteiligen. Ob die baden-württembergischen Vorhaben tatsächlich den Zuschlag bekommen und realisiert werden können, ist aber noch nicht entschieden. Auch die genaue Höhe der Förderung wird erst am Ende eines Prüfverfahrens festgelegt, das alle Projekte durchlaufen müssen.

An IPCEI Wasserstoff sind 23 europäische Länder beteiligt, die eng beim Aufbau eines europäischen Wasserstoffmarktes zusammenarbeiten. Insgesamt seien 230 Projektskizzen beim Bund eingegenagen, heißt es. Aus diesen hätten die Bundesministerien 62 ausgewählt – sechs davon in Baden-Württemberg. Die zur Förderung ausgewählten Projekte sollen möglichst schon Anfang 2022 bewilligt werden. Der Projektzeitraum reicht bis 2026.

Das Land sei sich der ökologischen und ökonomischen Chancen, die der Aufbau einer modernen Wasserstoff-Wirtschaft biete, bereits seit langem bewusst, sagte Umweltministerin Walker. „Baden-Württemberg ist ein Klimaschutzland und soll deshalb auch ein Spitzenstandort für die Wasserstoffwirtschaft werden.“ Dafür müssten gemeinsam mit Wissenschaft und Wirtschaft die richtigen Rahmenbdingungen geschaffen werden.

Quelle: Landesregierung Baden-Württemberg – Pressemitteilung vom 6. Juli 2021

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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