Arrival veröffentlicht weitere Details zu seinem Elektrotransporter

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Arrival

Michael Neißendorfer
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Das britische E-Fahrzeug-Start-up Arrival hat Neuigkeiten zu seinem Elektrotransporter vorgestellt, mit dem in diesem Sommer die ersten öffentlichen Pilotprojekte mit wichtigen Kunden beginnen sollen. Der Van von Arrival wurde zusammen mit Fahrern und Betreibern entwickelt, um die Funktionalität für den Einsatz in der realen Welt zu maximieren, teilt der Hersteller mit. Das Start-up setze auf fortschrittliche Technologien im gesamten Fahrzeug, um Kunden ein besseres vernetztes Erlebnis bieten zu können und Betreibern die Daten- und Flottenmanagement-Tools zur Verfügung zu stellen, die sie zur Optimierung für den Betrieb einer Flotte benötigen. Unter den ersten Kunden ist der Logistikdienstleister UPS. Er hat bereits 10.000 Arrival-Transporter bestellt.

Der Elektrotransporter soll dem Datenblatt zufolge in vier verschiedenen Längen zwischen 5,1 m und 6,5 m erhältlich sein und in drei Höhenvarianten in insgesamt acht verschiedenen Ausführungen. Beim Akku setzt Arrival auf modular flexible Batteriepakete zwischen 44 kWh und 133 kWh und bis zu 340 Kilometer Reichweite im WLTP-Zyklus. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h, die maximale Ladeleistung DC bei 120 kW und AC bei 11 kW.

Arrival-Elektrotransporter-Cockpit
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Der leichte Aluminiumrahmen und die proprietären Karosserieteile aus Verbundwerkstoff verringern dem Hersteller zufolge das Gewicht des Fahrzeugs erheblich. Dies maximiere die Reichweite, minimiere die Häufigkeit und die Kosten von Reparaturen und verlängere die Lebenserwartung des Elektro-Lieferwagens. Die Nutzlast liege bei bis zu zwei Tonnen, und pro Meter Fahrzeuglänge stehen laut Arrival etwa 2,4 Kubikmeter Ladevolumen zur Verfügung. Für das gut 5,8 Meter lange und 2,7 Meter hohe Modell H3L3 etwa liege das Ladevolumen bei 14 Kubikmeter.

Arrival-Elektrotransporter-Laderaum
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Da Liefervans Tag für Tag ausgiebig von den Fahrern genutzt werden, biete Arrival ein neues Maß an Komfort, wie es normalerweise bei Luxus-Pkw der Fall sei – einschließlich beheizter Sitze, unabhängiger Vorder- und Hinterradaufhängung, Klimaanlage und einen 15,6-Zoll-Touchscreen-Bildschirm. Darüber hinaus seien die Fahrzeuge so konzipiert, dass sie die Sicherheit und das Wohlbefinden von Fahrern und anderen Verkehrsteilnehmern auf unseren Straßen und Wegen mithilfe fortschrittlicher Technologien maximieren. ADAS-Funktionen wie digitale E-Spiegel, eine 360-Grad-Rundum-Ansicht, erweiterte Notbremsung, Überwachung des toten Winkels, Verkehrszeichenerkennung und Spurhalteassistent seien für alle Fahrzeug-Varianten verfügbar.

Der Arrival Van geht im Sommer in die ersten Pilotprojekte und werde voraussichtlich im dritten Quartal 2022 seine Serienproduktion starten.

Quelle: Arrival – Pressemitteilung vom 03.03.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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