Umstrukturierung: 9000 Jobs bei Nissan bedroht

Umstrukturierung: 9000 Jobs bei Nissan bedroht
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Nissan

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Nissan hat angekündigt, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um seine Performance zu verbessern und das Unternehmen widerstandsfähiger zu machen. Angesichts der schwierigen Lage will Nissan durch Einsparungen und eine optimierte Struktur langfristig ein nachhaltiges Wachstum sicherstellen. Der Fokus liegt dabei auf einer schlanken Organisation, die sich schnell an Marktveränderungen anpasst. Das Ziel ist es, bis zum Geschäftsjahr 2026 profitabel zu arbeiten, selbst bei einem geplanten Jahresabsatz von 3,5 Millionen Autos.

Im Mittelpunkt steht die Umsetzung des Geschäftsplans The Arc, ergänzt durch Kooperationen mit Renault, Mitsubishi und Honda. Diese Partnerschaften sollen die Investitionseffizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Produkte stärken. Nissan plant, die Fixkosten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 um 300 Milliarden Yen (ca. 1,83 Milliarden Euro) und die variablen Kosten um 100 Milliarden Yen (ca. 610 Millionen Euro) zu senken. Parallel soll der freie Cashflow erhalten bleiben. Dies soll durch die Verrringerung der weltweiten Produktionskapazitäten um 20 Prozent und den Abbau von 9000 Stellen weltweit erreicht werden. Weitere Maßnahmen umfassen Kostensenkungen im Bereich Vertrieb, Verwaltung und Produktion sowie eine Optimierung des Anlagenportfolios und gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung.

CEO Makoto Uchida hat angekündigt, ab November 2024 freiwillig auf 50 Prozent seines Gehalts zu verzichten. Auch die übrigen Vorstandsmitglieder werden vergleichbare Gehaltskürzungen vornehmen. Dies soll ein klares Signal für den Ernst der Lage und die Bereitschaft zur Verantwortung sein.

Ein weiteres strategisches Ziel ist die Markteinführung neuer Modelle, die den Fokus auf New-Energy-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride legt. Besonders in China und den USA sollen diese Modelle vorangetrieben werden, um den Absatz pro Modell zu steigern und die Effizienz zu verbessern. Nissan plant zudem, die Entwicklungszeit für neue Modelle auf 30 Monate zu verkürzen.

Mit diesen Schritten möchte Nissan nicht nur Kosten senken, sondern sich gleichzeitig fit für die Zukunft machen. Die Konzentration auf Profitabilität, Cashflow und strategische Partnerschaften steht dabei im Mittelpunkt, um das Unternehmen langfristig stabil und wettbewerbsfähig zu halten.

Quelle: Automobilwoche – „Extrem schwierige Situation“: Nissan streicht 9000 Jobs und verkauft Mitsubishi-Anteile / Nissan – Pressemitteilung vom 07.11.2024

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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