1.500 Brennstoffzellen-LKW von HYZON bis 2026 in Neuseeland unterwegs

1.500 Brennstoffzellen-LKW von HYZON bis 2026 in Neuseeland unterwegs
Copyright:

Hyzon Motors

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Hyzon Motors wird bis 2026 1.500 mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betriebene, emissionsfreie schwere Lkw nach Neuseeland bringen. Parallel dazu wird das neuseeländische Unternehmen Hiringa Energy die landesweite Infrastruktur für die Wasserstoffbetankung ausbauen. Die mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betriebenen Lkw, die in Hyzons Werk in Winschoten, Niederlande, zusammengebaut werden, werden in voller Übereinstimmung mit den lokalen neuseeländischen Anforderungen hergestellt und die erste Charge von Fahrzeugen wird voraussichtlich bis Ende 2021 in Neuseeland in Betrieb genommen.

Die Fahrzeuglieferungsvereinbarung baut auf der Unterzeichnung eines Heads of Agreement zwischen den beiden Unternehmen im August 2020 auf und setzt Hyzon und Hiringa auf einen ehrgeizigen Weg zur Dekarbonisierung des neuseeländischen Schwertransportsektors durch die Zusammenarbeit bei der Wasserstoffinfrastruktur und dem Einsatz von schweren Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen.

Damit geht Hyzon einen wichtigen Schritt zum selbstgesteckten Ziel Fahrzeuge für den Masseneinsatz auf die Straße zu bringen. Im speziellen Lastwagen und Busse, um die nachgelagerte Nutzung der Wasserstoffproduktion im großen Maßstab zu unterstützen. Dabei stellt sich das Unternehmen einer der größten Herausforderungen des Brennstoffzellen-Antriebs – das typische Henne-Ei-Problem. Sprich, Stückzahlen werden benötigt, um Kosten zu senken.

Dies versucht Hyzon nun zumindest teilweise mit Partnern wie Hiringa gemeinsam anzugehen. So werden Hyzons Brennstoffzellen-LKW mit grünem Wasserstoff betrieben, der durch Hiringas landesweite Betankungsinfrastruktur geliefert wird. Das Netzwerk soll 2021 den Betankungsbetrieb aufnehmen und bis 2022 auf acht Wasserstofftankstellen auf der Nord- und Südinsel Neuseelands erweitert werden, um 100% der Nordinsel und 82% der Schwerlastrouten auf der Südinsel zu bedienen.

„Wir sehen Neuseeland als einen attraktiven Markt für den Einsatz unserer Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie. Das von Hiringa entworfene Wasserstoffversorgungsnetz ist ein Schlüssel für die Umsetzung unserer Dekarbonisierungsstrategie. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, Neuseeland als globalen Vorreiter bei der Einführung der emissionsfreien Schwerfahrzeugtechnologie zu positionieren, und wir freuen uns, bei diesem Übergang eine wichtige Rolle zu spielen. Der Einsatz von 1.500 Brennstoffzellen-Lkw bis 2026 wird einen massiven Beitrag zu den lokalen Dekarbonisierungsbemühungen leisten.“  – Craig Knight, Chief Executive Officer von Hyzon Motors

Andrew Clennett, Chief Executive Officer von Hiringa, äußerte sich wie folgt: „Dies ist der nächste Schritt in unserer Strategie, bis 2026 mehr als 1.500 schwere FCEVs einzuführen; zusammen mit unseren Partnern treiben wir die Kosten für die Technologie nach unten und ermöglichen den Neuseeländern eine breite Akzeptanz von emissionsfreiem Schwerlastverkehr.“

Quelle: HYZON Motors – Pressemitteilung vom 17. Februar 2021

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.