Zukunftssicherung des Opel-Stammwerks Rüsselsheim: Bereit für die Elektromobilität

Zukunftssicherung des Opel-Stammwerks Rüsselsheim: Bereit für die Elektromobilität
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Opel

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Das Werk in Rüsselsheim ist bereit für das Zeitalter der Elektromobilität: Das Team am Opel-Stammsitz treibt die umfangreichen Arbeiten zur Implementierung der elektrifizierten EMP2-Plattform mit Hochdruck voran. „Jetzt hält die Zukunft der Mobilität Einzug in unser Werk in Rüsselsheim. Das ist ein wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung des Standorts“, sagt Opel-Chef Michael Lohscheller.

Werksleiter Michael Lewald ergänzt, dass die Mitarbeitenden vor Ort in den vergangenen Monaten „einen hervorragenden Job gemacht“ haben, um den Aufbau der weiterentwickelten EMP2-Plattform in dieser kurzen Zeit zu ermöglichen. „Wir freuen uns sehr auf die elektrische Zukunft“, so der Werksleiter. In allen Bereichen des Werks wurden umfangreiche Arbeiten durchgeführt; dafür sei ein ein signifikanter Millionenbeitrag investiert worden, wie Opels Konzernmutter Stellantis mitteilt.

In der Lackiererei wurde beispielsweise die Zweifarbenlackierung aufgebaut und der sogenannte 3-Wet-Prozess eingeführt, ein besonders emissionssparendes Lackierungsverfahren. Im Karosseriewerk sind die Anlagen für die neuen Modelle im Gebäude K180 aufgebaut worden. Umfassende Veränderungen gab es auch in der Fertig- und Endmontage, in der unter anderem eine neue Hochzeit und eine neue Chassis-Linie aufgebaut wurden.

Zudem sind im Rüsselsheimer Werk fortan auch fahrerlose Transportsysteme im Einsatz, um den reibungslosen Material-Anlieferungsprozess effizient zu gewährleisten. Und alle künftig in Rüsselsheim produzierten Modelle werden auf einer komplett neuen Teststrecke geprüft. Die weitreichenden Neuerungen umfassen auch die IT-Systeme sowie die Logistikprozesse.

Opel-Rüsselsheim-Elektroautos-Montage
Opel

Die EMP2 (Efficient Modular)-Plattform ist eine flexible und effiziente Multi-Energy-Plattform, die für Fahrzeuge des C- und D-Segments verwendet wird. Dank ihrer hohen Modularität, gepaart mit variablen Fahrwerksparametern, werden viele Modellvarianten und damit eine große Freiheit bei der Markendifferenzierung ermöglicht.

Fahrzeuge mit herkömmlichem Verbrennungsmotor und elektrifizierte Fahrzeuge können dank der EMP2-Plattform auf derselben Linie produziert werden, was in der aktuellen Hochlaufphase der Elektromobilität ein wichtiges Maß an Flexibilität bringt: Die Produktion kann jederzeit auf die Wünsche der Kunden reagieren.

Die neue EMP2-Plattform ermöglicht dem Unternehmen die Einführung einer zweiten Produktionsschicht in Rüsselsheim. Diese soll im Herbst starten und ist ein wichtiger Schritt, um das Werk in die Zukunft zu führen. Durch die zweite Schicht werden noch in diesem Jahr rund 300 zusätzliche Stellen in der Fertig- und Endmontage entstehen, die intern mit Beschäftigten aus Bereichen des Unternehmens besetzt werden, die nicht ausreichend ausgelastet sind.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 17.06.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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