ZF: Klügere Bremsen für mehr Reichweite

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Wolfgang Plank
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ZF bestätigt seine Position als Technologie- und Systemlieferant für die Elektromobilität mit einem weiteren Serienauftrag: In den Modellen ID.3 und ID.4 sowie in der gesamten, global vermarkteten MEB-Plattform des Volkswagen-Konzerns wird serienmäßig die neueste Generation einer ZF-Bremsregelung eingesetzt. Das System erfüllt nicht nur hohe Sicherheitsstandards, sondern optimiert gleichzeitig die Rückgewinnung von Bremsenergie – und erhöht damit die Reichweite von rein elektrischen Fahrzeugen.

Der Auftrag für die neue ZF-Bremstechnologie umfasst mehrere Millionen Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns, darunter zunächst die Modelle ID.3 und ID.4. Mit einer optimierten Software-Schnittstelle lassen sich die Komponenten noch einfacher in die Elektronik-Architektur der Fahrzeuge einbinden und vernetzen, heißt es bei ZF. Zudem ersetze das System vormals mechanische Bauteile durch Software und unterstütze Fahrerassistenzfunktionen wie die automatische Notbremsung.

„Den Trend zur Elektromobilität decken wir mit unserer gesamten technologischen Breite ab – und das nicht nur in der Antriebstechnik“, sagt Vorstandschef Wolf-Henning Scheider. Der aktuelle Lieferauftrag von VW zeige, wie ZF einen Beitrag für mehr Reichweite von E-Autos leisten könne.

Technisch basiert die ZF-Regelung auf einer Kombination von elektronischem Bremskraftverstärker (EBB) und elektronischer Stabilitätskontrolle (ESC). Eingesetzt werden kann sie vom Kleinwagen bis zum SUV und sogar in leichten Nutzfahrzeugen. Im aktuellen Projekt ist das System Teil eines Software-Netzwerks. Laut ZF erfüllt es strenge Sicherheitsstandards der europäischen Verkehrssicherheits-Gesellschaft EuroNCAP. So erfordern etwa Funktionen wie die automatische Notbremsung einen stärkeren Boost, um die Bremskraft noch schneller und dynamischer bereitzustellen.

„Das ZF-Bremssystem kann die intelligente Integration in einem Elektroauto auf unterschiedliche Weise nutzen“, sagt Manfred Meyer, Leiter des Geschäftsfelds Aktive Sicherheit. So könne etwa auf eine mechanische Parksperre im Antrieb verzichtet werden, weil per Software das Fahrzeug im Parkmodus sicher von der elektrischen Parkbremse festgehalten werde. Das spare Gewicht und Kosten. Zusätzlich agiere das System so präzise vernetzt, dass während der Energierückgewinnung keine Änderung im Gefühl für das Bremspedal auftrete.

Unabhängig davon treibt ZF die Integration bei Pkw-Bremssystemen weiter voran. Mit der Integrated Brake Control (IBC) stellt der Konzern eine Lösung bereit, die sämtliche Funktionen in einer einzigen Komponente vereint. IBC kann die elektronische Stabilitätskontrolle, den Bremskraftverstärker sowie die Vakuumpumpe mit den dazugehörigen Kabeln, Sensoren, Schaltern und Steuergeräten ersetzen – und ermöglicht dennoch vollständiges regeneratives Bremsen.

Quelle: ZF – Pressemitteilung vom 27. Januar 2021

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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