Ein Jahr nach ihrer offiziellen Eröffnung ist die Woven City vor allem eines: ein Ort, an dem neue Technologien unter Alltagsbedingungen auf die Probe gestellt werden. Rund 30 Proof-of-Concept-Projekte laufen dort derzeit, durchgeführt gemeinsam mit Bewohner:innen und Partnerunternehmen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen unmittelbar in die Weiterentwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Technologien einfließen. Erprobung und Entwicklung greifen auf diese Weise direkt ineinander.
Hinter dem Vorhaben steht Woven by Toyota. Das Unternehmen hat die Stadt als Testumgebung für Mobilität, digitale Technologien und neue Dienstleistungen konzipiert und baut seine Aktivitäten dort seit dem Start kontinuierlich aus. Ein Proof of Concept dient grundsätzlich dazu, die Umsetzbarkeit einer Idee unter realen Bedingungen zu prüfen. In der Woven City geschieht das nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit Menschen, die vor Ort leben, und mit Firmen, die ihre Lösungen einbringen.
Inhaltlich decken die Projekte ein breites Spektrum ab. Es reicht von Mobilitäts- und Sicherheitslösungen über Anwendungen aus Robotik und künstlicher Intelligenz bis hin zur Energieversorgung. Gerade diese Bandbreite ist Teil des Konzepts, denn die Stadt soll unterschiedliche Fachrichtungen an einem Ort zusammenbringen. Wer dort testet, bewegt sich also nicht allein im eigenen Themenfeld, sondern in einem Umfeld, in dem Verkehr, Technik und Versorgung gleichzeitig eine Rolle spielen.

Der Betreiber beschreibt sein Projekt als „lebendes Labor“. Grundlage dafür ist ein Ansatz namens Kakezan. Gemeint ist die Multiplikation unterschiedlicher Stärken und Kompetenzen aus verschiedenen Branchen, aus der neue Werte entstehen sollen. Im Mittelpunkt steht somit das Zusammenwirken von Fachwissen, das aus ganz unterschiedlichen Industrien stammt. Die Stadt ist damit in erster Linie als Plattform angelegt, auf der Ideen im Austausch mit dem realen Leben weiterentwickelt werden.
Sieben neue Partner bringen frische Impulse
Parallel dazu wächst das Innovationsökosystem rund um die Stadt. Sieben weitere Unternehmen schließen sich dem Projekt als sogenannte „Inventors“ an. Damit sind nun insgesamt 31 Firmen an der Entwicklung und Erprobung neuer Lösungen innerhalb der Stadt beteiligt. Zusammen mit den Bewohner:innen bilden sie das Fundament der derzeit rund 30 laufenden Projekte. Jedes zusätzliche Mitglied erweitert das Spektrum an Kompetenzen, auf das die laufenden Vorhaben zurückgreifen können, und passt damit zum Gedanken des Kakezan.
Auch auf technischer Ebene geht die Entwicklung weiter. Für die nächste Generation der KI-Lösung „Woven City AI Vision Engine“ sind erweiterte Analysefunktionen für reale Verkehrs- und Alltagssituationen vorgesehen. Im Blick sind dabei Abläufe, wie sie im Straßenverkehr und im täglichen Leben der Bewohner:innen auftreten. Ziel ist es, auf dieser Basis neue Anwendungsfelder für KI-gestützte Dienste zu erschließen. Die Engine ist damit ein Baustein der technologischen Infrastruktur, die parallel zu den Projekten fortlaufend ausgebaut wird.
Die Weiterentwicklung der Analysetechnik fügt sich in die thematische Ausrichtung der bisherigen Projekte ein. Künstliche Intelligenz zählt ebenso zu den Schwerpunkten der Erprobungen wie Mobilität und Sicherheit. Mit einer leistungsfähigeren Auswertung realer Situationen erhält dieser Bereich ein zusätzliches Werkzeug.
Mit dem Baustart von Phase 2 beginnt zugleich der nächste Entwicklungsschritt. Die Erweiterung schafft zusätzliche Kapazitäten, sowohl für Bewohner:innen als auch für weitere Erprobungsprojekte. Damit wächst das Projekt nicht nur bei der Zahl seiner Vorhaben und Partner, sondern auch räumlich. Langfristig ist die Stadt auf rund 2000 Menschen ausgelegt.
Quelle: Toyota – Pressemitteilung









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