Workhorse sichert sich 25 Mio. USD-Investment für die Fertigstellung seines Elektro-Lieferwagens

Workhorse sichert sich 25 Mio. USD-Investment für die Fertigstellung seines Elektro-Lieferwagens
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 1074844493

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Die Workhorse Group, ein kleines Unternehmen in der Nähe von Cincinnati, das batteriebetriebene Pickups, Lieferwagen, Drohnen und Flugzeuge herstellt, sorgte im Mai für Aufmerksamkeit, als Gerüchte aufkamen, dass man die Lordstown Factory von General Motor übernehmen wird. Hier scheint man derzeit noch zu keiner Einigung gekommen zu sein; dafür sicherte sich Workhorse kürzlich ein 25 Millionen USD-Investment für die Fertigstellung seines Elektro-Lieferwagens.

Das Geld wird daher nicht in die Fabrik fließen. Stattdessen wird es für die dringendere Aufgabe genutzt, um beispielsweise das Unternehmen am Laufen zu halten. Im Rahmen der Transaktion erhalten die Investoren Vorzugsaktien und Optionsscheine zum Kauf von Aktien. Eine jährliche Dividende wird in Form von Aktien von Workhorse ausgezahlt. Mit dem 25 Millionen Dollar Investment kann Workhorse seinem Kapital-Problem begegnen, mit welchem man immer wieder zu kämpfen hat.

Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal 2019 einen Umsatz von nur 364.000 US-Dollar, nach 560.000 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Zum 30. März 2019 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und kurzfristige Investitionen in Höhe von 2,8 Mio. USD gegenüber 1,5 Mio. USD zum 31. Dezember 2018. Bereits zu Beginn des Jahres hat man sich 35 Millionen Dollar vom Hedgefonds Marathon Asset Management geliehen.

Derzeit blickt man bei Workhorse auf einen fast fertigen Elektro-Lieferwagen, welcher bei verschiedensten Unternehmen zum Einsatz kommen könnte. Am interessantesten erscheint hierbei ein Großserienauftrag bei der United States Postal Service. Unter Berufung auf Workhorse-Chef Duane Hughes berichtet trucks.com, dass UPS 950 weitere der elektrifizierte Lieferwagen in Betrieb nimmt. Diese sind mit 60-kWh-Akkus ausgestattet und kommen so mit rund 160 km Reichweite daher. Workhorse montiert die Akkupacks im eigenen Haus und bezieht seine Zellen von Panasonic.

Mit dem neuen Kapital möchte man den Herstellungsprozess fertigstellen und spätestens im vierten Quartal mit der Fertigung beginnen.

Im Rahmen des potenziellen Lordstown-Deals würde eine neue Einheit unter der Leitung von Workhorse-Gründer Steve Burns die Anlage erwerben. Workhorse würde eine Minderheitsbeteiligung an dem neuen Unternehmen halten. Diese neue Einheit würde es Workhorse ermöglichen, neues Eigenkapital zu suchen, ohne den bestehenden Shareholder Value zu verwässern. In der Lordstown Factory soll dann ein E-Pickup vom Band rollen.

Quelle: Techcrunch – Workhorse gets $25 million needed to finish electric delivery van

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.