Wolfsburg erweitert Ladeinfrastruktur für Elektroautos um 40 Säulen

Wolfsburg erweitert Ladeinfrastruktur für Elektroautos um 40 Säulen
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Volkswagen

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 4 min

Wie eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur für E-Mobilität im urbanen Raum aussehen könnte, zeigen die Stadt Wolfsburg und der vor Ort ansässige Autokonzern Volkswagen. In einem Gemeinschaftsprojekt wird die bestehende Ladeinfrastruktur in der Stadt und auf dem Volkswagen Werkgelände um insgesamt zwölf flexible und bis zu 28 fest installierte Schnellladesäulen im Stadtgebiet ergänzt.

Das von der Stadt Wolfsburg und Volkswagen anlässlich des 80. Stadtgeburtstags erarbeitete Vorhaben umfasst zwei innovative Schnellladekonzepte: Flexible Schnellladesäulen, die Laden an jedem beliebigen Ort, unabhängig vom Stromnetz, mit bis zu 100 kW ermöglichen und stationäre High Power Charging-Säulen, die Laden mit bis zu 350 kW erlauben. An der e-Mobility-Station in Wolfsburg wird der erste Schnellladepark eröffnet, der High Power Charging in der Stadt verfügbar macht.

„Auf dem Weg in eine digitale und nachhaltige Zukunft müssen wir auch die urbane Mobilität der Zukunft gestalten. Mit innovativen Ladekonzepten wie dem ersten Schnellladepark im Innenstadtbereich und den flexiblen Ladesäulen wird die Stadt Wolfsburg zu einem Vorreiter im Bereich der E-Mobilität. Wir möchten den Anteil an E-Fahrzeugen im Individualverkehr und im öffentlichen Personennahverkehr bis 2025 systematisch steigern. Eine Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein einer nachfragegerechten Ladeinfrastruktur.“ – Klaus Mohrs, Wolfsburgs Oberbürgermeister

Mit dann insgesamt 325 öffentlich zugänglichen Ladepunkten reiht sich Wolfsburg in Bezug auf die Ladedichte unter die Top 5 in Deutschland ein und wird u.a. gemeinsam mit der Stadt Hamburg zu einer der kundenfreundlichsten Kommunen bundesweit.

„Mit dem Modellprojekt zeigen die Stadt Wolfsburg und Volkswagen, wie eine tragfähige e-mobile Ladeinfrastruktur im urbanen Raum der Zukunft aussehen kann. Als Konzern übernehmen wir Verantwortung für alle wichtigen Schritte der elektromobilen Wertschöpfungskette – vom Kompetenzaufbau bei der Batteriezelle über E-Fahrzeuge und das 2nd Life der Batterien zum Beispiel in Ladesäulen bis zum Batterie-Recycling.“ – Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Konzern Komponente

Mit den mobilen Schnellladesäulen will Volkswagen zeigen, wie technischer Fortschritt und die Sicherung von Arbeitsplätzen zusammengehen. Die flexiblen Ladesäulen werden bei Volkswagen Komponente entwickelt und auch in Zukunft in Hannover produziert. „Sie beweisen, dass die Transformation auch neue Beschäftigungsfelder und Geschäftschancen hervorbringt. Das ist ein Paradebeispiel für den nötigen Wandel. Ich rechne damit, dass ein erfolgreicher Einsatz hier in Wolfsburg viele andere Städte aufmerksam macht und so neue Kunden anzieht“, so der Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh.

Er hebt hervor, dass in Wolfsburg Unternehmen und Stadt in Vorleistung bei der Einführung der Elektromobilität gehen und erwartet, dass Politik, Kommunen und Industrie „auch anderswo in Deutschland ebenso entschieden mitziehen. Sonst werden wir die Kunden am Ende auch mit unseren guten Produkten nicht schnell genug überzeugen können.“

„Massive Platzersparnis und echte Effizienz“

„Die Stadt Wolfsburg wird zu einem echten Hotspot der E-Mobilität“, erklärt Martin Roemheld, Leiter e-Mobility-Services und verantwortlich für das Ladeangebot der Marke Volkswagen. „Die Installation eines Schnellladeparks im städtischen Raum bedeutet massive Platzersparnis und echte Effizienz. Es können viele Fahrzeuge in kürzester Zeit laden – gleichzeitig wird dabei dennoch das Stromnetz geschont. Damit geben wir Antworten auf viele drängende Fragen, die den Aufbau von Ladeinfrastruktur im urbanen Raum derzeit noch erschweren.“

Mit der Inbetriebnahme von vier Hochleistungsladesäulen an der e-Mobility-Station Wolfsburg wird der erste innerstädtische Schnellladepark Deutschlands eröffnet. Bis zu vier weitere Schnellladeparks sind in den Folgemonaten noch im Stadtgebiet geplant. „Unser Ziel ist es, die in Wolfsburg gewonnene Erkenntnisse über das Nutzungsverhalten der Kunden schrittweise auf weitere Städte zu übertragen“, so Roemheld.

Mobile Säulen, nach Bedarf verteilt

„Die von der Volkswagen Konzern Komponente entwickelte flexible Ladesäule kann, auch unabhängig vom Stromnetz, überall dort aufgestellt werden, wo Bedarf besteht – ganz gleich ob in der City, bei Festivals, am Stadion oder bei anderen Veranstaltungen. Gleichzeitig werden die zuvor in E-Fahrzeugen genutzten Batterien einem zweiten Lebenszyklus zugeführt. Damit übernehmen wir die End-to-End-Verantwortung für die Batterie von der Zelle bis zum Recycling“, so Schmall. Insgesamt werden der Stadt zwölf flexible Ladesäulen zur Verfügung gestellt und im Stadtgebiet für einen Zeitraum von 80 Wochen an definierten Orten aufgestellt.

Der Roll-out der urbanen Schnellladeinfrastruktur am Standort Wolfsburg erfolgt unter dem Dach von #WolfsburgDigital. Mit dieser Initiative bauen die Stadt Wolfsburg und Volkswagen digitale Angebote, Elektromobilität und Modelllösungen am Standort Wolfsburg konsequent aus.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 21.06.2019

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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