VW will keine Verbrenner-Kleinwagen mehr bauen

VW will keine Verbrenner-Kleinwagen mehr bauen
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VW | VW ID. Polo

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Nach einer ziemlich genau fünf Jahrzehnte währenden Erfolgsstory endet eine Ära – und die nächste übernimmt nahtlos: Volkswagen macht Schluss mit dem Verbrennerantrieb im Polo. Künftig gibt es den beliebten Kleinwagen nur noch als Elektroauto, wie VW-Markenchef Thomas Schäfer in der Fachzeitschrift Auto Motor und Sport ankündigte.

Die Gründe dafür sind sehr pragmatisch und setzen eine Entwicklung fort, die schon vor mehreren Jahren mit stetig strengeren EU-Abgasvorgaben einsetzte: Die Produktion günstiger Modelle mit Benzin- oder Dieselmotor kann kaum mehr rentabel weitergeführt werden. „Neue Modelle mit Verbrennern in diesem Segment ergeben mit Blick auf die künftige Abgasregulierung keinen Sinn mehr“, erklärte Schäfer. „Die Zukunft ist elektrisch.“ Weitere Generationen des Verbrenner-Polo müssten wegen komplexer Abgastechnik so teuer eingepreist werden, dass sie kaum noch Käufer fänden.

Das VW-Versprechen – solide Technik zu einem erschwinglichen Preis –, das der Polo wie kaum ein anderes Modell aus Wolfsburg umsetzte, soll nun in die Elektromobilität übertragen werden; mit dem ID.Polo, der ab dem kommenden Jahr gemeinsam mit seinen Plattform-Geschwistern Cupra Raval und Škoda Epiq in Spanien gefertigt wird im Frühjahr auf den Markt kommen soll. Der Volkswagen-Konzern peilt für das günstige Elektro-Trio Einstiegspreise von rund 25.000 Euro an.

Der Elektro-Polo wird in mehreren Leistungsstufen und Akku-Varianten angeboten, mit Reichweiten von etwa 300 bis 450 Kilometern. Sein Start wird nicht nur in Wolfsburg mit Spannung erwartet, schließlich entscheidet er maßgeblich darüber mit, ob der Hersteller sein Ursprungs-Versprechen eines „Volks-Wagens“ in das Elektrozeitalter überführen kann.

Volkswagen

Auch der SUV-Ableger des neuen Polo, der ID. Cross, sowie der unterhalb des Polo positionierte ID. 1 ab 2027 sollen demnach ohne Verbrenner-Variante ins Portfolio wandern. Klassische Schwestermodelle mit Benzinmotor, wie sie VW bislang parallel angeboten hat, werde es nicht mehr geben, schreibt Auto, Motor und Sport. Den Kleinwagenmarkt werde VW ausschließlich elektrisch bedienen.

Von Wasserstoff als nachhaltige Antriebsoption hält Schäfer dagegen wenig. Anders als etwa BMW und Hyundai will VW nicht auf die Brennstoffzelle im Pkw-Segment setzen: „Das ist eine Scheindiskussion“, sagt Schäfer. „Es gibt nicht genug grünen Wasserstoff, die Technologie ist zu teuer und ineffizient. Der einzige Weg, Volumenautos schnell zu dekarbonisieren, ist der Elektroantrieb.“

Quelle: Auto Motor und Sport – VW Polo wird es nicht mehr als Verbrenner geben

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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