Langversion des VW ID.Buzz startet in den USA

Langversion des VW ID.Buzz startet in den USA
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

So knuffig er auch sein mag: Viele haben beim bisherigen VW ID.Buzz als erster vollelektrischer „Bulli“ des Wolfsburger Autoherstellers das zu geringe Platzangebot bemängelt. Nun startet die lange Version des Modells, mit der dieses Problem behoben sein soll – allerdings erst einmal in den USA. Dies ist einer Pressemitteilung aus dem Hause Volkswagen zu entnehmen, auch InsideEVs berichtet darüber.

Demnach wird in dem Elektroauto eine 91 kWh große Batterie (87 kWh nutzbar) verbaut, die offenbar hohe Ladeleistungen ermöglicht. So rechnet InsideEVs vor: „Diese Batterie soll sich in nur 25 Minuten aufladen lassen (10 bis 80 Prozent). Daraus errechnet sich eine (für ein 400-Volt-System) extrem hohe Ladegeschwindigkeit von 86 kWh x 0,7 / 25 min = 2,4 kWh/min.“ Das entspricht 144 kW Ladeleistung im Schnitt. Beim ebenfalls ordentlich ladenden VW ID.3 seien es zum Beispiel 1,9 kWh pro Minute – also 114 kW. Zudem weist das Portal auf ein Kuriosum hin: Trotz der eigentlich symmetrischen Anordnung gibt es wohl eine ungerade Anzahl an Modulen.

Den VW ID.Buzz LWB gibt es entweder mit einem 210 kW (286 PS) starken Heckantrieb oder mit 250 kW (340 PS) Systemleistung und Allrad. Details wie Preise und Reichweite sind noch nicht bekannt. Je nach Ausstattung haben die Fahrzeuge sechs oder sieben Sitze, wobei bei der Allrad-Variante nur sechs Sitze möglich sind. Vermutlich hat dies etwas mit der maximalen Zuladung zu tun.

Warten auf neue Führerschein-Regel?

Wer möchte, kann sich die auch nach hinten drehbaren „Kapitänsstühle“ für vorne dazubuchen, zudem gibt es ein Panorama-Glasdach, ein Harman-Kardon-Audiosystem und ein Head-up-Display optional. Die Fahrzeugtüren werden bei Annäherung automatisch entriegelt, auch die Heckklappe ist mit einer Sensorsteuerung versehen.

Wann die Langversion des VW ID.Buzz in Deutschland startet, ist indes noch offen. Erwartet werden kann aber, dass dies erst passiert, wenn die Führerscheingrenze in der EU für die Klasse B wie geplant von 3,5 auf 4,25 Tonnen angehoben worden ist. In erster Lesung hatte das EU-Parlament diesem Vorstoß zugestimmt. Die finale Ausarbeitung wird jedoch erst nach den Europawahlen unter neuer Parlamentszusammensetzung erwartet.

Derzeit dürfen viele mit neueren Führerscheinen nur Fahrzeuge mit maximal 3,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren. Der normale ID.Buzz bringt es bereits auf 3,0 Tonnen. Das würde bei einem großen Bus mit noch schwererem Akku entweder einen deutlich verkleinerten Fahrerkreis oder eine sehr geringe Zuladung nach sich ziehen. Bislang ist der ID.Buzz mit einem 77 kWh großen Akku bestückt.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 13. Mai 2024; InsideEVs – „VW ID. Buzz LWB startet mit 210-kW-RWD und 250-kW-AWD“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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