VW verlängert Elektroauto-Rabatte bis Ende September

VW verlängert Elektroauto-Rabatte bis Ende September
Copyright:

North Monaco / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Volkswagen verlängert die aktuelle Rabattaktion auf seine Elektroautos. Kund:innen können noch bis Ende September von Preisnachlässen zwischen 3500 und 6000 Euro profitieren. Ursprünglich sollte die Aktion Ende Juni auslaufen, doch der Konzern hat sich zu einer Verlängerung entschieden. Damit möchte VW sowohl die Verkaufszahlen ankurbeln als auch regulatorische Ziele erreichen.

Das günstigste E-Auto im Angebot ist der ID.3 Pure. Nach Abzug der Prämie liegt der Einstiegspreis bei 29.830 Euro. Für das Modell ID.4 beginnt der Aktionspreis bei 35.835 Euro. Der ID.5 startet bei 38.470 Euro. Wer sich für ein größeres Modell wie den ID.7 entscheidet, muss mindestens 48.995 Euro zahlen. Auch bei den leistungsstärkeren Varianten wie dem ID.5 GTX oder dem ID.7 GTX sind Preisnachlässe von bis zu 6000 Euro möglich.

Besonders betroffen von Preisanpassungen sind die Pro- und GTX-Versionen, bei denen die Förderung am höchsten ausfällt. Beim ID.4 Pro etwa reduziert sich der Preis um 5500 Euro auf 40.835 Euro. Der ID.5 Pro kostet mit Rabatt 43.470 Euro. Der ID.7 Pro S, ein gehobenes Modell, wird durch die Aktion auf 52.985 Euro gesenkt. Die günstigste Variante der ID.7-Baureihe bleibt der Pro mit 48.995 Euro.

VW will mit verlängerter Kaufprämie die Erreichung der CO₂-Vorgaben einhalten

VW geht es bei der Rabattaktion nicht nur um den reinen Absatz. Der Konzern muss auch sicherstellen, dass seine verkauften Autos im Schnitt die CO₂-Vorgaben der EU einhalten. Diese Vorgaben gelten pro Hersteller und beinhalten Strafen, wenn sie überschritten werden. Elektroautos verbessern dabei den Flottenwert, da sie lokal keine Emissionen verursachen. Jeder verkaufte Stromer bringt den Durchschnitt nach unten und schützt vor Strafzahlungen.

Im internationalen Vergleich liegt VW bei den Neuzulassungen elektrisch angetriebener Autos derzeit auf Rang drei – deutlich hinter BYD aus China und Tesla aus den USA. Auf dem deutschen Markt hingegen ist der Hersteller weit vorn. Ein Grund dafür dürfte die Preisgestaltung sein. Durch die Aktionen rutschen viele Modelle unter psychologisch wichtige Preisschwellen. Das dürfte auch gewerbliche Abnehmer ansprechen, die ihre Flotte modernisieren wollen.

Die Entscheidung zur Verlängerung zeigt, dass VW noch Handlungsbedarf sieht. Obwohl nach eigenen Angaben die ID-Modelle wirtschaftlich erfolgreich seien, schmälert jeder Preisnachlass die Marge. Trotzdem geht der Konzern davon aus, dass sich der zusätzliche Absatz lohnt. Offen bleibt, ob es auch im vierten Quartal eine ähnliche Förderung geben wird. Die aktuelle Entwicklung am Markt dürfte dabei eine Rolle spielen.

VW verfolgt mit der Aktion auch ein strategisches Ziel. Die Werke in Zwickau und Emden produzieren ausschließlich Elektroautos. Eine höhere Nachfrage hilft, die Auslastung zu sichern. Gleichzeitig will man die eigene Position im Markt stärken, während sich Wettbewerber wie Renault, Hyundai oder chinesische Anbieter wie MG oder BYD ebenfalls in der Kompakt- und Mittelklasse etablieren.

Insgesamt deckt VW mit dem Rabattangebot ein breites Spektrum ab – von Einstiegsmodellen bis hin zu geräumigen Kombis mit Allradantrieb. Wer über die Anschaffung eines E-Autos nachdenkt, hat damit bis Ende September einen finanziellen Anreiz, sich für ein Modell aus der ID-Reihe zu entscheiden.

Quelle: heise.de – VW verlängert Kaufprämie bis Ende September / Volkswagen – Die Kaufprämie für Ihren ID. – Preisnachlass von bis zu 6.000 € inkl. MwSt.⁠

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Volkswagen (VW) Elektroautos

Überraschung: VW meldet sechs Milliarden Euro Überschuss

Überraschung: VW meldet sechs Milliarden Euro Überschuss

Sebastian Henßler  —  

VW meldet überraschend sechs Milliarden Euro Netto Cashflow für 2025. Nun entbrennt eine Debatte über Boni, Dividenden und eine Prämie für Beschäftigte.

Scout-Werk: Teurer als geplant, aber im Budget und Zeitplan

Scout-Werk: Teurer als geplant, aber im Budget und Zeitplan

Laura Horst  —  

Das Scout-Werk in den USA soll deutlich teurer wurden als ursprünglich geschätzt, liegt aber laut einer Sprecherin im Budget und im Zeitplan.

VW und Stellantis plädieren für Europa-Bonus bei E-Autos

VW und Stellantis plädieren für Europa-Bonus bei E-Autos

Sebastian Henßler  —  

Europas Autoindustrie steht unter Druck. VW und Stellantis fordern neue Anreize, damit E-Autos auch künftig in Europa produziert und wettbewerbsfähig bleiben.

Volkswagen startet mit neuer Elektronikarchitektur für China

Volkswagen startet mit neuer Elektronikarchitektur für China

Tobias Stahl  —  

Volkswagen hat seine neue Elektronikarchitektur für den chinesischen Markt planmäßig fertiggestellt. Sie feiert ihre Premiere im VW ID.Unyx 07.

VWs Scout priorisiert Modelle mit Range-Extender

VWs Scout priorisiert Modelle mit Range-Extender

Maria Glaser  —  

Scout Motors will erst Modelle mit Range-Extender auf den Markt bringen, bevor die Elektroautos der Marke auf die Straßen kommen.

Warum die Rivian-Allianz für VW zur Geduldsprobe wird

Warum die Rivian-Allianz für VW zur Geduldsprobe wird

Sebastian Henßler  —  

VWs Softwarewette mit Rivian wird zur Bewährungsprobe. Trotz Milliardeninvestition wachsen Zweifel. Besonders bei Audi steigt die Sorge vor Verzögerungen.

VW-Chef Blume: „Produktivität hoch, Kosten runter“

VW-Chef Blume: „Produktivität hoch, Kosten runter“

Sebastian Henßler  —  

VW-Chef Oliver Blume sieht die Weltordnung unter Spannung. Zölle, Industriepolitik und neue Machtachsen zwingen den Konzern zu Fokus, Effizienz und Kooperation.