Eindrücke aus der Vorabpremiere des neuen Opel Corsa-e

Eindrücke aus der Vorabpremiere des neuen Opel Corsa-e
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Elektroauto-News.net

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 5 min

Im Rahmen einer statischen Präsentation hatten wir die Chance für euch die komplett neu entwickelte sechste Generation des Corsa als reines Elektroauto unter die Lupe zu nehmen. Erste Fakten und technische Details des Opel Corsa-e gibt es hierbei ebenso zu sehen, wie subjektive Eindrücke und exklusive visuelle Eindrücke. Die statische Premiere des Opel Corsa-e fand noch vor der Weltpremiere als eines der Elektroautos der IAA 2019 statt.

Bei einer ausgiebigen Sitzprobe konnte man den vollelektrischen Opel Corsa-e von außen und innen im Detail erleben. Experten aus den Fachbereichen standen für weiterführende Informationen, Interviews und Beantwortung der Fragen vor Ort zur Verfügung.

Erste Eindrücke des Opel Corsa-e

Mit der Elektrifizierung des Corsa hat sich Opel für die populärste Baureihe der Marke gewählt, um die Elektromobilität endgültig von ihrem Nischendasein zu befreien. Bekanntermaßen ist der Opel Corsa ein absoluter Bestseller, über 13,6 Millionen Kleinwagen sind seit der Premiere 1982 vom Band gelaufen.

Der Corsa-e wartet seinerseits mit einem durchaus als sportlich zu bezeichnendem Design auf, bei unverändert kompakten Außenmaßen. Der elektrifizierte Fünfsitzer von Opel bringt es auf die gewohnten 4,06 Meter Länge. Die Dachlinie ist coupéhaft, um 48 Millimeter niedriger als beim Vorgänger – ohne Einbußen bei der Kopffreiheit. Als Fahrer sitzt man um 28 Millimeter tiefer.

Nach Aussage von Friedhelm Engler, Director Exterior Design, soll der niedrige Schwerpunkt dazu beitragen, dass man vom Fahrverhalten und Fahrerlebnis profitiert. Vonseiten Opel wird der neue Corsa direkter und dynamischer als seine Vorgänger beschrieben und sorgt somit für mehr Vergnügen hinterm Lenkrad.

Engler selbst betonte die sportlichen Proportionen und die Agilität, welche dem Corsa in der sechsten Generation verliehen wird. Das Design selbst wurde maßgeblich durch die verwendete CMP-Plattform der PSA Gruppe bestimmt; erlaubte es aber auch genügend eigene Gestaltungs- und Designideen mit einzubringen.

Der Corsa-e wirkt breiter und größer als seine Vorgänger, wobei er in der Tat nur unmerklich in diesen Dimensionen gewachsen ist. Der Radstand selbst ist durchaus mit dem direkten Vorgänger zu vergleichen. Rein optisch entsteht dieser Eindruck, da die Dachlinie des E-Autos und auch der Verbrenner-Variante tiefer liegt. Diese trägt auch dazu bei, neben der Unterbodenverkleidung, dem serienmäßigen Heckspoiler sowie dem Active Aero Shutter, dass der Corsa-e einen CW-Wert von 0,29 erreicht.

Was kann man zum Design ansonsten anmerken? Im Vordergrund steht eine neue Interpretation des Opel-Unternehmensimages mit diamantartigen Motiven im Frontgrill und im Einlass sowie schärferen Scheinwerfern für einen gehobenen und aggressiven Look. Des Weiteren wird erstmals die Matrix-LED-Technologie „IntelliLux“ des Unternehmens in einem solchen Fahrzeug verfügbar sein, ebenfalls eine Premiere für das Segment.

Das Heck bietet einen sauberen und kurvenreichen Look, der etwas allgemein gehalten ist, obwohl die LED-Rückleuchten des Fahrzeugs in den Bildern mit der Opel-Lichtsignatur auf der Vorderseite übereinstimmen.

Im Innenraum setzt sich die klare Führung horizontaler Linien fort. Wobei hier bewusst auf weniger dafür markantere Linienführung gesetzt wurde. Generell erscheint der Innenraum sehr aufgeräumt und auf das Wesentliche beschränkt. Wusste mich aber auch zu überzeugen. Der Fahrer ist Mittelpunkt des Fahrzeugs, wie man an dem auf ihn ausgerichteten Interieur unschwer erkennen kann. Dreh- und Angelpunkt im Cockpit ist die Mittelkonsole mit einem 10-Zoll-Display, auf welchem zum Zeitpunkt der Vorstellung ein noch vorläufiges System installiert war.

Technische Daten und Fakten zum Corsa-e

Wie man mittlerweile weiß, baut der Opel Corsa-e tatsächlich auf gleicher Basis des DS 3 Crossback auf. Beide Fahrzeuge verwenden die CMP-Plattform der PSA Gruppe. 330 Kilometer Reichweite nach WLTP soll der Corsa-e mit sich bringen. Wobei dieser die dafür notwendige Energie aus einem 50 kWh Lithium-Ionen-Akkupack bezieht.

Der DS 3 Crossback beschleunigt von 0 auf 50 km/h in 3,3 Sekunden und 0 auf 100 km/h in 8,7 Sekunden. Der Opel Corsa-e in 2,8 Sekunden und 8,1 Sekunden für dieselben Geschwindigkeitsbereiche. Dabei kann das E-Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h erreichen.

Vollständiges Nachladen der Batterie erfolgt innerhalb von 5 Stunden an einer Wallbox mit 11 kW-Drehstrom. An einer öffentlichen Ladestation (100 kW) wird die Batterie innerhalb von 30 Minuten auf 80 Prozent aufgeladen. Generell wurden alle OPEL-Händler darauf geschult den Kunden auch hinsichtlich Lademöglichkeiten zu beraten und an entsprechende Fachkräfte zu verweisen, wenn dieser Unterstützung benötigt.


Mit freundlicher Unterstützung von Opel // Die Reisekosten zur statischen Premiere wurden von Opel übernommen

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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