Volta Trucks bestätigt Standort in Duisburg

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Volta Trucks

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 4 min

Volta Trucks, Hersteller und Dienstleister für vollelektrische Nutzfahrzeuge, hat die Ausweitung seines Truck-as-a-Service Netzwerks (kurz TaaS) in Europa mit zwei neuen Standorten in Duisburg (Deutschland) und Madrid (Spanien) bestätigt. Beide Hubs sollen umfassende Kundenbetreuung, Schulungen sowie Wartung und Service für die in diesen Märkten eingesetzten E-Lkw anbieten – und sollen in Kürze eröffnet werden.

Der neue deutsche Volta Trucks Hub befindet sich in Duisburg, im Westen der Metropolregion Rhein-Ruhr in Nordrhein-Westfalen. Strategisch gut positioniert, denn das Bundesland strebt an, die erste klimaneutrale Industrieregion in Europa zu werden. Das neue Zentrum erstreckt sich über gut 3000 Quadratmeter und umfasst acht Service- und Wartungshallen, zwölf externe Lkw-Parkplätze sowie einen Ausstellungsraum, Büroräume, Konferenzräume und die Volta Trucks Academy – ein spezielles Schulungszentrum des Unternehmens, in dem Fahrer, Vertriebsteams, Techniker und Flottenbetreiber ausgebildet werden.

In Spanien befindet sich der neue Volta Trucks Hub östlich der Hauptstadt Madrid in der Gemeinde Coslada mit schneller Anbindung ins Stadtzentrum. Der Standort liegt zudem strategisch günstig in der Nähe von Mercamadrid, Spaniens wichtigstem Vertriebsgebiet für frische Lebensmittel, sowie des wichtigsten Frachtterminals der Stadt und des Flughafens Madrid-Barajas. Die Anlage, die auf die besonderen Bedürfnisse einer elektrischen Nutzfahrzeugflotte zugeschnitten ist, erstreckt sich über eine Fläche von rund 2500 Quadratmeter und beherbergt acht Lkw-Parkplätze, vier Werkstätten für die Wartung und Instandhaltung sowie einen Ausstellungsraum, Verwaltungsbüros, ein Kunden-Callcenter und die Volta Trucks Academy.

Wie die bereits bestehenden Hubs in Paris und London werden auch die neuen in Madrid und Duisburg mit einer Reihe von gezielt installierten Ladestationen ausgestattet sein. So könne der Ladebedarf des Volta Zero, aber auch anderer strombetriebener Fahrzeuge, wie leichte Nutzfahrzeuge und Pkw, gedeckt werden.

Casper Norden, Chief Fleet Solutions Officer bei Volta Trucks, bestätigte die Erweiterung des Truck-as-a-Service Netzwerks: „Die neuen Standorte in Duisburg und Madrid sind ein entscheidendes Element für die großflächige Bereitstellung unseres Truck-as-Service Angebots“, führt Norden aus. Sie ergänzen die Zentren in Bonneuil-sur-Marne, südlich von Paris, und in Tottenham in London und unterstützen Kunden sowie Partner bei der Umstellung auf einen elektrischen Fuhrpark. TaaS als integrierte Lösung biete eine Reihe von schlüsselfertigen Komponenten in nur einem Paket an: „Das ermöglicht wettbewerbsfähige Gesamtbetriebskosten sowie optimierte Fahrzeugbetriebszeiten und macht den Umstieg auf den vollelektrischen Volta Zero risikoärmer und auch schneller.

E-Lkw-Volta
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Der Volta Zero ist ein vollelektrisches 16-Tonnen-Nutzfahrzeug, das speziell für den innerstädtischen Warenverkehr entwickelt wurde und die Umweltauswirkungen von Gütertransporten in Stadtzentren reduzieren soll. Der Elektro-Lkw ist mit einer modularen und bis zu 225 kWh großen Batterie sowie einer Reichweite von 150 bis 200 km ausgestattet.

Auch das Thema Sicherheit steht bei Volta Trucks im Fokus: Ziel ist es, den sichersten Lieferwagen für unsere Innenstädte zu produzieren. Da der Volta Zero auf keiner bestehenden Fahrzeug-Plattform basiert, sondern vom ersten Tag an als elektrisches Nutzfahrzeug entwickelt wurde, konnte die Sicherheit von Fahrzeug, Fahrer, Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern deutlich verbessert werden, so das Unternehmen. Dank des Wegfalls des Verbrennungsmotors sitzt der Fahrer eines Volta Zero in einer mittigen Fahrposition. Auch die Sitzhöhe ist deutlich niedriger als bei herkömmlichen Nutzfahrzeugen. Diese beiden Veränderungen zusammen mit der rundum verglasten Kabine bieten dem Fahrer ein weites 220-Grad-Sichtfeld und minimieren gefährliche tote Winkel.

Volta Trucks komplettiert sein Fahrzeug-Angebot mit einer Dienstleistung, die die Finanzierung und Wartung von Nutzfahrzeugflotten umkrempeln soll. Truck-as-a-Service (TaaS) biete Flottenmanagern einen reibungslosen und unkomplizierten Umstieg auf eine elektrische Flotte, so das Unternehmen. Das Angebot unterstütze dabei jeden Schritt der Elektrifizierung: Es werde nur eine einzige, erschwingliche monatliche Gebühr fällig, die die Nutzung des vollelektrischen Volta Zero und alle damit verbundenen Wartungs-, Instandhaltungs-, Versicherungs- und Schulungsanforderungen abdecke. Das maximiere sowohl die Betriebszeit des Fahrzeugs als auch die grundsätzliche betriebliche Effizienz.

Volta Trucks wurde im Jahr 2019 in Schweden gegründet. Das Unternehmen ist primär in allen großen Städten Europas sowie in Großbritannien aktiv. Ziel ist es, den Übergang zu vollelektrischen Lkw zu beschleunigen, die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern und dazu beizutragen, die Innenstädte sicherer, gesünder und nachhaltiger zu machen. Volta Trucks arbeitet mit einer Reihe von weltweit führenden Unternehmen der Lieferkette zusammen, um den Volta Zero schnell und in großem Maßstab zu entwickeln und zu produzieren. Insgesamt hat der schwedische E-Lkw-Hersteller bis heute über 360 Millionen Euro an Investorengeldern aufgebracht.

Die Produktionsstätte des Unternehmens befindet sich in Steyr in Österreich. Hier soll die Produktion von Fahrzeugen nach Kundenspezifikation Anfang des zweiten Quartals 2023 beginnen, also in wenigen Wochen.

Quelle: Volta Trucks – Pressemitteilung vom 28.02.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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