Vergleichstest: Lucid Air gegen BMW i5 und Mercedes EQE

Vergleichstest: Lucid Air gegen BMW i5 und Mercedes EQE
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Lucid

Daniel Krenzer
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Dass verschiedene Ausführungen vom BMW i5 und dem Mercedes EQE in der Fachpresse gegeneinander antreten, hatten wir in den vergangenen Wochen immer wieder. Die Auto Zeitung (AZ) hat in ihrer Ausgabe 4/2024 aber in den Vergleich noch den Lucid Air mit aufgenommen, was den fast ausgelutschten Vergleich doch wieder spannend macht. Wie schneidet der edle Exot gegen die beiden inzwischen etablierten deutschen Elektro-Limousinen der Oberklasse ab?

Konkret miteinander verglichen haben die AZ-Tester den BMW i5 eDrive40, den Mercedes EQE 350 sowie den Lucid Air Pure AWD. Mit einem Preis von knapp 80.000 Euro ist der BMW in diesem Dreikampf der Oberklasse das günstigste Fahrzeug, der Mercedes kostet knapp 95.000 Euro, das Modell des US-amerikanischen Herstellers Lucid kostet mit 111.000 Euro am meisten. Allerdings bringt der Air im Vergleich zu den Kontrahenten technische Vorzüge mit sich. So ist er mit 358 kW (487 PS) deutlich leistungs- und somit beschleunigungsstärker. Und Dank 800-Volt-Technologie hängt er mit maximal 250 kW Ladeleistung hier die beiden deutschen Modelle ab, die mit höchstens 170 kW (Mercedes) und 205 kW (BMW) laden können.

Lucid Air hat den größten Akku

Der Akku ist mit 92 kWh beim Lucid nur wenig größer als beim Mercedes, der des BMW ist mit 81,2 kWh ein Stück kleiner. Beim Testverbrauch liegen alle drei Modelle laut AZ dicht beieinander. Am meisten Strom gönnte sich der EQE mit 23,5 kWh, beim Lucid waren es 22,4 kWh, der BMW war mit 21,8 kWh am sparsamsten, liefert aber auch die im Vergleich geringsten Leistungsdaten. Daraus resultieren ähnliche Testreichweiten von 372 Kilometern (BMW) bis 411 Kilometern (Lucid).

BMW-i5-Elektroauto
BMW

Mit seinem starken Motor, den tollen Beschleunigungswerten und der höchsten Reichweite setzt sich der Lucid Air in der Kategorie „Motor/Getriebe“ recht deutlich gegen BMW und Mercedes durch. Das bleibt jedoch sein einziger Stich in der Eigenschaftswertung, denn wie schon in den meisten vorangegangenen Tests dominiert der i5 nicht nur den EQE, sondern distanziert auch den Lucid in den Kategorien „Karosserie“, „Fahrkomfort“ und „Fahrdynamik“. Der Lucid fällt hierbei vor allem durch deutlich längere Bremswege mit Punktverlusten im direkten Vergleich auf.

BMW auch bei Kosten und Umwelt vorne

In der Eigenschaftswertung liegt der BMW am Ende mit 2973 von 4000 möglichen Punkten an der Spitze, der Lucid Air belegt Rang zwei mit 2897 Punkten, der Mercedes muss sich mit 2893 Punkten begnügen. Für die Endabrechnung fehlt aber noch die Kategorie „Kosten/Umwelt“. Aufgrund des hohen Preises und der dabei schwächeren Multimedia-Ausstattung schneidet der Lucid hier am schwächsten ab. Die meisten Punkte bekommt wiederum der BMW, womit der i5 sich mit 3214 von 5000 Punkten souverän den Sieg sichert. Mit 3119 Punkten schiebt sich der Mercedes noch auf Rang zwei, der Lucid Air wird knapp dahinter mit 3108 Punkten Dritter.

Mercedes-Benz-EQE
Mercedes-Benz

Dem US-Amerikaner attestieren die Tester jedoch, eine „wohltuende, attraktive Alternative zu den etablierten Marken“ zu sein. Der Antrieb mache ihn in diesem Dreikampf zwar überlegen, der hohe Preis sorge aber dafür, dass er im Oberklasse-Segment ein Außenseiter bleibe. Allerdings soll es den Lucid Air bald auch als günstigere Version mit Heckantrieb geben. Beim Mercedes EQE loben die Tester den hohen Komfort, das beste Gesamtpaket vor allem mit Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis liefere jedoch der Münchner.

Quelle: Auto Zeitung (4/2024, S. 62 bis 69) – „Kampf um die Spitzenposition“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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