Deutsche sehen Hilfen für Autoindustrie kritisch

Deutsche sehen Hilfen für Autoindustrie kritisch
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Volkswagen, Schaeffler, ZF: Die Liste an deutschen Autoherstellern und Zulieferern, die derzeit in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken und Werke schließen sowie Arbeitsplätze abbauen wollen, wird immer länger. Viele von ihnen sowie auch der Automobilverband VDA fordern reflexartig staatliche Hilfen der Bundesregierung als Gegenmittel zu sinkenden Gewinnen. Eine Civey-Umfrage im Auftrag der Automobilwoche aber zeigt: Die deutsche Bevölkerung ist zu einem großen Teil anderer Meinung.

Die Frage, die gut 5000 Menschen beantworteten, lautete: „Sollte die Bundesregierung Ihrer Meinung nach die Automobilindustrie eher stärker oder eher schwächer als bisher unterstützen (z.B. Abwrackprämien, Umweltboni)?“ Die Antwort: 26 Prozent waren der Meinung, dass der Bund die Autoindustrie „eindeutig schwächer“ unterstützen sollte, 11 Prozent sagten „schwächer“. 12 Prozent hingegen fanden, dass die Automobilindustrie „eher stärker“ unterstützt werden sollte, 18 Prozent sagten „eindeutig stärker“. In Summe fordern 30 Prozent eine stärkere Unterstützung, 27 Prozent eine Beibehaltung und 37 Prozent weniger Förderungen für die Autoindustrie.

Die Ergebnisse zeigen, dass die öffentliche Unterstützung für eine staatliche Förderung der Autoindustrie nicht mehr selbstverständlich ist“, sagt Civey-Experte Christian Riedl im Bericht der Automobilwoche zur Umfrage. Staatliche Hilfen wie Abwrackprämien oder Zuschüsse seien „längst kein Selbstläufer mehr“ und „viele Menschen sehen offenbar die Branche selbst in der Pflicht, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft eigenständig zu stärken.

Kaum verwunderlich indes: Bei Wählern der CDU ist der Zuspruch für mehr Unterstützung am größten (37 Prozent). Wähler der Linken hingegen fordern am ehesten weniger staatliche Unterstützung für die Autoindustrie (71 Prozent).

Quelle: Automobilwoche – „Kein Selbstläufer mehr“: Deutsche sehen staatliche Förderung der Autoindustrie kritisch

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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