Uber ordert 2.000 Nissan Leaf für eigenen Fahrtdienst in London

Uber ordert 2.000 Nissan Leaf für eigenen Fahrtdienst in London
Copyright:

Y.Gq_photo / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Uber hat bereits im September 2017 mitgeteilt, dass ihre 40.000 Fahrer in London bis Ende 2019 auf Hybrid- oder reine Elektroautos umsteigen müssen, wenn sie weiter für das Unternehmen fahren möchten. Denn bis Ende 2019 möchte das Unternehmen Dieselfahrzeuge komplett aus der eigenen Flotte für London verbannen. Bis 2025 sieht die Zeitschiene des Unternehmens vor, dass sämtliche Uber-Fahrer rein elektrisch unterwegs sind.

Um die sportlichen Ziele von einer reinen elektrifizierten Flotte wenigstens in 2020 zu erreichen, investiert Uber abermals und geht zunächst mit 2.000 Nissan Leaf in Vorleistung. Im Rahmen eines speziellen Deals, welcher allen Uber-Fahrern in UK offen steht – sollen die Fahrer einen „nennenswerten Nachlass“ beim Kauf eines Leafs erhalten, die genaue Höhe wird aber nicht genannt. Des Weiteren wird der Automobilhersteller spezielle Schulungen für Uber-Fahrer mit E-Autos in Großbritannien anbieten.

Doch ganz in trockenen Tüchern scheint der Deal nicht zu sein. Denn derzeit kämpft das Unternehmen vor Gericht, um seine Lizenz in London zu halten. Sollte dies nicht der Fall sein will das amerikanische Unternehmen den Deal mit dem japanischen Automobilhersteller platzen lassen. Dies ist insofern erwähnenswert, da der Leaf im nordenglischen Sunderland vom Band läuft. Platzt der Großauftrag, dann hat das im Zuge des Brexits um die Profitabilität kämpfenden Nissan-Werk einen weiteren Rückschlag hinzunehmen.

Insgesamt sollen bis zu 260 Millionen Dollar für die Umstellung auf E-Mobilität durch Uber zur Verfügung stehen. Die Idee ist es, die Fahrer durch eine erhöhte Erstattung und Hilfe beim Zugang zur Ladeinfrastruktur zur Nutzung von Elektroautos zu ermutigen. Es wird erwartet, dass bis 2021 etwa 20.000 Fahrer auf reine Elektroautos umsteigen werden. Diejenigen, die etwa 40 Stunden pro Woche fahren, können in zwei Jahren zusätzliche 3.900 Dollar 5.800 Dollar in drei Jahren erhalten, wenn sie auf E-Autos umsteigen. Des Weiteren erhalten die Fahrer pro gefahrener Meile einen Zuschlag von fast 0,20 Dollar, um von der Anschaffung eines E-Autos zu profitieren. Beziehungsweise dies zumindest teilweise zu refinanzieren.

Quelle: Electrive.net – Uber bestellt 2.000 Nissan Leaf für den Einsatz in London

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

„Carspreading“ frisst europaweit Millionen von Parkplätzen

„Carspreading“ frisst europaweit Millionen von Parkplätzen

Michael Neißendorfer  —  

Neuwagen wachsen jährlich um 1,2 cm in der Länge. Allein London und Berlin drohen deshalb, jeweils über 100.000 Parkplätze zu verlieren.

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Tobias Stahl  —  

Laut BloombergNEF fährt 2026 bereits jeder vierte Neuwagen elektrisch. Bis 2035 soll der Anteil auf über 50 Prozent steigen – doch einzelne Länder könnten zurückfallen.

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Sebastian Henßler  —  

Die Automechanika Frankfurt öffnet im September ihre Tore. 4500 Aussteller, neue KI-Formate und ein Rekord bei den Innovation Awards erwarten die Branche.

Automobiler Mittelstand meldet Standortkrise in Deutschland

Automobiler Mittelstand meldet Standortkrise in Deutschland

Sebastian Henßler  —  

Eine VDA-Umfrage unter 116 Unternehmen zeigt, dass sich die Geschäftslage im automobilen Mittelstand deutlich verschlechtert hat.

EU-Regulierung beschleunigt Chinas Fabrikoffensive in Europa

EU-Regulierung beschleunigt Chinas Fabrikoffensive in Europa

Sebastian Henßler  —  

Chinesische Autobauer sichern sich Produktionsstandorte in Europa, bevor ein neues EU-Gesetz Direktinvestitionen aus China erschwert.

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

„Made in Europe“: VW, Stellantis und Renault fordern simple EU-Regeln

Tobias Stahl  —  

Volkswagen, Stellantis und Renault wenden sich in einem gemeinsamen Schreiben an die EU – und fordern möglichst simple Regeln zum Schutz der hiesigen Automobilindustrie.

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

Sebastian Henßler  —  

Nicht Zeitpläne, sondern technische Durchbrüche entscheiden über die Zukunft der Festkörperbatterie. CATL-Chef Zeng erklärt, wo die Technologie heute steht.