Test-Duell: Kia Niro EV versus BYD Atto 3

Test-Duell: Kia Niro EV versus BYD Atto 3
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Kia

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Das britische Auto-Magazin Auto Express hat in der aktuellen Ausgabe den Kia Niro EV gegen den BYD Atto 3 antreten lassen. Am Ende ist es ein ganz knappes Rennen zwischen den beiden Kompakt-SUVs mit sehr ähnlichen Akku- und Ladeeigenschaften, welches das chinesische Modell hauchdünn vor dem Südkoreaner für sich entscheidet.

Die Tester attestierten dem BYD Atto 3 mit seinem 60,5 kWh fassenden Akku vor allem wegen seiner sehr guten 360-Grad-Kamera raffinierten Komfort, der selbst in der Stadt die Navigation deutlich vereinfache. Zudem sei das Innendesign „funky“ – auch wir berichteten bereits über die ausgefallene Optik – und Gimmicks wie das drehbare Mitteldisplay. Überhaupt sei der BYD für seinen Preis sehr gut ausgestattet und gut verarbeitet.

Niro EV ist sehr effizient

Beim Kia mit 64,8 kWh Akkukapazität lobten die Tester den großzügigen Innenraum, der in beiden Sitzreihen für angenehme Atmosphäre sowie für ordentlich Stauraum sorge. Die Fahreigenschaften seien besser als beim BYD, die Garantie bei Kia deutlich länger. Die Effizienz des Fahrzeugs in dieser Klasse sei zudem schwer zu überbieten – davon konnten auch wir uns bereits überzeugen.

Als Kritikpunkte am Atto 3 nannten die britischen Kollegen ergonomische Schwächen, die Fahreigenschaften seien mitunter schwammig, der Antrieb „uninspiriert„, die Lenkung verbesserungswürdig. Wenn BYD diese Punkte in den Griff bekommen würde, könnte das Fahrzeug noch deutlich besser abschneiden, konstatieren die Tester.

BYD-ATTO3-Elektroauto-Sixt
BYD

Beim Kia Niro missfiel den Testern der sehr dunkel gehaltene und im Vergleich eher langweilige Innenraum, die geringere Ausstattung im Vergleich zum BYD Atto 3 sowie die Extrakosten, die für eine Wärmepumpe anfallen.

BYD bietet das günstigere Gesamtpaket

Dass der BYD sich schlussendlich im knappen Duell durchsetzen konnte, begründen die Tester vor allem mit den finanziellen Aspekten. „Wenn das Finanzpaket wettbewerbsfähiger wäre, dann hätte der Kia Niro EV diesen Test gewonnen“, stellen sie mit Blick auf teure Aufpreise und die im Vergleich geringere Basisausstattung fest. Der Testwagen von Kia schlug mit 41.040 Pfund zu Buche (etwa 47.000 Euro), während der getestete BYD mit deutlich mehr Ausstattung 38.990 Pfund kostet (knapp 44.700 Euro).

Die Gesamtkosten für drei Jahre ermittelten die Tester für den BYD Atto 3 auf 23.909 Pfund (27.400 Euro), beim Kia Niro EV errechneten sie hingegen kosten von 25.640 Pfund (29.400 Euro).

Quelle: Auto Express, Ausgabe 1779 (S. 30 bis 45) – „Dawn of a new era“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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