Lenkprobleme: 1,6 Millionen Tesla in China brauchen ein Update

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

1,6 Millionen Teslas in China müssen nachgebessert werden, weil es Probleme mit der automatischen Lenkfunktion gibt. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Demnach sind alle importierten Autos der Serie Model S, Model X und Model 3 sowie in China produzierte Model-3- und Model-Y-Fahrzeuge mit Produktionsdatum seit August 2014 bis Dezember 2023 betroffen. Das Ganze klingt zunächst schlimmer als es tatsächlich ist.

Die chinesische Behörde für Marktregulierung hat laut dpa-Bericht bestätigt, dass Tesla bereits einen Plan für die Behebung des Problems vorgelegt hat. Da es sich um ein Sicherheitsrisiko handelt, das mit einem Software-Update behoben werden kann, muss der US-amerikanische Autobauer die vielen Fahrzeuge auch nicht zurück in die Werkstatt rufen. Die Behörde ermahnt betroffene Autofahrer, bis zum erfolgten Update besonders vorsichtig zu fahren.

Tesla gerät unter Druck

Zudem gibt es bei 7500 importierten Fahrzeugen von Model S und Model X, die zwischen dem 26. Oktober 2022 und dem 16. November 2023 produziert wurden, ein Problem mit der Türverriegelung. Doch auch dies kann offenbar mithilfe eines Software-Updates behoben werden.

Tesla hat im vergangenen Jahr mehr als 1,8 Millionen Fahrzeuge verkauft und war damit erneut der größte Elektroauto-Hersteller der Welt. Allerdings hat der chinesische Hersteller BYD im letzten Quartal 2023 erstmals weltweit mehr E-Autos verkauft als die Pioniere aus den USA. Gerade auf dem chinesischen Markt steht Tesla nun unter Druck und droht den Spitzenplatz in diesem Jahr einzubüßen. Doch auch auf anderen Märkten will BYD die Konkurrenten wie Tesla weiter herausfordern. So sind etwa auch eigene Frachtschiffe für den Transport der Fahrzeuge vorgesehen.

Doch auch Tesla schläft nicht und will unter anderem im Werk in Grünheide bei Berlin die Produktion deutlich hochfahren. Inzwischen steht auch fest, wie die Bürgerbefragung in Grünheide zur möglichen Werkserweiterung vonstatten gehen soll.

Quelle: Autogazette – „Tesla muss in China 1,6 Millionen Fahrzeuge nachbessern“

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Daniel Krenzer

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Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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