Tesla Model Y: Maximale Reichweite trifft minimalen Preis

Tesla Model Y: Maximale Reichweite trifft minimalen Preis
Copyright:

Tesla

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Im Oktober hat Tesla in Deutschland bereits eine neue, preislich niedrig angesetzte Variante des Model Y eingeführt. Nun folgt der nächste Schritt in der Ausdifferenzierung der Baureihe. Der Hersteller kündigte die Markteinführung des Model Y Standard Maximale Reichweite mit Hinterradantrieb an und erweitert damit sein Angebot im volumenstarken Mittelklasse-Segment um eine Version, die vor allem auf Reichweite und Betriebskosten zielt.

Die neue Ausführung positioniert sich unterhalb der Premium- und Performance-Modelle, hebt sich jedoch klar vom bisherigen Standardmodell ab. Mit einer nach WLTP ermittelten Reichweite von 657 Kilometern richtet sich das Auto an Nutzerinnen und Nutzer, die regelmäßig längere Strecken zurücklegen, ohne in höhere Preisregionen wechseln zu wollen. In Deutschland liegt der Einstiegspreis bei 46.990 Euro, womit Tesla das Verhältnis von Anschaffungskosten und Reichweite bewusst in den Mittelpunkt stellt.

Technisch kombiniert das Modell einen Hinterradantrieb mit einem vergleichsweise niedrigen Energiebedarf. Tesla gibt einen Verbrauch von 12,7 kWh pro 100 Kilometer an. In Verbindung mit einer maximalen Ladeleistung von 250 kW soll sich das Auto auch für längere Reisen eignen. Kurze Ladepausen reichen laut Hersteller aus, um mehrere Hundert Kilometer Reichweite nachzuladen. Konkret nennt Tesla bis zu 278 Kilometer in 15 Minuten, sofern die entsprechenden Bedingungen an einem Schnelllader gegeben sind.

Eine zentrale Rolle spielt dabei das eigene Ladenetzwerk. Käufer:innen erhalten Zugang zu mehr als 20.000 Superchargern in Europa. Tesla verweist in diesem Zusammenhang auf vergleichsweise niedrige Strompreise an diesen Standorten, was sich insbesondere auf Langstrecken positiv auf die laufenden Kosten auswirken soll.

Unabhängig von der gewählten Variante bringt das Model Y die für Tesla typischen digitalen Funktionen serienmäßig mit. Dazu zählen der Fernzugriff über die mobile App, ein integrierter Routenplaner mit Echtzeit-Informationen zur Verfügbarkeit von Superchargern sowie verschiedene Unterhaltungsangebote für Standzeiten. Auch Funktionen wie der Handy-Schlüssel, die Fernsteuerung der Klimaanlage, der Wächter-Modus oder der Hunde-Modus gehören zum Umfang.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Software. Das Auto wird regelmäßig per Over-the-Air-Update aktualisiert, wodurch bestehende Funktionen angepasst und neue Inhalte ergänzt werden können. Diese Aktualisierungen erfolgen ohne Werkstattbesuch. Serienmäßig ist das System mit Autopilot ausgestattet. Die notwendige Hardware für weitergehende Assistenzfunktionen bis hin zu überwachten autonomen Fahrfunktionen ist bereits verbaut und soll nach Freigabe durch die zuständigen Behörden per Fernaktivierung nutzbar sein.

Niedrige Betriebskosten als Entwicklungsziel

Wie bei der bisherigen Standardvariante verfolgt Tesla auch bei der neuen Ausführung das Ziel, die Gesamtbetriebskosten niedrig zu halten. Der geringe Energieverbrauch und der reduzierte Wartungsaufwand sollen dazu beitragen, die laufenden Ausgaben im Alltag zu begrenzen. Der Hersteller verweist in diesem Zusammenhang auf seine Erfahrung aus der Produktion und Betreuung von weltweit mehr als sieben Millionen Autos, die in die Auslegung aktueller Modelle eingeflossen sei.

Produziert wird das Model Y Standard Maximale Reichweite mit Hinterradantrieb in der Gigafactory Berlin-Brandenburg. Tesla hebt hervor, dass das Auto in Europa für den europäischen Markt gebaut wird. Bestellungen sind ab sofort möglich, die Auslieferungen sollen im Februar 2026 beginnen.

Mit der Einführung dieser Variante ist die Model-Y-Reihe in Deutschland nun breiter aufgestellt. Neben dem Standardmodell mit Hinterradantrieb für 39.990 Euro umfasst das Angebot mehrere Versionen mit maximaler Reichweite, sowohl mit Hinterrad- als auch mit Allradantrieb, sowie eine Performance-Ausführung.

Quelle: Tesla – Pressemitteilung

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Tesla News

Teslas FSD-System in Europa: Zulassung ja, Nachweise nein

Teslas FSD-System in Europa: Zulassung ja, Nachweise nein

Tobias Stahl  —  

„Full Self-Driving“ ist sicher genug für öffentliche Straßen, urteilen die Niederlande. Die Belege dafür bleiben geheim – offenbar auch auf Teslas Drängen hin.

Tesla führt neues Vergütungssystem für Mitarbeiter ein

Tesla führt neues Vergütungssystem für Mitarbeiter ein

Sebastian Henßler  —  

Tesla verändert offenbar die Vergütung seiner Mitarbeitenden grundlegend. Statt höherer Grundgehälter setzt der Autobauer verstärkt auf Aktien und Prämien.

Grünheide: Tesla schafft 3500 Arbeitsplätze bis Jahresende

Grünheide: Tesla schafft 3500 Arbeitsplätze bis Jahresende

Sebastian Henßler  —  

Tesla stellt in Grünheide erneut 1000 Mitarbeiter:innen ein und bereitet den Sprung auf 7500 Fahrzeuge pro Woche ab Oktober vor.

Erneut Querlenker-Probleme: Tesla unter Beobachtung

Erneut Querlenker-Probleme: Tesla unter Beobachtung

Sebastian Henßler  —  

Die US-Behörde NHTSA untersucht 1,2 Millionen Tesla, nachdem sich bei Model 3 und Model Y ein Querlenker der Vorderachse lösen kann.

Tesla-China-Geschäft vor Abspaltung? Musk widerspricht

Tesla-China-Geschäft vor Abspaltung? Musk widerspricht

Sebastian Henßler  —  

Laut einem Zeitungsbericht könnte Tesla sein China-Geschäft abspalten, um eine Fusion mit SpaceX vorzubereiten. Elon Musk weist den Bericht deutlich zurück.

Musk nährt Spekulationen über Tesla-SpaceX-Fusion

Musk nährt Spekulationen über Tesla-SpaceX-Fusion

Arun Niemann  —  

Teslas Quartalszahlen enttäuschten bei Gewinn, Margen und Cashflow. Doch in der Telefonkonferenz ging es plötzlich um die Nähe zu SpaceX.

Tesla: Margen brechen trotz Q2-Rekord ein

Tesla: Margen brechen trotz Q2-Rekord ein

Arun Niemann  —  

Tesla lieferte im zweiten Quartal so viele Autos aus wie nie zuvor in einem Q2. Doch Gewinn, Margen und freier Cashflow entwickeln sich schlechter als gedacht.