Tesla-Fabrik für Brandenburg „ein Vorzeigeprojekt, das weltweite Aufmerksamkeit genießt“

Tesla-Fabrik für Brandenburg „ein Vorzeigeprojekt, das weltweite Aufmerksamkeit genießt“
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Nadezda Murmakova / Shutterstock.com

Michael Neißendorfer
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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke dürfte sich neuerdings mehr und mehr für Elektroautos interessieren. Schließlich baut der Elektroauto-Primus Tesla aus den USA in seinem Bundesland die erste europäische Gigafactory, in Grünheide, im Südosten von Berlin. In einem Interview mit SuperIllu spricht der SPD-Politiker über die Baufortschritte der Gigafactory und erklärt, wie er das Land als Vorreiter der Energiewende in Deutschland positionieren will.

Woidke fahre „immer wieder an der Baustelle vorbei“ und sei „froh, wie schnell das vorangeht.“ Das liege auch an der eigens für das Vorhaben eingerichteten „Tesla-Taskforce“, in welcher neben Ministerien und Vertretern auf kommunaler Ebene auch Tesla mit dabei ist. Die Tesla-Fabrik sei für Brandenburg „ein Vorzeigeprojekt, das weltweite Aufmerksamkeit genießt“ und zeige, wie leistungsfähig das Land und ihre Kommunen sein können.

Dass Tesla-Chef Elon Musk über Twitter die schnellen Baufortschritte lobte, sei „eine Anerkennung für unsere effiziente Arbeit und damit auch eine weltweite Werbung für Brandenburg“, so Woidke in dem Interview. Hilfreich sei auch, „dass Tesla ordentliche Planungsunterlagen liefert“ und die Verwaltung „zügig arbeitet“. Brandenburgs Ministerpräsident ist „optimistisch, dass im Sommer 2021 die ersten Autos in Grünheide vom Band rollen“. Er rechnet damit, dass in der letzten Ausbaustufe der Fabrik dann tatsächlich wie von Tesla bereits in Aussicht gestellt 12. 000 neue Arbeitsplätze entstanden sein werden.

Dass der Bau, wie von Kritikern des Bauprojekts, ohne Rücksicht auf Genehmigungsverfahren oder die Umwelt erfolge, stimme nicht, erklärt Woidke. Alles werde „nach Recht und Gesetz umgesetzt“ und von der Taskforce kontrolliert. „Am Ende“ soll in Grünheide eine Fabrik stehen, „die nicht nur E-Autos produziert, sondern auch ökologisch Maßstäbe setzt“. Das sei ein Anliegen von Elon Musk gewesen und sei auch im Einklang mit der Politik, „mit der Brandenburg die Energiewende und damit den Klimaschutz vorantreibt. Alles andere wäre auch kontraproduktiv. Für Tesla und für uns“, so Woidke.

Quelle: SuperIllu – Dietmar Woidke: Erster Tesla aus Brandenburg im Sommer 2021

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Michael Neißendorfer

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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