1,7 Milliarden Euro: Wie Tesla weiterhin von Emissionsgutschriften profitiert

1,7 Milliarden Euro: Wie Tesla weiterhin von Emissionsgutschriften profitiert
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Maria Glaser
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  —  Lesedauer 2 min

Der E-Auto Primus Tesla hat im vergangenen Jahr durch den Verkauf von Emissionsgutschriften erneut eine beträchtliche Summe von anderen Autoherstellern eingenommen, die ihrerseits Richtlinien für Emissionsstandards nicht einhalten konnten und sich – vereinfacht ausgedrückt – die Lizenz für höhere CO2-Emissionen bei Tesla erkauft haben, um noch höhere Strafzahlungen zu vermeiden. Entgegen der Erwartungen des Unternehmens von Elon Musk nimmt das lukrative Geschäft damit nicht ab.

Laut dem Jahresbericht des Unternehmens nahm Tesla 2023 umgerechnet knapp 1,7 Milliarden Euro durch Emissionsgutschriften ein. Damit hat der Hersteller seit 2009 umgerechnet mehr als 8 Milliarden Euro mit diesen Verkäufen verdient. Der Einnahmentrend, der 2021 um knapp 7 Prozent abgenommen hatte, nahm seither wieder zu.

Zu dieser Zeit rechnete Tesla noch damit, dass diese Gewinnquelle allmählich versiegen würde. Der damalige Chief Financial Officer des Unternehmens, Zachary Kirkhorn, vermutete im Juli 2020, dass das Geschäft mit regulatorischen Gutschriften für eine gewisse Zeit weitergehen, aber deutlich nachlassen werde.

Da sich Tesla vollständig auf die Produktion und den Verkauf von im Vergleich zu Verbrennern emissionsärmeren Elektroautos spezialisiert hat, kann das Unternehmen Gutschriften für CO2-Emissionen verkaufen, die es selbst nicht benötigt. Diese können von anderen Autoherstellern, die die Grenzwerte für Emissionen überschreiten, aufgekauft und an deren Bilanz angerechnet werden.

Nachhaltige Produktion lohnt sich

Zu diesen Herstellern, die die Grenzwerte verfehlt haben, gehörten in den letzten Jahren beispielsweise der Volkswagen-Konzern und General Motors, aber auch die Honda und Jaguar Land Rover. Grund dafür ist auch, dass die Hersteller ihre Ziele für die Produktion von Elektroautos verfehlt oder Investitionen gestrichen haben.

Dadurch, dass Tesla für die Gutschriften kaum Kosten hat, sind die Einnahmen durch die Verkäufe ein nahezu vollständiger Gewinn für das Unternehmen. Außerdem sind zwar andere Hersteller für Elektroautos im Aufstieg, jedoch hat Tesla einen bedeutenden Vorsprung. Die Führungskräfte der Automobilindustrie dürften wenig begeistert sein, mit ihren Emissionszahlungen ihre Konkurrenz zu unterstützen.

„Es macht sie wirklich wütend, dass Tesla als einziger reiner Elektroautohersteller so viel Auftrieb bekommen hat. Im Endeffekt haben sie geholfen, dieses neugegründete Unternehmen zu finanzieren, das jetzt den ganzen Ruhm hat.“ – Mary Nichols, ehemalige Vorsitzende des California Air Resources Board

Richtlinien für Emissionsgrenzwerte gibt es von verschiedenen Behörden, nicht nur innerhalb der Europäischen Union, sondern auch in China oder dem US-Bundesstaat Kalifornien. Und die Vorschriften werden strenger: Europa hat die Standards ab nächstem Jahr und anschließend ab 2030 verschärft.

Quelle: BNN Bloomberg – Tesla Rakes In $9 Billion From Carmakers Failing to Sell Enough EVs

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Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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