E-Autos derzeit gut ein Fünftel teurer als vergleichbare Verbrenner

E-Autos derzeit gut ein Fünftel teurer als vergleichbare Verbrenner
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Volvo

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Wer derzeit in Deutschland ein Elektroauto kauft, der zahlt im Durchschnitt 21 Prozent mehr als für das vergleichbare Verbrennermodell. Allerdings gibt es dabei je nach Hersteller und Segment mitunter deutliche Unterschiede, wie eine aktuelle Auswertung des Automobilexperten Ferdinand Dudenhöffer zeigt. Unter anderem die Automobilwoche als auch Welt online hatten eine entsprechende DPA-Meldung aufgegriffen.

Dudenhöffer hat dafür nicht die Listenpreise miteinander verglichen, sondern mithilfe von Online-Vermittlern die Preise zurate gezogen, die von den Kunden abzüglich des Rabatts derzeit tatsächlich gezahlt werden müssen. Denn abgesehen vom niedrigeren Listenpreis für Verbrenner gebe es auf sie derzeit oft auch die größeren Preisnachlässe.

„Auffällig ist, dass die deutschen Premiumautobauer, allen voran BMW, die Preisspanne zwischen dem Elektroauto und dem Verbrenner eher klein gestalten“, schreibt der Leiter der Studie. So sei beispielsweise der BMW iX1 nur rund sechs Prozent teurer als der BMW X1. Auch bei Mercedes gebe es ähnliche Beispiele. Somit komme es nicht von ungefähr, dass ausgerechnet bei BMW sich der Absatz von Elektroautos deutlich oberhalb des Marktschnitts etabliere.

Vor allem bei kleinen Modellen fallen die Elektroautos der Studie zufolge oft bedeutend teurer aus als ihre Verbrenner-Brüder. So sei der elektrische Opel Corsa fast 80 Prozent teurer als sein Verbrennerbruder, beim Opel Mokka seien es aber lediglich 35 Prozent Aufschlag. Ähnlich sehe es bei der Stellantis-Geschwistermarke Peugeot aus. Auch beim MG ZS sei die Elektroversion gut 75 Prozent teurer als der Benziner. Offenbar hat MG Motor die Strafzölle der EU bei der Preisgestaltung bereits berücksichtigt, heißt es im Artikel der Automobilwoche.

Ferdinand Dudenhöffer stellt fest, dass Elektroautos somit für den „Otto Normalverbraucher“ in der Regel zu teuer sein. „Bis Ende 2023 hatten etwa fehlende Ladesäulen die Käufer keineswegs davon abgehalten, Elektroautos zu kaufen. Mit dem Stopp der Prämie kam der Einbruch“, schreibt der Automobilexperte.

Quelle: Automobilwoche – „Studie: E-Autos im Schnitt 21 Prozent teurer als vergleichbare Verbrenner“; Welt online – „Bis zu 79 Prozent teurer – Die wahren Preis-Unterschiede zwischen E-Auto und Verbrenner“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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