Stellantis und Luvly kooperieren für neues Elektroauto

Stellantis und Luvly kooperieren für neues Elektroauto
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Luvly

Maria Glaser
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  —  Lesedauer 3 min

Der europäische Automobilkonzern Stellantis geht eine Partnerschaft mit Luvly ein. Dabei soll die Technologie des schwedischen Herstellers für Stadtfahrzeuge getestet werden. Das Konzept der leichten, elektrischen Flatpack-Fahrzeuge könnte dann künftig auch bei Elektroautos von Stellantis Eingang finden.

Der Name des 2015 in Stockholm gegründeten Unternehmens Luvly leitet sich von der Abkürzung LUV für Light Urban Vehicle ab. Die elektrischen, effizienten Kleinwägen sind dabei für den Einsatz in der Stadt konzipiert und werden mit Flatpack-Versandmethode vertrieben. Da dieses Konzept an den ebenfalls schwedischen Möbelhersteller Ikea erinnert, wird Luvly auch als „Ikea der Elektroautos“ bezeichnet.

Durch diese Form des Versands kann das Unternehmen massiv bei den Transportkosten sparen. Etwa 20 vollständig montierte Exemplare des Modells O oder 250 unmontierte Karosserien passen in einen Standard-Container von 6 Metern.

Die Elektroautos der Marke wiegen weniger als 450 Kilogramm und können zwei Personen transportieren. Dabei wurde eine besonders leichte Plattform aus Verbundplatten konzipiert, die durch energieabsorbierende Module für mehr Sicherheit sorgt und an jeden lizenziert werden kann. Die Platten werden von stranggepressten Aluminiumverbindern zusammengehalten. Aufhängung, Motoren und Karosserie werden daran befestigt. Die Elektroautos werden außerdem mit zwei wiederaufladbaren 15-Kilogramm-Batterien geliefert.

Der Energieverbrauch für Produktion, Versand und Vertrieb ist dabei um 80 Prozent niedriger als bei herkömmlichen Elektroautos. Luvly verwende leichtere Materialien, 80 Prozent weniger Rohstoffe, habe einen viel kleineren Motor und die Größe der Batterie im Vergleich zu einem Standard-Elektroauto um 90 Prozent verkleinert, so der CEO des Unternehmens, Håkan Lutz, gegenüber Zag.

„Der Grund dafür, dass wir die Größe der Batterie so stark verringern konnten, ist erstens, dass die Struktur sehr leicht ist. Zweitens, weil sie nicht wie eine Rakete beschleunigt werden muss. Drittens, weil es so gebaut ist, dass es Menschen über vergleichsweise kurze Strecken innerhalb einer Stadt transportieren kann, und viertens, weil wir in den Fällen, in denen man tatsächlich eine große Reichweite benötigt, Batterien haben, die schnell ausgetauscht werden können.“ – Håkan Lutz, CEO von Luvly

Das Modell O der Marke ist noch nicht im Handel erhältlich. Es verspricht eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern mit einem austauschbaren Akkupack mit 6,4 Kilowattstunden und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 56 km/h. Der Preis soll bei rund 10.000 Euro liegen.

Derzeit ist Luvly dabei, 5 Millionen Euro Eigenkapital zu beschaffen, die für die weitere Skalierung von Vertrieb und Marketing, Forschung und Entwicklung sowie Tests verwendet werden sollen.

Zusammenarbeit mit Stellantis

Stellantis hat offenbar Interesse daran, diese Technologie für den Einsatz in zukünftigen Elektroautos zu erproben. Mit der Partnerschaft mit dem Großkonzern wolle Luvly zeigen, dass es seine Versprechen einhalten kann, so CEO Lutz. Er glaube auch, dass die Technologie von Luvly das Potenzial habe, die Art und Weise, wie Fahrzeuge entworfen und gebaut werden, zu revolutionieren.

Mit einer einjährigen Handelsvereinbarung gehen die Unternehmen einen Schritt weiter in der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Technologien im Automobilbereich.

„Dies ist die erste große kommerzielle Partnerschaft mit einem so wichtigen Akteur wie Stellantis. Wenn es uns gelingt, das Sicherheitsniveau und die Wirtschaftlichkeit unserer Plattform zu beweisen und Stellantis sich dafür entscheidet, sie zu übernehmen, ist das nicht nur für uns, sondern auch für die Branche von großer Bedeutung.“ – Håkan Lutz, CEO von Luvly

Stellantis steht derzeit kurz davor, sein Geschäft mit Elektroautos über den Citroën Ami, den Fiat Topolino und den Opel Rocks Electric hinaus auszuweiten. Wenn sich das Konzept von Luvly nach den Prüfungen durch Stellantis bestätigen sollte, könnte es künftig beim Konzern eingearbeitet werden.

Quellen: Zag – Exclusive: Stellantis partners with Luvly to evaluate light urban vehicle technology / Autocar – Stellantis taps Swedish start-up for quadricycle production tech

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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