smart verabschiedet sich von traditionellen E-Modellen

smart verabschiedet sich von traditionellen E-Modellen
Copyright ©

gd_project / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Mit dem neuen smart, der Anfang 2023 in Deutschland debütieren soll, stellt Daimlers Kleinwagenmarke auch seinen Vertrieb um. Das physische Händlernetz soll kräftig ausgedünnt werden, künftig soll der Verkauf und das Leasing verstärkt im Digitalen stattfinden. Des Weiteren plane man Schritt für Schritt Abstand von traditionellen Modellen zu nehmen. Nachdem der smart ForTwo und ForFour als Verbrenner bereits 2020 ausgelaufen sind, läuft nun auch die E-Variante des ForFour aus.

Somit bietet die Kleinwagen-Marke von Daimler nur noch den Zweisitzer ForTwo geschlossen und als Cabrio an. Ein direkter Nachfolger für den größeren Viersitzer ist nicht geplant. Ersichtlich wird dies dadurch, dass auf der Website von smart der ForFour nicht mehr konfiguriert werden kann. Das ursprünglich als Verbrenner konzipierte Modell entstand bei Renault in Slowenien mit Antriebstechnik der Franzosen. Die Produktion wurde laut Berichten nun eingestellt. Verständlich. War die Resonanz am Markt nicht sonderlich positiv. Was auch daran lag, dass der Stromer zu einem hohen Preis von 22.600 Euro, bei einer vergleichsweise geringen Reichweite von 153 km (NEFZ-Zyklus), angeboten wurde.

Mitte Juli stellte smart ein erstes Foto des vollelektrischen SUV-Konzeptfahrzeugs vor. Das als Concept #1 bezeichnete E-SUV sei der Vorbote einer komplett neu entwickelten smart Generation. Am Vorabend der IAA 2021 in München war es soweit und smart hat sein Concept #1 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das SUV-Konzeptfahrzeug führt die Marke smart in das wachstumsstarke Klein- und Kompaktwagensegment. Wann die Serien-Variante des Concept #1 auf die Straße kommt und auch hinsichtlich technischer Daten hält sich smart derzeit noch zurück.

Bereits im März 2018 ist die Entscheidung über die Zukunft von smart gefallen. Und diese Zukunft liegt fortan in China. Daimler gab hierzu 50% seines Anteils an die Zhejiang Geely Holding Group (Geely Holding) ab, um gemeinsam ein global ausgerichtetes 50:50 Joint Venture ins Leben zu rufen. Ziel ist es, smart, den Pionier urbaner Mobilität, als führende Marke für Elektromobilität weiterzuentwickeln.

Blicken wir zunächst noch einmal auf die aktuellen Modelle. Hier scheint nicht klar zu sein, wie lange das smart ForTwo Coupé und die Cabrio-Version noch angeboten werden. Denn das Werk für die E-Autos in Frankreich wurde schon 2020 an den Geländewagenhersteller Ineos Automotive verkauft. Zunächst sei es so, dass der ForTwo noch in Auftragsfertigung weiter vom Band rolle, über den Zeitpunkt des Auslaufs wurde laut Daimler noch nicht entschieden.

Quelle: ecomento.de – Smart ForFour läuft aus, kein direkter Nachfolger geplant

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.