Warum der Smart #2 monatelang Schlaglöcher sucht

Warum der Smart #2 monatelang Schlaglöcher sucht
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Der Smart #2 durchläuft derzeit ein umfangreiches weltweites Testprogramm. Der Zweisitzer soll im Oktober auf dem Pariser Autosalon seine Weltpremiere feiern. Auf öffentlichen Straßen ist das Modell aktuell in einer eigens gestalteten schwarz-weißen Tarnlackierung unterwegs, die vom Mercedes-Benz Global Design Team entworfen wurde. Damit rückt der Zeitpunkt der offiziellen Vorstellung näher, während die technische Feinabstimmung des Fahrzeugs weiterläuft.

Auf speziellen Testgeländen prüften die Ingenieur:innen die Agilität des Autos unter realen städtischen Bedingungen. Dazu zählten unerwartete Hindernisse, Ausweichmanöver bei Notfällen und nasse Fahrbahnen mit geringer Haftung. Die Fahrwerksbefestigungspunkte, das Lenkverhältnis und der Lenkgetriebeweg sowie die Federungssteuerung wurden fortlaufend angepasst, damit das Auto im Alltagsverkehr stabil und reaktionsschnell bleibt. Über die reine Fahrdynamik hinaus soll das kompakte Format des Autos trotzdem ein ruhiges Fahrerlebnis im Innenraum ermöglichen.

Geräuschentwicklung und Fahrkomfort im Fokus

Um den Innenraumkomfort an den Anspruch der Marke anzupassen, führte das Entwicklungsteam umfangreiche Tests zu Geräusch, Vibration und Rauheit durch, im Fachjargon als NVH bekannt. Die Prüfungen fanden im Windkanal, in der Akustikkammer, auf einem temperaturgeregelten Vier-Säulen-Prüfstand, auf Testgeländen sowie im öffentlichen Straßenverkehr statt. Untersucht wurden unter anderem Windgeräusche, Fahrgeräusche, die Geräuschentwicklung des Antriebsstrangs sowie thermische Effekte, Quietschen und Klappern. Zusätzlich arbeitete das Team an der allgemeinen Klangqualität im Innenraum.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Abstimmung der Reifen. Auf unebenem Asphalt, gerilltem Beton und Hochgeschwindigkeitsstrecken suchten die Techniker:innen nach dem passenden Ausgleich zwischen niedrigem Rollwiderstand für eine möglichst hohe Reichweite und effektiver Geräuschdämmung. Parallel dazu absolvierte das Fahrzeug Haltbarkeitstests auf holprigen Straßen und mit Schlaglöchern übersäten Stadtstrecken. Gezielte Aufpralltests simulierten typische Situationen im urbanen Alltag, etwa das Überfahren von Bordsteinkanten oder das Einfahren in tiefe Fahrbahnschäden.

Sicherheitszelle und Markenanspruch

Florian Nemitz, CEO von Smart Deutschland, ordnet die Bedeutung des Modells für die Marke ein: „Der Smart #2 steht, wie kaum ein anderes Fahrzeug, für das, was unsere Marke seit jeher ausmacht: intelligente Mobilität für die Stadt mit unverwechselbarer Identität.“ Als technologisches Fundament dient laut Nemitz die eigens entwickelte ECA-Plattform, auf deren Basis der vollelektrische Zweisitzer entstehen soll. Design, kompakte Abmessungen sowie ein hohes Niveau bei Agilität, Komfort und Sicherheit sollen dabei zusammenfinden.

Zur strukturellen Basis des Autos zählt die nächste Generation der bekannten Tridion-Sicherheitszelle. Sie verbindet kompakte Außenmaße mit einer robusten Struktur, die aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen soll. In Kombination mit einer optimierten Karosseriesteifigkeit und angepassten strukturellen Belastungspunkten soll so ein zuverlässiger Begleiter für den Stadtverkehr entstehen.

Kennzeichnend für den Zweisitzer bleibt die sogenannte Wheels-at-the-corners-Architektur, die bereits die erste Generation des Smart Fortwo prägte. Sie gilt als Grundlage für das platzoptimierte Design der Baureihe und soll auch beim Smart #2 für hohe Wendigkeit auf engem Raum sorgen. Als vollelektrisches Stadtauto richtet sich das Modell an die Anforderungen dichter urbaner Umgebungen. Bis zur geplanten Weltpremiere im Oktober in Paris läuft die Erprobung des Serienmodells weiter.

Quelle: Smart – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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