Skoda startet Batterieproduktion nach Corona-Pause wieder

Skoda startet Batterieproduktion nach Corona-Pause wieder
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Neustart der Fertigung beim tschechischem Autohersteller Skoda nach der Corona-bedingten Produktionspause folgt einem genauen Fahrplan, der sich an den Prozessschritten und den Lieferketten orientiert. Am Skoda Stammsitz in Mladá Boleslav ist nun auch die Montage von Hochvolt-Traktionsbatterien für Plug-in-Hybridmodelle des Volkswagen Konzerns wie geplant wieder angelaufen. Oberste Priorität hatte dabei die strikte Einhaltung von mehr als 80 Maßnahmen zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Mit ihnen beugt der Automobilhersteller Ansteckungen mit dem Corona-Virus in seinen Werken und Bürogebäuden bestmöglich vor.

Die Batteriesysteme werden auf der Fertigungslinie montiert, getestet und vor dem Einbau aufgeladen. Im Stammwerk Mladá Boleslav sind rund 200 Beschäftigte am Produktionsprozess der Batterien beteiligt. Skoda plant, die bestehenden Fertigungskapazitäten noch dieses Jahr auszubauen. Bei der Herstellung unterstützen 13 KUKA-Roboter die menschlichen Kollegen und übernehmen mit einer maximalen Traglast von 210 bis 500 Kilogramm den Transport besonders schwerer oder sperriger Bauteile.

„Am Standort Mladá Boleslav produzieren wir Hochvolt-Traktionsbatterien für Fahrzeuge mit Plug-In-Hybridantrieb verschiedener Konzernmarken. In den letzten Wochen haben wir daher umfassende Vorbereitungen getroffen, um unter den aktuellen Bedingungen einen planmäßigen Wiederanlauf sicherzustellen und von Beginn an die Fertigung der benötigten Stückzahl zu gewährleisten. Oberste Priorität hat dabei selbstverständlich jederzeit die Einhaltung der gebotenen Maßnahmen zum bestmöglichen Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter.“ — Christian Bleiel, Leiter Komponentenfertigung von Skoda

Die Hochvolt-Traktionsbatterien aus dem Werk in Mladá Boleslav kommen bereits seit September 2019 in Plug-in-Hybridmodellen der Konzernmarken Skoda, Audi, Seat und Volkswagen zum Einsatz, die auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) basieren. Sie werden auch im Skoda SUPERB iV verbaut, der ebenfalls seit September 2019 im Skoda-Werk Kvasiny vom Band rollt.

Quelle: Skoda — Pressemitteilung vom 30.04.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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