Škoda berichtet über zunehmende Nachhaltigkeit im Unternehmen

Škoda berichtet über zunehmende Nachhaltigkeit im Unternehmen
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Die tschechische VW-Tochter Škoda hat ihren Nachhaltigkeitsbericht für das vergangene Jahr 2023 veröffentlicht. Dies ist laut EU-Recht für besonders große Unternehmen verpflichtend, wobei in den kommenden Jahren immer mehr kleinere Unternehmen ebenfalls in die Berichtspflicht fallen. Der Nachhaltigkeitsbericht 2023 von Škoda Auto gibt einen umfassenden Überblick der überarbeiteten Nachhaltigkeitsstrategie des tschechischen Automobilherstellers und beschreibt Initiativen und Fortschritte in allen ESG-Handlungsfeldern (Environmental, Social, Governance; zu Deutsch: Umwelt, Soziales, Unternehmensführung), so heißt es in einer Pressemitteilung.

Škoda Auto arbeite konsequent daran, die Auswirkungen seiner Geschäftstätigkeit auf die Umwelt systematisch zu reduzieren, ist dort zu lesen. Gleichzeitig engagiere sich das Unternehmen für die Verbesserung lokaler Ökosysteme, leiste internationale humanitäre Hilfe und fördere Einzelpersonen, Kommunen und die regionale Entwicklung an den Werksstandorten Mladá Boleslav, Vrchlabí und Kvasiny. Darüber hinaus enthält der Bericht Hintergründe zu Unternehmensführung und Unternehmenskultur sowie zur Umsetzung von Integritätsmaßnahmen.

Karsten Schnake, Škoda Auto Vorstand für Beschaffung und Vorstandsvertreter für Nachhaltigkeit, erklärt: „In diesem Jahr veröffentlichen wir unseren Nachhaltigkeitsbericht erstmals parallel zu unserem Geschäftsbericht. Dadurch vereinheitlichen wir unsere Berichtszyklen und lenken mehr Aufmerksamkeit auf unsere Nachhaltigkeitsziele und unser soziales Engagement. Darüber hinaus unterstreicht dieses Vorgehen die Bedeutung einer konsistenten, transparenten und detaillierten Berichterstattung über die wichtigsten ESG-Themen für alle Stakeholder.“

Folgende Punkte aus dem Nachhaltigkeitsbericht hebt Škoda in seiner Pressemitteilung besonders hervor:

GreenProduction: umfangreiche Maßnahmen, um die Umweltauswirkungen der Unternehmenstätigkeit zu verringern

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Produktion in seinen drei tschechischen Werken bis 2030 erzielt Škoda Auto laut eigener Aussage große Fortschritte. Im Herbst 2023 nahm das Unternehmen im Stammwerk Mladá Boleslav eine Aufdach-Solaranlage in Betrieb. Diese Anlage mit einer Gesamtfläche von über 10.000 Quadratmetern kann jährlich mehr als zwei Gigawattstunden (GWh) emissionsfreien Strom erzeugen.

Um den ökologischen Fußabdruck seiner Produktionsprozesse genau zu bewerten, hat Škoda Auto eine neue Kennzahl für die Verminderung der Umweltauswirkungen der Produktion eingeführt, die UEP. Dieser Indikator misst, wie sehr Energieverbrauch, CO2-Emissionen, Wasserverbrauch und Abfallaufkommen sowie die Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) pro produziertem Fahrzeug sinken. Demnach verringerte sich der Wasserverbrauch pro Fahrzeug in den tschechischen Werken 2023 im Vergleich zu 2010 um 37,7 Prozent, der Energieverbrauch ging im gleichen Zeitraum um 38,8 Prozent auf 1,38 MWh zurück. Bis 2025 will Škoda Auto den Gesamt-UEP im Vergleich zu 2010 um 52,5 Prozent senken.

GreenProduct: verstärkter Einsatz von Recyclingmaterialien

Im Sinne einer echten Kreislaufwirtschaft erhöht Škoda Auto in enger Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern systematisch den Einsatz von natürlichen, recycelten und wiederverwertbaren Materialien in seinen Fahrzeugen. So bestehen beispielsweise im neuen Superb alle textilen Bestandteile der Sitze und Türverkleidungen zu 100 Prozent aus recyceltem Polyester. Auch der Eiskratzer im Tankdeckel und der Regenschirm in der Tür – der einst im Superb debütierte – seien nun aus nachhaltigen Materialien gefertigt. Den Anteil der recycelten Materialien will Škoda Auto in künftigen Modellen schrittweise erhöhen. Das Ziel lautet, ab 2025 den Anteil der recycelten Kunststoffe auf rund 40 Kilogramm Nettomaterialgewicht pro Fahrzeug zu verdoppeln.

GreenRetail: Nachhaltigkeitsgedanken im gesamten Handels- und Servicenetzwerk vorantreiben

Als Teil des Volkswagen Konzerns gehört auch Škoda Auto der Handelsinitiative goTOzero an. Sie dient als Roadmap für die Dekarbonisierung des Handels- und Servicenetzwerks. Škoda Auto will den CO2-Fußabdruck seiner autorisierten Vertriebs- und Servicepartner bis 2030 um mindestens 30 Prozent im Vergleich zu 2020 verringern. Dabei zielt die Strategie insbesondere auf eine maximale Abfallverwertung, weiter sinkenden Energieverbrauch und die Nutzung von Regenwasser ab.

Das S-Rating-System: ein Rahmen für verantwortungsvolle Beschaffung

In der Zusammenarbeit mit Zulieferern verwendet Škoda Auto ein System namens S-Rating. Es setzt verbindliche Rahmenbedingungen für kritische Aspekte wie Umweltschutz, Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte, transparente Geschäftspraktiken, faires Marktverhalten und Integration von Nachhaltigkeitskriterien in betriebliche Abläufe und Prozesse. 2023 entfielen 90 Prozent des Umsatzes von Škoda Auto (bezogen auf den Gesamtumsatz der vorhergehenden zwölf Monate) auf Lieferanten, die das höchste Nachhaltigkeits-Rating erreicht haben.

Umfangreiches gesellschaftliches Engagement für Menschen und Gemeinschaften

Škoda Auto nimmt laut eigener Aussage auch seine soziale Verantwortung aktiv wahr. Das zeige sich insbesondere durch Initiativen zur Unterstützung lokaler Ökosysteme. So fördert beispielsweise das vom Škoda Auto Stiftungsfonds ins Leben gerufene Programm „Rübezahls Gärten“ die biologische Vielfalt in der Umgebung der Werke in Mladá Boleslav, Kvasiny und Vrchlabí. Unter dem Motto #ŠkodaAutoHelps hat der Automobilhersteller humanitäre Hilfe für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine geleistet. Nach dem verheerenden Erdbeben, das im Februar 2023 Teile der Türkei und Syriens heimsuchte, spendete der Volkswagen Konzern einschließlich Škoda Auto und seiner Schwestermarken eine Million Euro für humanitäre Soforthilfe. In Zusammenarbeit mit Volkswagen und regionalen Partnern wurden später außerdem 75 Container-Unterkünfte für die Familien von Beschäftigten der Importeure in den betroffenen türkischen Regionen bereitgestellt.

Förderung von gegenseitigem Respekt, Vielfalt und Inklusion

Škoda Auto fördere zudem aktiv eine Kultur der Akzeptanz, der Chancengleichheit, der Vielfalt und der respektvollen Zusammenarbeit. Das Unternehmen hat sein Engagement für Vielfalt und Inklusion in seiner Next Level – Škoda Strategie 2030 verankert und weitere Maßnahmen in seiner Diversity-Strategie 2030 festgelegt. Im Jahr 2023 drückte Škoda mit der Kreation des Enyaq Coupé Respectline sein Bekenntnis zur Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung, Fairness und Inklusion aus. Das Auto wurde von Mitarbeitern von Škoda Auto aus dem gesamten Unternehmen gemeinsam entwickelt.

Die Ergebnisse in anderen Schlüsselbereichen wie Technische Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Logistik, Vertrieb und Marketing sowie die Finanzergebnisse von Škoda Auto sind im Jahresbericht des Unternehmens zusammengefasst.

Quelle: Škoda – Pressemitteilung vom 20. März 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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