Skoda Enyaq: Nachfolger für 2028 geplant

Skoda Enyaq: Nachfolger für 2028 geplant
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ŠKODA | Symbolbild

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Skoda bereitet sich auf die nächsten Schritte in der Welt der Elektromobilität vor und plant, bis zum Ende des Jahrzehnts eine Nachfolgeversion des Enyaq auf den Markt zu bringen, die auf der neuen SSP-Plattform (Scalable Systems Platform) des Volkswagen-Konzerns basieren werde. Bestätigt wurde dies durch Skoda-Chef Klaus Zellmer im Gespräch mit Autocar.

Wie mittlerweile bekannt ist, soll die SSP-Plattform zukünftig die Basis für 80 Prozent der Fahrzeuge der VW-Gruppe bilden und den Übergang von der aktuellen MEB-Plattform markieren. Das erste Elektroauto von Skoda, welches auf der neuen Basis an den Start geht, soll zwischen 2028 und 2029 auf den Markt kommen. Zeitgleich mit dem elektrischen Nachfolger des Volkswagen Golf. Zellmer gab zu verstehen, dass der Enyaq-Nachfolger, der in Mlada Boleslav in der Tschechischen Republik produziert werden soll, auf dieser neuen Plattform stehen wird. Die Frage, ob sich das neue Modell deutlich vom aktuellen unterscheiden wird, ließ Zellmer offen und erwähnte, dass daran noch gearbeitet werde.

Blickt man auf den Erfolg der aktuellen Enyaq Modelle ist eher weniger damit zur rechnen, dass der Automobilhersteller deutlich von diesem Ansatz abweicht. Im vergangenen Jahr verkaufte Skoda fast 54.000 Enyaq-Modelle und verzeichnete im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Anstieg der Verkaufszahlen um 41 Prozent, wobei der Enyaq das neuntbeliebteste Elektroauto in Europa war. Ein Erfolgsrezept scheint gefunden.

Erwartet wird, dass der Fokus auf Praktikabilität erhalten bleibt, aber auch, dass der Enyaq der zweiten Generation ein radikal neues Design im Einklang mit Skodas robustem Designethos „Modern Solid“ annehmen wird, was ihn als offensichtlichen Verwandten des kommenden Space BEV, einem elektrischen Siebensitzer, ausweisen wird.

Neben verändertem Design sind es aber vor allem die inneren Werte, die Vorfreude auf den neuen Enyaq schüren. Mit der SSP-Plattform erhält dieser eine hochgradig anpassbare modulare Architektur als Basis, die verschiedene Antriebsstränge und Batterien je nach Bedarf aufnehmen kann. Ferner verspricht die Plattform deutliche Verbesserungen in Bezug auf Reichweite, Effizienz, Leistung und Erschwinglichkeit im Vergleich zur aktuellen MEB-Struktur.

Zu den technischen Neuerungen gehört die Einführung einer neuen „Unified“ Batteriestruktur, die hausintern entwickelt wurde und die in den meisten Modellreihen der VW-Gruppe geteilt werden soll, um Kosteneinsparungen durch Skaleneffekte zu erzielen. 800 Volt-Technologie soll zum Einsatz kommen, welche das Laden von 10 auf 80 Prozent in gerade einmal 12 Minuten ermöglichen soll. Im Vergleich zu etwa 35 Minuten beim aktuellen Enyaq –, wobei spezifische Kapazitäten und Reichweiten noch bestätigt werden müssen.

Ein weiteres wichtiges Upgrade für die SSP-Ära wird die Einführung eines neuen Software-Stacks sein, der als 2.0 bezeichnet wird und unter anderem Upgrades für Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität sowie die Kapazität für autonomes Fahren bis zu Level vier mit sich bringen soll.

Quelle: Autocar.co.uk – Skoda Enyaq successor due in 2028 with 12-minute charging

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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