Škoda hat sein einmillionstes Batteriesystem produziert

Škoda hat sein einmillionstes Batteriesystem produziert
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Škoda hat in seinem Hauptwerk Mladá Boleslav das einmillionste Batteriesystem produziert. Der Automobilhersteller montiert dort bereits seit 2019 aus zugelieferten Zellen Hochvolt-Traktionsbatterien für Plug-in-Hybride und reine Elektroautos. Aktuell entstehen im Stammwerk vor allem größere Batterien für rein elektrische Modelle auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) des VW-Konzerns. Auf zwei Produktionsstraßen kann Škoda Auto täglich bis zu 1500 Einheiten herstellen, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. Die dort gebauten Batterien weisen Kapazitäten von 55 bis 91 kWh (Nettokapazität 52 bis 86 kWh) auf. Sie kommen in den Škoda Modellen Enyaq und Elroq sowie in Fahrzeugen weiterer Konzernmarken wie Volkswagen, Cupra und Audi zum Einsatz.

Dass wir jetzt den Meilenstein von einer Million Batteriesystemen erreichen, die Škoda Auto für Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns gebaut hat, zeugt vom Engagement unseres Teams und der engen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Marken. Gleichzeitig unterstreicht diese Leistung auch unser Engagement für nachhaltige Mobilität und unseren Beitrag zum Wandel der Branche hin zu einer grüneren Zukunft“, sagt Andreas Dick, Škoda Auto Vorstand für Produktion und Logistik. Die nächsten Schritte seien bereits getan: „Der Bau eines weiteren Werks für Batteriesysteme in Mladá Boleslav ist bereits im Gange.

Škoda Auto fertigt seit September 2019 Hochvolt-Batteriesysteme. Den Auftakt bildete die Montage der Traktionsbatterien für das Plug-in-Hybridmodell Superb iV. 2022 begann im Werk Mladá Boleslav die Produktion der Batteriesysteme für vollelektrische Fahrzeuge auf Basis der MEB-Architektur. Derzeit kommen diese Systeme unter anderem im Škoda Enyaq und dem neuen Kompakt-SUV Elroq zum Einsatz. Momentan stellt Škoda Auto ausschließlich Batterien für MEB-Modelle her.

Erst 2023 hat der Hersteller die Produktionskapazitäten in Mladá Boleslav durch den Bau einer zweiten Montagelinie auf 1500 Batteriesysteme pro Tag ausgebaut. Darüber hinaus investiert Škoda Auto in die weitere Transformation, beispielsweise in die Digitalisierung der Unternehmensprozesse und die Weiterbildung der Mitarbeiter. Bis heute hat Škoda Auto mehr als 28.000 Beschäftigte erfolgreich für die Anforderungen der Elektromobilität qualifiziert.

Rund 90 Beschäftigte pro Schicht montieren die Batteriesysteme auf circa 10.500 Quadratmetern Werksfläche. 82 vollautomatisierte Roboter übernehmen spezielle Aufgaben wie das Bewegen besonders schwerer Komponenten. Alle 60 Sekunden läuft eine neue Batterie für ein MEB-basiertes Modell vom Band. Wenn die Energiespeicher die Produktionslinie verlassen, wiegen sie im Fall der 82-kWh-Batterie fast 490 Kilogramm.

Die in Mladá Boleslav hergestellten Lithium-Ionen-Batterien sind modular aufgebaut. Dieses Konstruktionsprinzip ermöglicht eine große Vielfalt von Hochvoltbatterien. So bestehen die aktuell gefertigten Batterien aus acht bis 13 Modulen mit jeweils 16 bis 26 zugelieferten Zellen und stellen eine Kapazität von 55 bis 91 kWh (netto 52 bis 86 kWh) bereit.

Computer-Tomographie – eine einzigartige Technologie in der Batteriefertigung

Im Juni hat Škoda Auto eine hochmoderne Anlage neu in Betrieb genommen, die die Qualitätskontrolle der komplett montierten Batterien nochmals optimiert. Das System nutzt Computer-Tomographie (CT) und ist damit in der Lage, komplexe interne Details bis zu einer Größe von vier Mikrometern (vier Tausendstel Millimeter) zu erfassen.

Diese Technologie liefert hochaufgelöste, detailgenaue Bilder vom Inneren der Batteriekomponenten. Hierdurch fallen mögliche Abweichungen einzelner Teile zuverlässig auf, ohne das gesamte Batteriesystem zerlegen zu müssen. Mit dem System lassen sich auch Batteriezellen untersuchen, die bereits im Einsatz waren.

Quelle: Škoda – Pressemitteilung vom 04.12.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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