Sixt Studie zu Elektromobilität und Carsharing in Großstädten

Sixt Studie zu Elektromobilität und Carsharing in Großstädten
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Hannes Dollinger
Hannes Dollinger
  —  Lesedauer 4 min

Wir leben in einer Zeit, in der innovative Technologien und nachhaltige Ansätze die Verkehrswende einläuten sollen. Im Zentrum dieser Bewegung steht die Elektromobilität. Doch wie präsent ist das Thema Green Mobility wirklich in unserer Gesellschaft, insbesondere in den Großstädten? Diese Fragen hat sich das Unternehmen Sixt als einer der größten Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen in Europa und weltweit gestellt und dazu eine Studie veröffentlicht. Dabei ging es vor allem um die Themen Elektromobilität und alternative Mobilitätslösungen wie das Carsharing.

In der Studie wurden insgesamt 600 männliche und weibliche Befragte aus den Metropolen Berlin, Hamburg und München befragt. Die Altersspanne der Teilnehmer war breit gefächert, von 14 bis 17 jährigen, über junge Erwachsene bis hin zu Senioren, wobei besonders viele in der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen vertreten waren. Dies soll vor allem die aktive und mobile Bevölkerungsgruppe widerspiegeln, die in urbanen Räumen lebt und arbeitet. Die Datenerhebung erfolgte per Online-Fragebogen.

600 Befragte machen die Studie nicht unbedingt zu einem repräsentativen Bild der städtischen Gesellschaft. Vielmehr will Sixt hier ein Bild des modernen Städters zeichnen, der sich mit neuen Trendthemen der Mobilität beschäftigt. Wie praktisch, dass man mit Sixt Share selbst ein umfangreiches Angebot an Sharing Angeboten von E-Scootern, Fahrrädern und natürlich Autos hat. Das Angebot gibt es zufälligerweise auch in den Städten Berlin, Hamburg und München. Durch eine Kooperation mit Sharing Anbieter Miles kann man über Sixt Share aber auch in weiteren Städten auf Carsharing zurückgreifen. Ein Drittel der Sixt Flotte besteht aus Elektroautos.

Junge Generation mit starkem Umweltbewusstsein

So kommt die Studie dann auch zu dem wenig überraschenden Ergebnis, dass Umweltbewusstsein in allen Altersgruppen an Bedeutung gewinnt, und vor allem die jungen Generationen ein hohes Bewusstsein dafür haben. Bei der Frage „Wie wichtig ist dir Umweltschutz?“ antworteten mehr als die Hälfte der 14- bis 17-Jährigen, dass es für sie „eher wichtig“ ist. Aber natürlich findet die Mehrheit aller Menschen Umweltschutz mindestens wichtig. Auch in der Altersgruppe der 65- bis 99-Jährigen räumt jeder zweite Befragte dem Umweltschutz das Prädikat „sehr wichtig“ ein.

Für die Studienteilnehmer ist es vor allem wichtig, den allgemeinen Konsum einzuschränken und Plastik zu vermeiden. Zusätzlich zeigt die Studie eine hohe Bereitschaft, Alternativen zur Fortbewegung zu nutzen, vor allem bei Menschen über 35. Hier steht neben Fahrradfahren vor allem das Carsharing im Vordergrund.

Carsharing in deutschen Großstädten

Die Studie zeigt, dass Carsharing an Beliebtheit gewinnt. So gaben etwa die Hälfte der 18- bis 44-Jährigen an, mehrmals pro Monat Carsharing zu nutzen. Dagegen hat die Mehrheit der älteren Menschen ab 55 Jahren Carsharing noch nie oder nur sehr unregelmäßig genutzt.

Interessant ist, dass die Studie zu der Erkenntnis kommt, dass auch die jüngeren Generationen Carsharing nutzen. Die Hälfte der 14- bis 17-Jährigen gab an, dies gemeinsam mit Freunden (die bereits einen Führerschein haben, Anm. d. Red.) mehrmals pro Monat zu tun.

Für die meisten der Befragten ist Carsharing vor allem eine praktische Möglichkeit, um an Orte zu gelangen, die mit dem öffentlichen Nahverkehr schlecht oder gar nicht erreichbar sind (41 Prozent). Weitere 38 Prozent schätzen Carsharing als hilfreiche Transportmöglichkeit bei Einkäufen oder Umzügen.

Die Studie beleuchtet auch geschlechtsspezifische Unterschiede in der Nutzung von Carsharing. Lustigerweise gaben etwa viermal so viele Männer wie Frauen an, Carsharing zu nutzen, um jemanden zu beeindrucken. Gut, dass Sixt auch Cabrios bis hin zum offenen BMW Z4 mit in der Flotte hat. Darüber hinaus äußerten etwa doppelt so viele männliche wie weibliche Befragte den Wunsch, verschiedene Automodelle auszuprobieren. Insgesamt ist den meisten Nutzern das spezifische Automodell allerdings laut Angaben allerdings nicht so wichtig.

Was sagen die Teilnehmer zur Elektromobilität?

Das Thema Elektromobilität wurde in der Sixt-Studie ebenfalls behandelt. Vor allem natürlich im Zusammenhang mit Carsharing, indem 55 Prozent der Befragten angaben, sie würden lieber ein Elektroauto beim Carsharing nutzen. Diese Präferenz ist besonders stark bei den jüngeren Altersgruppen ausgeprägt.

Interessant ist aber: Trotz des Interesses an Elektroautos zeigt die Studie auch, dass viele jüngere Teilnehmer noch keine Erfahrung mit ihnen gemacht haben. Jeder zweite junge Teilnehmer gab an, noch nie ein Elektroauto gefahren zu haben, obwohl sie es gerne einmal ausprobieren würden. Hier zeigt sich laut Sixt das Potenzial von Carsharing als niedrigschwellige Möglichkeit, Erfahrungen mit der Elektromobilität zu sammeln.

Trotzdem ein eigenes Auto

Trotz des wachsenden Interesses an Elektromobilität und Carsharing bleibt das eigene Auto jedoch das bevorzugte Fortbewegungsmittel, wenn es schnell gehen soll. So schließt die Studie ihre Beweislage ab. Sowohl in Hamburg als auch in München und Berlin greifen rund die Hälfte der Befragten am liebsten auf das eigene Auto oder das Auto ihres Haushalts zurück, wenn sie schnell von A nach B kommen wollen. Über die Besitzer von Elektroautos wird dabei keine Aussage getroffen.

Für uns bleibt aber festzuhalten, dass die Menschen in den Städten, wenn man denn Sixt glauben mag, grundsätzlich offen für Elektromobilität sind. Dass aber doch viele noch gerne auf ihr eigenes Auto zurückgreifen wollen. Das darf gerne ein Elektroauto sein. Auch wenn die jungen urbanen Zielgruppe sich in der Stadt noch nicht so richtig trauen mag, auf ein eigenes Elektroauto umzusteigen.

Quelle: Sixt – Pressemitteilung

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Hannes Dollinger schreibt seit Februar 2023 für Elektroauto-News.net. Profitiert hierbei von seinen eigenen Erfahrungen aus der Welt der Elektromobilität.

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