Serbische Post elektrifiziert die Flotte in hohem Tempo

Serbische Post elektrifiziert die Flotte in hohem Tempo
Copyright:

Pošta Srbije

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Pošta Srbije, die serbische Post, hat 100 neue Elektro-Lieferfahrzeuge in Betrieb genommen, doch in der nächsten Zeit sollen es noch viel mehr werden. Laut Pressemitteilung werde dadurch „die Effizienz der Zustellung deutlich verbessert und der Übergang zu einem modernen, ökologisch nachhaltigen Logistiksystem beschleunigt“. Es handelt sich demnach um Elektro-Transporter der Marken Cenntro (EC35V – Logistar 210V) und Avantier (Commuter X), die für die Zustellung aller Arten von Postsendungen in städtischen und vorstädtischen Gebieten konzipiert sind.

Die Elektro-Transporter werden entsprechend der betrieblichen Erfordernisse des Systems auf 28 Zustellregionen in ganz Serbien verteilt, darunter Belgrad, Novi Sad, Niš, Kragujevac, Kraljevo, Užice und andere Städte, heißt es weiterhin. An der Veranstaltung nahmen der Vorsitzende des Aufsichtsrats, der Präsident der Versammlung, Mitglieder der Geschäftsleitung, Leiter der Arbeitseinheiten sowie Mitarbeiter von Pošta Srbije teil.

Besondere Bedeutung erhielt die Veranstaltung der Mitteilung zufolge auch dadurch, dass sie am Fest der Verkündigung stattfand, an dem die serbische Post ihren Patronatsfesttag des Heiligen Slava feiert. Der amtierende Direktor von Pošta Srbije, Zoran Anđelković, erklärte: „Mit der Einführung von Elektrofahrzeugen in den Zustellbetrieb unternimmt Pošta Srbije einen wichtigen Schritt zur Modernisierung ihrer Abläufe und zur weiteren Verbesserung ihres Logistiknetzwerks. Elektrische Zustellfahrzeuge ermöglichen eine effizientere Arbeitsorganisation in städtischen Gebieten, senken die Betriebskosten und tragen zur nachhaltigen Entwicklung bei. Parallel dazu setzen wir die Erneuerung des klassischen Teils der Fahrzeugflotte fort, um ein stabiles und zuverlässiges Zustellsystem in allen Teilen Serbiens zu gewährleisten.“

438 neue E-Fahrzeuge sollen bald ausgeschrieben werden

Er kündigte an, dass die Flotte bis zum 7. Juni, dem Tag der Pošta Srbije, weiter erneuert werde und dass insgesamt 538 neue Fahrzeuge geplant seien, davon 438 Elektrofahrzeuge, wobei in der kommenden Zeit eine neue Ausschreibung für die Beschaffung von E-Fahrzeugen veröffentlicht werde. Anđelković wies darauf hin, dass die Einführung von Elektrofahrzeugen in diesem Jahr erhebliche Einsparungen mit sich bringen und die Kraftstoffkosten um rund 3,3 Millionen Euro senken werde, während gleichzeitig ein bedeutender Beitrag zum Umweltschutz geleistet werde. Der Wert dieser Investition in elektrische Lieferfahrzeuge beläuft sich auf knapp zwölf Millionen Euro.

Nach der Ansprache übergab der Direktor die Schlüssel an die Leiter der Arbeitseinheiten und die Zustellmitarbeiter, und die Fahrzeuge wurden sofort in Betrieb genommen. Im Zuge der umfassenden Modernisierung seiner Fahrzeugflotte stellte Pošta Srbije am Vortag in Čačak demnach bereits 70 neue Zustellfahrzeuge für die kombinierte Spezialzustellung von Post-Express-Sendungen, Paketen, versicherten Briefen und größeren Einschreiben bereit.

„Pošta Srbije verbessert ihre Betriebsabläufe kontinuierlich durch die Modernisierung ihrer Fahrzeugflotte, die Digitalisierung von Prozessen und den Ausbau der Logistikinfrastruktur, mit dem Ziel, den Kunden einen schnellen, zuverlässigen und modernen Service zu bieten, der den wachsenden Anforderungen des Marktes entspricht“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung. Die Elektromobilität spielt bei dieser Modernisierung indes eine immer stärkere Rolle.

Quelle: Pošta Srbije – Pressemitteilung vom 7. April 2026

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektro-Lkw

Scania und Gruber testen Wasserstoff-Lkw in Italien

Scania und Gruber testen Wasserstoff-Lkw in Italien

Sebastian Henßler  —  

Im Rahmen des ZEFES-Projekts startet in Italien ein Praxistest mit dem Scania 40R FCEV. Er vereint 416 kWh und 56 Kilogramm Wasserstoff in einer Plattform.

Milliardenförderung für E-Lkw: Bund treibt Ladeinfrastruktur massiv voran

Milliardenförderung für E-Lkw: Bund treibt Ladeinfrastruktur massiv voran

Daniel Krenzer  —  

Neue Förderung für E-Lkw-Ladeinfrastruktur: Bis zu eine Milliarde Euro für Unternehmen kommt zu bestehenden Förderungen hinzu.

Tesla Semi: Erster Elektro-Lkw rollt in Serie vom Band

Tesla Semi: Erster Elektro-Lkw rollt in Serie vom Band

Maria Glaser  —  

Das US-Unternehmen gab bekannt, dass der erste Elektro-Lkw der Semi-Reihe in Serienproduktion vom Band in Nevada gerollt ist.

MAN erprobt bidirektionales Laden mit Elektro-Lkw

MAN erprobt bidirektionales Laden mit Elektro-Lkw

Michael Neißendorfer  —  

MAN zeigt, wie E-Lkw zu einem aktiven Element der Energieinfrastruktur werden – wirtschaftlich, vernetzt und bereit für die nächste Stufe der Elektrifizierung.

E-Truck Mercedes-Benz eActros erstmals als Autotransporter unterwegs

E-Truck Mercedes-Benz eActros erstmals als Autotransporter unterwegs

Daniel Krenzer  —  

Der E-Lkw pendelt vorwiegend auf einer festen Route von knapp 400 Kilometern zwischen Dänemark und Deutschland.

E-Lkw laden ohne Investition: Eon bietet Abo-Modell an

E-Lkw laden ohne Investition: Eon bietet Abo-Modell an

Daniel Krenzer  —  

Eon, Neot und Mitsui starten ein gemeinsames Abo-Modell für E-Lkw-Ladeinfrastruktur und auch E-Lkw ohne Anfangsinvestitionen.

Farizon: Chinas Angriff auf Europas Transporter-Markt

Farizon: Chinas Angriff auf Europas Transporter-Markt

Sebastian Henßler  —  

Mit dem V7E für die letzte Meile und dem variablen SV greift die Geely-Tochter Farizon den deutschen Markt für elektrische Nutzfahrzeuge in voller Breite an.