Samsung SDI und GM bauen Batteriefabrik in Indiana, USA

Samsung SDI und GM bauen Batteriefabrik in Indiana, USA
Copyright:

Ralf Liebhold / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Der Batteriehersteller Samsung SDI aus Südkorea und der Automobilkonzern General Motors (GM) aus den USA haben einen Vertrag über den Bau einer gemeinsamen Fabrik für Elektroauto-Batterien in den USA unterzeichnet. Diese neue Produktionsstätte entsteht im Bundesstaat Indiana. Die beiden Unternehmen investieren dafür umgerechnet rund 3,15 Milliarden Euro, wobei die Fabrik zunächst eine jährliche Produktionskapazität von 27 Gigawattstunden (GWh) haben soll. Das teilte Samsung SDI in einer offiziellen Erklärung mit, wie Reuters berichtet.

Bereits im April 2023 gaben GM und Samsung SDI ihre Pläne für dieses gemeinsame Projekt bekannt. Damals wurde von Investitionskosten von über 2,7 Milliarden Euro gesprochen, und die geplante Produktionskapazität wurde mit etwa 30 GWh beziffert. Der Produktionsstart war zunächst für das Jahr 2026 vorgesehen. Jetzt konkretisierte Samsung SDI die Pläne und erklärte, die neue Fabrik soll 2027 mit der Massenproduktion beginnen. Im Zuge möglicher Erweiterungen könnte die Kapazität sogar auf 36 GWh pro Jahr ansteigen.

Kurt Kelty, Vizepräsident von GM für Batteriezellen und -pakete, war vor Ort, um zusammen mit dem CEO von Samsung SDI die Einzelheiten der Zusammenarbeit abzustimmen. Kelty betonte, dass die neue Anlage in der Lage sein werde, bis zu 36 GWh zu produzieren – bestätigt damit die Maximal-Kapazität – und prismatische Zellen herzustellen. Diese sollen das bestehende Batterieportfolio von GM ergänzen und helfen, die Leistung der Batterien zu steigern sowie die Kosten zu senken.

Im vergangenen Jahr hatte GM erklärt, dass die Produktionslinie in Indiana sowohl nickelreiche prismatische als auch zylindrische Batteriezellen umfassen werde. Dies ist Teil einer Strategie, um die Batterieproduktion zu diversifizieren und technologische Innovationen zu nutzen. Diese Erweiterung des Portfolios an Batterietypen soll dazu beitragen, die Effizienz und Leistung von Elektroautos zu verbessern.

Trotz der Investitionen in die Batteriefabrik hat GM im Juni 2023 seine Prognose für die jährliche Produktion von Elektroautos gesenkt. Für 2024 erwartet das Unternehmen, dass es höchstens 225.000 E-Autos herstellen wird, was weniger ist als die zuvor angepeilten 270.000 Einheiten. Die Anpassung der Prognose spiegelt eine vorsichtige Haltung wider, da GM nach wie vor auf den Absatz seiner benzinbetriebenen Modelle setzt, während die Fertigungskapazitäten für Elektroautos allmählich erhöht werden.

Quelle: Reuters – Samsung SDI finalizes deal with GM to build $3.5 bln joint EV battery factory in US

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in General Motor Elektroautos

Autoindustrie verbucht Milliarden aus Zoll-Rückerstattungen

Autoindustrie verbucht Milliarden aus Zoll-Rückerstattungen

Daniel Krenzer  —  

Automobilhersteller rechnen Milliarden aus möglichen US-Zollrückzahlungen ein – doch politische Risiken und unsichere Auszahlungen machen das sehr riskant.

General Motors setzt in den USA auf 100 Prozent Erneuerbare

General Motors setzt in den USA auf 100 Prozent Erneuerbare

Daniel Krenzer  —  

Trotz Trumps fossilem Kurs setzt GM konsequent auf Erneuerbare – und sparen damit nicht nur CO₂, sondern vor allem viel Geld ein.

Trotz Rückschlägen: GM will weiter auf Elektro setzen

Trotz Rückschlägen: GM will weiter auf Elektro setzen

Tobias Stahl  —  

GM-Chefin Mary Barra glaubt trotz der jüngsten Rückschläge an den langfristigen Erfolg von Elektroautos. Diese seien für die Kunden das überlegene Produkt.

GM zieht Konsequenzen aus schwacher E-Auto-Nachfrage

GM zieht Konsequenzen aus schwacher E-Auto-Nachfrage

Sebastian Henßler  —  

Milliardeninvestitionen sollten GM im Markt nach vorn bringen. Nun zeigt sich: Die Nachfrage bleibt zurück, Abschreibungen in Milliardenhöhe sind die Folge.

GM kürzt Elektroauto-Produktion und streicht Jobs

GM kürzt Elektroauto-Produktion und streicht Jobs

Sebastian Henßler  —  

General Motors kürzt die Elektroauto- und Batterieproduktion in den USA drastisch – über 1700 Arbeitsplätze fallen weg, darunter 550 in Ohio.

GM beendet Brightdrop-Produktion in Kanada

GM beendet Brightdrop-Produktion in Kanada

Maria Glaser  —  

Der Automobilkonzern General Motors stellt seine Produktion von elektrischen Transportern in Kanada ein, wodurch etwa 1200 Arbeitsplätze in Ontario wegfallen.

Cadillac Optiq: Der elektrische Großstadt-Cowboy im Test

Cadillac Optiq: Der elektrische Großstadt-Cowboy im Test

Wolfgang Gomoll  —  

Der Cadillac Optiq setzt nicht auf brachiale Gewalt, sondern Lounge-Atmosphäre und erstklassigen Sound. Allerdings zeigt er Schwächen bei der DC-Ladeleistung.